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Basketball, 2. Liga: Entwicklung ist wichtiger als Erfolg

Vor dem Derby zwischen den Rhein-Main Baskets und der TG Bad Homburg deuten nicht nur die Leistungskurven der beiden Damen-Basketball-Zweitligisten klar auseinander.
Baskets Chefin Silke Dietrich (links) mit Tochter Nelli. Baskets Chefin Silke Dietrich (links) mit Tochter Nelli.
Langen/Hofheim. 

Auch die strategische Ausrichtung der beiden Kontrahenten scheint in der Süd-Staffel komplett unterschiedlich zu sein.

„Unter mir als Präsidentin wird es so etwas nicht geben“, sagt Silke Dietrich mit Blick nach Bad Homburg. Weil der am Samstag ab 16.30 Uhr in der Langener Georg-Sehring-Halle gastierende Rivale aus dem Rhein-Main-Gebiet mit zahlreichen ausländischen und bezahlten Spielerinnen die Spitzenplätze der Liga angreift, findet sich die Baskets-Vorsitzende in diesem Konzept nicht wieder. Zwar stehen im Kader des Tabellenzweiten mit Lilli Fischer, Emily Johanns, Emma Rhein, Florentine Rößner, Anna Sofie Krentz oder Lejla Jugo ehemalige oder sogar aktuelle WNBL-Spielerinnen aus der Nachwuchs-Bundesliga-Kooperation zwischen den Klubs aus Langen, Hofheim, Hochheim, Frankfurt und Bad Homburg. „Diese Talente kommen dort aber nicht so zum Einsatz, wie das bei uns angedacht ist.“ Das stellt Silke Dietrich klar und erklärt so auch die sportlich konträren Situationen der beiden Kontrahenten. Während die Rhein-Main Baskets als Siebter die Ausfälle von Nelli Dietrich, Priscilla Waterloh, Nadine Ripper, Verena Wilmes, Anna Schlaefcke und zuletzt auch noch Jasmin Weyell zu verkraften hatten und deswegen personell an ihre Grenzen stoßen, bietet der Gegner seit Wochen ein solides eingespieltes Team auf. So sind auf der einen Seite die RMB-Niederlagen gegen Weiterstadt (59:69), München (61:64) und Freiburg (61:84) zu erklären. Auf der anderen Seite sprechen die Erfolge gegen Bamberg (45:37), Krofdorf (93:61) und zuletzt gegen Wasserburg II (85:60) eine deutliche Sprache. Den Siebten und den Zweiten trennen vor dem 18. Spieltag schon zwölf Punkte. Und weil auch das Hinspiel mit 65:49 an die Bad Homburgerinnen ging, deutet fünf Spieltage vor Schluss alles auf den vierten Sieg für die TG-Damen und die vierte Niederlage für Dietrichs Schützlinge hin. „Trotzdem ist es mir viel lieber, eine gute Entwicklung bei unseren Talenten zu sehen als mitzubekommen, dass junge Spielerinnen nicht auf ihre Einsatzzeiten kommen“, erklärt die Präsidentin nochmals den Weg, den sie schon seit Jahren vorgibt und der auch in Zukunft – am liebsten mit Peter Kortmann, dessen Vertrag im Sommer ausläuft – fortgesetzt werden soll. „An einen Erstliga-Aufstieg ist nur zu denken, wenn wir wieder so eine gute Gruppe von Spielerinnen bekommen, wie es die letzte Generation mit Svenja Greunke, Anna Lisa Rexroth, Steffi Wagner oder meiner Tochter Nelli war“, stellt Dietrich klar. Dass so etwas aber nicht wirklich planbar ist, sondern viel Arbeit im Jugendbereich und Geduld im Umgang mit sportlichen Rückschlägen verbunden ist, leuchtet der Vorsitzenden genauso ein, wie Trainer Peter Kortmann. Wenn die Rhein-Main Baskets also im Saison-Endspurt noch den einen oder anderen Sieg holen und den Klassenverbleib endgültig klar machen, können die Verantwortlichen sich ab März in Ruhe zusammensetzen und die Ausrichtung und die Bedingungen für die kommende Runde aushandeln. Mit den Play-offs wird sich auch im dritten Jahr unter Chefcoach Peter Kortmann niemand beschäftigen müssen. Dafür war die Trainingsbeteiligung bei vielen, beruflich verpflichteten Spielerinnen zu niedrig und das Verletzungspech zu hoch…

(awo)

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