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Handball: Eppstein schafft den Befreiungsschlag

Im Derby der Handball-Landesliga der Männer wehrte die TSG Eppstein den Angriff der TSG Eddersheim ab und verschaffte sich im Abstiegskampf Luft.
War von den Eddersheimern kaum zu stoppen: Eppsteins Kreisläufer Daniel Schmidt (Mitte). Foto: Marcel Lorenz War von den Eddersheimern kaum zu stoppen: Eppsteins Kreisläufer Daniel Schmidt (Mitte).
Eppstein. 

Nach dem 30:24 (15:14) kann die Mannschaft von Trainer Jan Immel als Neunter durchatmen, während Klaus Fischers Schützlinge als Schlusslicht harten Zeiten entgegenblicken.

„Die Schlüssel zum Sieg waren die gute Deckung und Florian Keller im Tor“, erklärte Immel. Mit 30 Toren im Angriff konnte er auch zufrieden sein, nannte aber auch Ansätze für Verbesserungen. „Wenn wir in der ersten Halbzeit und auch nach dem Wechsel nicht so viele Freie liegengelassen hätten, wäre ein deutlicherer Sieg drin gewesen.“ Tatsächlich waren die Eppsteiner alles andere als treffsicher. Drei verworfene Siebenmeter zeugten von der fehlenden Konsequenz im Abschluss. Zu Beginn lief es auch im Angriff noch ganz nach Immels Vorstellungen. „Wir kamen gut rein und haben 5:1 und 8:2 geführt“, lobte der Trainer. Sein Gegenüber Klaus Fischer bemängelte die fehlende Wachheit und Aggressivität seines Teams. Erst als die Eddersheimer – bei denen zuletzt einige Spieler grippebedingt nicht trainieren konnten – nach einer Auszeit in der zehnten Minute einen Zahn zulegten, wurde das Spiel ausgeglichener. „Da waren wir auf Augenhöhe und haben auch unsere Tempogegenstöße gut verwertet“, meinte Fischer.

Für ihn kam der Pausenpfiff zum falschen Zeitpunkt. Auch wenn Mats Laun für Eppstein die 15:14-Halbzeitführung besorgt hatte, waren die Gäste aus Eddersheim am Drücker. „Wir haben uns vorgenommen, nach dem Seitenwechsel nicht wieder so zu schlafen wie im ersten Spielabschnitt“, berichtete Fischer. Als bis zur 40. Minute erneut nur Eppstein vier Treffer erzielte, führte es mit 19:14. „Wir haben es mit unserer 6:0-Deckung gut gemacht und konnten auch unserem Torwart vertrauen“, sagte Immel. Auf der anderen Seite stand mit Fin Welkenbach ein A-Jugendlicher der HSG Wallau/Massenheim erstmals im Tor. „Ich habe ihn mit einem Zweitspielrecht in Wallau losgeeist, und er hat ein ordentliches Debüt bei uns gegeben“, bewertete Fischer Welkenbachs Auftritt. Seine gute Leistung konnte die Niederlage aber nicht verhindern. „Wir kamen nicht mehr ran, weil wir offensiv nicht konsequent waren und auch hinten zu viel zugelassen haben“, meinte Fischer. Nach dem kommenden spielfreien Wochenende stehen für den Letzten drei schwere Brocken mit Linden, Lang-Göns und Lollar an. „Wir dürfen den Kopf nicht in den Sand stecken und müssen versuchen, aus diesen Spielen auch etwas zu holen“, forderte Fischer. Im Hinspiel in Linden schafften die Eddersheimer ein 30:30. Dass der Aufsteiger den Weg zurück in die Bezirksoberliga antreten muss, ist nach der Derby-Niederlage wahrscheinlicher geworden. Eppstein kann positiver in die Zukunft sehen. „Das war schon ein kleiner Befreiungsschlag“, stellte Immel klar, „trotzdem haben wir in den nächsten Wochen drei harte Gegner. Da müssen wir versuchen, etwas zu holen.“ Eppstein spielt in der Reihenfolge, nur schon ab der kommenden Woche, genau gegen die gleichen Gegner wie Eddersheim.

TSG Eppstein: Keller, F. Ladwig; Schmidt 7, T. Becker 6/3, Müller 5, Laun, M. Becker je 3, Roos, Erdmann je 2, A. Becker, Barchanski je 1, Wagner, Kerber, N. Ladwig. TSG Eddersheim: Körber, Welkenbach; Karathanasis 5, Schmidt 4, Solbach, Morgenstern je 3, Scherer, Pappisch, Lange je 2, Bendix, Sternberger, Becker je 1, Wyrwich, Dietrich.

(awo)

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