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Fortuna Höchst: Eine fast unschlagbare Einheit

Wolfgang Müller könnte immer noch aus der Haut fahren, wenn er an den verpassten Aufstieg in 2017 denkt. Obwohl seine Fortuna Höchst in der Fußball-Kreisliga D Main-Taunus eine klassische Start-Ziel-Meisterschaft hingelegt hat.
Das Team von Fortuna Höchst durfte sich über die Meisterschaft in der D-Liga freuen. Foto: Marcel Lorenz Das Team von Fortuna Höchst durfte sich über die Meisterschaft in der D-Liga freuen.
Höchst. 

„Das war die Dummheit eines einzelnen Spielers“, erinnert sich der Vorsitzende des letztjährigen Vierten der Abschlusstabelle. „Wir haben Platz drei, der damals zum Aufstieg berechtigt hätte, wegen dieses provozierten Spielabbruchs und drei Punkten Abzug verpasst.“

Weg fortgesetzt

Nachdem die Mannschaft von Spielertrainer Mimoun El Isaoui mit 82 Punkten – die aus 27 Siegen, einem Unentschieden und nur zwei Niederlagen resultieren – souverän Meister geworden ist und den Sprung in die höhere Liga mit acht Punkten Vorsprung auf den SV Fischbach fulminant geschafft hat, kann Müller dann aber doch über die Vorsaison hinweg sehen. „So etwas erlebt man nicht alle Tage“, lobt der Fortuna-Präsident Trainer und Mannschaft. Schon Ende der Rückrunde 2017 hatte sich die personell verstärkte Mannschaft zu einer fast unschlagbaren Einheit zusammengetan. In 2017/18 mussten El Isaoui und seine Jungs diesen Weg nur fortsetzen. Auch wenn der Spielertrainer wegen einer Meniskusverletzung erst Mitte der Hinrunde selbst aktiv werden kann, regeln seine Mitstreiter die meisten Aufgaben erfolgreich. „Bis auf die dumme Niederlage bei der SG Sossenheim II hatten wir schon zum Start einen richtigen Lauf“, erinnert sich Müller an die Phase im Spätsommer als seine Höchster die Liga schon unangefochten anführen. Fischbach schickt zwar ebenfalls eine höherklassig erfahrene Mannschaft ins Rennen, als der ärgste Konkurrent und selbst ernannte Meisterschafts-Anwärter merkt, wie ernst es die Fortuna in dieser Saison meint, ist es für das Team aus dem Taunus schon zu spät. Vor dem 2:3 in Sossenheim haben Müllers Schützlinge schon 15 Punkte und 38:14 Tore auf der Habenseite. Nach dem Ausrutscher reagiert der Klassenprimus mit einem 16:1 gegen Niederjosbach II. „Das Hinspiel gegen Fischbach haben wir noch unentschieden gespielt“, berichtet der Vorsitzende vom 2:2, „als wir das Rückspiel Mitte März dann 4:2 gewonnen haben, war klar, dass wir Meister werden.“ Vor allem die beiden Ausnahme-Angreifer Dag Haydar mit 54 Saisontoren und sein kreativerer, aber kaum weniger treffsicherer Kollege Mohamed Darray mit 31 Treffer schießen die Höchster schon im Frühjahr in die C-Liga. „Als der Aufstieg perfekt war, haben manche Jungs Urlaub und ihren Fastenmonat Ramadan gehalten und anderen Spielern eine Chance gegeben, sich zu empfehlen“, erklärt Müller. Da auch die zweite Reihe der Fortuna gut funktioniert, gibt es gegen Ende der Saison nur eine 3:4-Niederlage bei Sindlingen II und zum Abschluss nochmal einen 8:0-Sieg bei Alemannia Nied III.

Team bleibt zusammen

„Obwohl unser Trainer immer wieder von Germania Schwanheim umworben wird und auch unsere Torjäger bei höherklassigen Frankfurter Vereinen auf der Wunschliste stehen, konnten wir die Mannschaft beisammen halten“, stellt Wolfgang Müller klar. Und auch wenn der Macher bei Fortuna Höchst weiß, dass eine solche Saison wohl kaum ein zweites Mal hingelegt werden kann, glaubt fest daran, „dass wir mit einer solch geschlossenen Mannschaftsleistung uns auch in der höheren Liga schnell stabilisieren können.“

(awo)

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