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Lauf: Ein neuer Teilnehmerrekord beim Eschathlon

Der Eschathlon hat sich innerhalb von vier Jahren zum teilnehmerstärksten Volkslauf im Main-Taunus-Kreis gemausert. 1846 Anmeldungen lagen für das Laufevent vor, bei dem Barbara Schwefer und Nikita Golovitsyn auf der Halbmarathon-Distanz dominierten.
Fast 500 Starter gingen die Halbmarathon-Distanz in Eschborn an. In der Mitte (Nummer 2) läuft die Siegerin Barbara Schwefer. Foto: Marcel Lorenz Fast 500 Starter gingen die Halbmarathon-Distanz in Eschborn an. In der Mitte (Nummer 2) läuft die Siegerin Barbara Schwefer.
Eschborn. 

Für das Organisationsteam des 4. Eschathlon war es ein grandioser Tag: Teilnehmerrekord mit 1846 Meldungen, ideales Läuferwetter, hervorragende Zeiten, zahlreiche Zuschauer am Start und Ziel und an der Strecke, große Beteiligung bei den Rennen der Kinder – und das alles bei einer nahezu perfekten Organisation.

Schnellster auf der Halbmarathon-Distanz von 21,1 Kilometer war der aus Moskau stammende Nikita Golovitsyn von Spiridon Frankfurt mit der großartigen Zeit von 1:15:51 Minuten. Für die Qualität des Eschathlon 2018 spricht, dass neben dem Sieger weitere vier Läufer unter der Zeit des Vorjahresbesten Daniel Kenjeres aus Offenbach von 1:23:27 blieben. Dabei muss – wie es das gut aufgelegte und versierte Moderatoren-Duo Michael Schellhaas und Jürgen Broszka unterstrich – berücksichtigt werden, dass die Strecke ein wenig verändert wurde.

Der Sieger sagte im Ziel, dass es für ihn sehr anstrengend war, bei den warmen Temperaturen lange alleine zu laufen. Er dankte allen Helfern an der Strecke, vor allen an den Getränkeständen, die ihn mit Applaus und Anfeuerungsrufen immer wieder motiviert hätten.

Vordere Plätze im Feld der 487 Halbmarathon-Läufer erreichten die Eschborner Dietmar Lauber (1:24:28) und Russell Doubleday (1:25:35), die die Plätze zehn und elf belegten. Steffen Kothe vom Team Eschathlon erreichte den 18. Platz in 1:28:06, und sein Teamkamerad Andre Zimmermann wurde 20. in 1:28:19 Stunden.

Läuferische Schwerstarbeit leistete am Wochenende der frühere Handballer Pascal Rammert, der mittlerweile ins Lager der Triathleten gewechselt ist: Er startete am Freitag beim Mittsommerlauf in Wallau und erreichte zwei Tage danach beim Eschathlon-Halbmarathon Platz 96 in 1:41:31 Stunden.

Abgekämpft aber überglücklich kam die Eschborner Lokalmatadorin Barbara Schwefer ins Ziel. Sie schlüpfte aus der Rolle der „ewigen Zweiten“ heraus und war schnellste Frau auf der Halbmarathon-Distanz. Zudem blieb sie mit 1:29:23 Stunden unter der 1:30-Marke. Die Mutter von fünfjährigen Zwillingsbuben, die zum Organisationsteam des Eschathlon gehört, genoss nach der anstrengenden Tour die Gratulationen im Zielbereich und sagte: „Es ist einfach wunderbar, so begrüßt zu werden.“ Ihre Buben David und Simon waren beim Bambini-Lauf dabei.

Sportereignisse wie der Eschathlon schreiben besondere Geschichten. Der überlegene Sieger über 10 Kilometer in 33:27 Minuten, Mouhcine Benhacteimi, kommt aus Marokko und ist zu Besuch in Offenbach bei seinem Cousin Hakim Alami. Mouhcine spricht kein Wort Deutsch, aber Hakim Alami („Ich bin gebürtiger Offebächer“) sprach für ihn. Sein Cousin käme aus Casablanca und habe vor ein paar Tagen schon in Holland einen Lauf gewonnen: „Dann haben wir von dem Eschathlon gehört und gesagt, da gehen wir mal hin und holen noch einen ersten Platz.“

Den zweiten Platz erreichte der für die LG Offenburg startende Hochheimer Oliver Kreuzburg in 35:51 Minuten, der erstmals in Eschborn am Start war und den Kurs als „recht hügelig“ bezeichnete. Sechster über 10 Kilometer wurde Paul Vogler aus Hochheim in 39:01 Minuten und Siebter Philipp Milde vom TV Lorsbach in 39:27 Minuten.

Schnellste Frau (Platz 38 in der Gesamtwertung) über 10 Kilometer war die 19 Jahre alte Jacki Christen von der SG Nied in 46:18 Minuten, die erstmals beim Eschathlon antrat und mit der Laufstrecke und ihrer Leistung zufrieden war. Platz 50 belegte in 47:35 Minuten Margret Göttnauer von der LG Bad Soden/Sulzbach/Neuenhain, für die die 10 Kilometer von Eschborn ein Trainingslauf für die bevorstehenden Deutschen Seniorenmeisterschaften war.

Mehr als 400 Kinder hatten ihren Spaß bei den Schülerläufen über 3 und 1,5 Kilometer und beim erstmals angebotenen Bambini-Lauf für Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren über 500 Meter, bei dem keine Zeit genommen wurde.

Über 3 Kilometer siegte Jonas Trauth vom Team „Biketempel.de“ in 10:01 Minuten und über 1,5 Kilometer Simon Cebic vom SC Eschborn in 5:34 Minuten.

Bewegende Momente erlebten die Zuschauer, als die 34 Jahre alte kleinwüchsige Dominique Kohut aus Eschborn mit einer Gehhilfe 350 Meter bewältigte und ins Ziel kam. Die Mediengestalterin, die im Bereich der Behindertenhilfe in Hofheim arbeitet, begann erst im Januar dieses Jahres mit einer Physiotherapie in Bad Soden mit dem Lauftraining und ist stolz auf ihre Fortschritte. Im Alltag ist der Behindertenbegleithund „Fräulein Rosalie“ eine wichtige Hilfe für Dominique.

(mir)

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