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540 Laufbegeisterte: Eine tolle Resonanz für den AWO-Stadtlauf

Im Laufdress „pilgern“ über 540 Laufbegeisterte von 5 bis 75 Jahren unterschiedlichen Leistungsvermögens zum Start des 3. Hattersheimer AWO-Stadtlaufes.
Schon früh an der Spitze des Hauptlaufes in Hattersheim: Sieger Johannes Müller von der SG Nied. Foto: Hans Nietner Schon früh an der Spitze des Hauptlaufes in Hattersheim: Sieger Johannes Müller von der SG Nied.
Hattersheim. 

Hattersheim am Sonntag um 9.30 Uhr: Auf den meisten Straßen ist es ruhig und menschenleer. Das ändert sich in wenigen Minuten schlagartig nahe der Heinrich-Böll-Schule in der Schulstraße. Oliver Schürmann von der Arbeiterwohlfahrt Main-Taunus hat mit seinem vielköpfigen Team alles vorbereitet. Die Organisatoren scheinen selbst zu Petrus einen guten Draht zu haben, denn die Laufbedingungen sind angenehm.

Im Startbereich fiebern besonders die Kids dem Startkommando vom Ersten Stadtrat Karl-Heinz Spengler entgegen. Nach seinem Kommando gibt es kein Halten mehr.

Abgeklärter geht das Feld der Läufer auf die 10 km-Runde. Sie führt über Regionalparkwege rund um die Weilbacher Kiesgruben über die Wasserwerkchaussee vorbei am Okrifteler Ortsrand. Der Zielspurt führt durch die Schulstraße. Gut 100 m vor dem Ziel werden die Läufer von den Zuschauern kräftig angefeuert. Zusammen mit den bunten Luftballons gibt es ein stimmungsvolles Bild.

Sportlich gab es auf der 10 km-Distanz der Männer nichts Neues. Wie im Vorjahr siegte Johannes Müller (SG Nied/38:05 min.) und verbesserte sich gegenüber dem letzten Jahr um 50 Sekunden. „Ich wäre gern unter 38 Minuten geblieben. Am Ende musste ich nochmals Gas geben, um wieder zu gewinnen“, meinte der Triathlet. Unter 38 Minuten zu bleiben, wäre drin gewesen. „Johannes und ich sind im Windschatten einer Gruppe gelaufen. Da haben wir Zeit verloren“, erklärte der Zweitplatzierte Dominic Ullrich (Hattersheim/ 38:12 min.)

Bei den Frauen über diese Distanz war Stefanie Marx (LG BSN) in 46:13 Minuten nicht zu schlagen. „Das war für mich ein guter Trainingslauf für den Frankfurt-Marathon Ende Oktober“, erklärte die Siegerin. Nach ihrer Einschätzung war es eine abwechslungsreiche Strecke mit Schatten und genug Getränkestationen. Platz zwei ging an Steffi Moser (Hattersheim/47:03 min./2. W 35) vor Irmgard Weber (DJK Hattersheim/47:29 min.), die in der W 55 startet.

Beim 5 km Jedermann-Lauf gewann der 21-jährige Ugyen Harz (Hattersheim) in 17:48 Minuten. „Ich war schneller als im letzten Jahr. Das war mein Ziel“, freute sich Harz, der sich gegenüber 2017 um fast zwei Minuten verbesserte. „Ich konnte in diesem Jahr nicht so viel trainieren“, meinte der Zweitplatzierte Deutsch- und Sportlehrer Matthias Merk von der Brühlwiesenschule Hofheim. Mit 18:22 Minuten war er etwas langsamer als bei seinem Vorjahressieg.

Bei den Frauen dieser Strecke war Valentina Vulje (Hattersheim) der Sieg nicht zu nehmen. Die Lokalmatadorin zog im zweiten Teil der Strecke das Tempo an. „Das hat zum Sieg gereicht“, meinte Vulje. Platz zwei ging mit 26:13 Minuten an Carmen Eckhoff (Barsinghausen). „Ich habe kurz entschlossen hier teilgenommen. Bei meinem Bruder war ich in Hattersheim zu einer Geburtstagsfeier“, erklärte Eckhoff.

Mächtig ins Zeug legten sich die 38 Kids. Dabei lieferten sich Bennit Keil (DJK Hattersheim) und der vereinslose Leandro Schuck einen spannenden Zweikampf. Diesen entschied Keil in 7:56 Minuten gegenüber Schuck (7:59) für sich. Dabei war Schuck im Pech, denn während des Laufes zog er sich eine Verletzung zu. „Da konnte ich nicht mehr so schnell laufen“, meinte er sichtlich geknickt. Platz drei gab es für Luca Scala (DJK Hattersheim ) in 8:22 Minuten.

„Das war für uns ein arbeitsreiches tolles Event. Damit haben wir zur Belebung des Gemeinschaftsleben in Hattersheim beigetragen. Der große Zuspruch und der Dank der Aktiven sorgt dafür, das wir auch im nächsten Jahr diesen Lauf anbieten“, resümierte Schürmann.

Beteiligt an diesem Lauf waren auch 17 Behinderte. Eine Gruppe war aus Siegen angereist. „Wir waren sonst immer auf dem Rennsteig in Thüringen. Hattersheim hat uns prima gefallen“, meinte Betreuerin Gerlind Quast. Sie ließ es sich nicht nehmen, die 5 km „unter die Füße“ zu nehmen.

Mit dabei auch die Damenmannschaft des Handball Drittligisten TSG Eddersheim, die tags zuvor noch beim Beachhandball-Turnier der SG Nied siegreich war. „Unser Trainer Tobias Fischer hat das als Saisonvorbereitung angeordnet“, berichtete Tabea Schweikart nach den zehn Kilometern, bei denen Teamkollegin Alexandra Flebbe Vierte bei den Frauen wurde.

Zu den Siegern zählen zweifellos die Hattersheimer-Hofheimer Tafel und ein Therapie-Hundeprojekt unter der Führung von Ivana Seger. Das Startgeld – 10 Euro pro Teilnehmer – geht zu gleichen Teilen an die Projekte. Ivana Seger ließ es sich nicht nehmen, „vor Ort“ zu bedanken.

(rmü)

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