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Schach: Ein Lokalmatador gewinnt in Bad Soden

Über 100 Schach-Talente spielten bei den vierten „Youth Classics“ um den Sieg. Sowohl für die MTK-Teilnehmer als auch für die Veranstalter war das Turnier ein Erfolg.
Drei, die wirklich Schach spielen können: Frederik Stobbe, Organisator Hans-Walter Schmitt und Leo Deppe (von links). Drei, die wirklich Schach spielen können: Frederik Stobbe, Organisator Hans-Walter Schmitt und Leo Deppe (von links).
Bad Soden. 

Aus einer Bierlaune heraus sei der Entschluss damals gefallen, erinnert sich Hans-Walter Schmitt. Nach Feierabend eröffnete er seinen Kollegen, dass er die versammelte Weltspitze des Schachs vertreten wolle. „Das ist mir 2000 dann im Parkhotel gelungen“, sagt Schmitt. Damals versammelte sich bei den Chess Classics Frankfurt alles, was in der Schachwelt Rang und Namen hatte, in Bad Soden, und Schmitt hielt gegenüber seinen Kollegen Wort. „Ich habe dann darüber nachgedacht, wie viel ich für die Weltspitze getan hatte“, berichtet er weiter, „für die Jugend hatte ich allerdings noch nichts getan.“

Ein neuer Entschluss wurde gefasst: Jetzt wollte Hans-Walter Schmitt sein Wissen und seine Erfahrung an Talente weitergeben, um ihnen Tür und Tor zu einer großen Karriere zu öffnen. Wieder ist der Schach-Enthusiast auf einem guten Weg. Das Turnier, das Schmitt zur Förderung des Nachwuchses gründete, erinnert vom Namen her nicht von ungefähr an den renommierten Wettbewerb „Chess Classics Frankfurt“: „Youth Classics“ taufte er sein neues „Baby“, welches er in kürzester Zeit zu einer festen Größe in der Region entwickelte.

Bei der vierten Auflage des offenen Turniers traten 107 Nachwuchsspieler im Bürgerhaus Neuenhain an. Zum Vergleich: Bei der Premiere vor vier Jahren waren es erst 56 Schachtalente. „Der Erfolg ist auch darauf zurückzuführen, dass wir tolle Sponsoren haben“, erklärt Schmitt, „zudem hat Norbert Altenkamp den Schachsport hier immer gestärkt, und auch der Schach Club Bad Soden spielt mit seinen über 100 Mitgliedern und der tollen Jugendquote dabei eine wichtige Rolle“.

Dank der Sponsoren umfasste der Preisgeldtopf diesmal insgesamt 2500 Euro. Aufgeteilt wurde die Summe auf die drei Altersklassen U10, U14 und U18. „Das Niveau ist auch wirklich gut“, versicherte Teilnehmer Frederik Stobbe. Der 15-Jährige, der mit fünfeinhalb Jahren zum ersten Mal Schach gespielt hatte, kann das sicherlich objektiv bewerten, schließlich nahm er 2009, 2010 und 2010 schon an den Deutschen Meisterschaften teil. Auch die „Youth Classics“ ziehen mittlerweile Talente von außerhalb an: Neben den stärksten Spielern des Schulschachs im Main-Taunus-Kreis traten zuletzt auch Talente aus Trier oder Köln an.

An insgesamt vier Tagen wurden die Gewinner in den jeweiligen Altersklassen ausgespielt, und für Stobbe sah es mit drei Siegen aus den ersten fünf Partien schon zu Beginn ganz ordentlich aus.

Noch besser kam allerdings Leo Deppe (17) ins Turnier. Der erste Schüler, den Hans-Walter Schmitt einst für das „Spiel der Könige“ begeistern konnte, blieb an den ersten beiden Turniertagen ungeschlagen. Nur gegen Altersgenosse Marius Bajorski aus Hofheim musste er sich mit einem Remis begnügen. Am Ende setzte sich Deppe als Sieger in der U18-Gruppe durch, Bajorski wurde Zweiter. Stobbe holte den vierten Rang. „Es gibt eben keine perfekte Schachpartie“, erklärt Schmitt, „aber selbst die jüngsten Spieler fabrizieren immer wieder kleine Blitze, kleine Geniestreiche.“ Dies geschehe in jungen Jahren häufig noch unbewusst, erläutert Schmitt weiter. Doch dank ihm und der Unterstützung seitens des Schach Clubs, der Stadt und der Sponsoren wird den Talenten geholfen, dass sie in Zukunft auch ganz bewusst Geniales am Schachbrett leisten können.

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