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19. Kreisstadtlauf: Irle und Lipecki als beste MTS-Läufer

Von Weil Kurt Stenzel seinen Schützling Tilahun Babsa erst wenige Stunden vor dem 19. HK-Lauf nachgemeldet hatte, bestand lange die Hoffnung auf einen Sieger aus dem Main-Taunus-Kreis.
Im ersten Anlauf Vierter: Max Irle. Foto: Marcel Lorenz Im ersten Anlauf Vierter: Max Irle.
Höchst. 

Der Äthiopier, der für Spiridon Frankfurt zum ersten Mal überhaupt an den Start in Hofheim und durch das Ziel in Höchst gelaufen war, hätte eigentlich außer Konkurrenz laufen können. Sein Start-Ziel-Sieg und der neue Streckenrekord in 30:45 Minuten machten dies deutlich. Dahinter trugen Jens Wittig und Tim Lipecki mit den anderen Verfolgern eine eigene Konkurrenz um den zweiten deutschen Sieger und den besten Main-Taunus-Läufer aus.

Am Ende konnte der Hochheimer Lipecki seinem Frankfurter Kontrahenten Wittig nicht mehr folgen, durfte sich aber trotzdem als bester Läufer aus dem hiesigen Kreis feiern lassen. „Ich bin es dieses Mal sehr defensiv angegangen“, verriet Lipecki nach seinem Zieleinlauf in 35:56 Minuten (zehn Sekunden nach Wittig), „dass ich die erste Verfolgergruppe überhaupt erwischt habe, war Glück“. Dann kämpfte sich der Hochheimer, der keinem Verein angehört, an Maximilian Irle und Wittig vorbei auf Position zwei. „Ich bin dann ziemlich lange im Wind gelaufen. Das hat Kraft gekostet, am Ende bin ich dann auf dem Kopfsteinpflaster am Main in Höchst richtig eingegangen“. Mit seiner Zeit war er aber trotzdem sehr zufrieden: „Im letzten Jahr war ich mit 37 Minuten eine gute Minute langsamer.“

Während Lipecki schon zum 13. Mal beim Leberecht-Lauf dabei war, ging Maximilian Irle zum ersten Mal überhaupt an den Start „Und das, obwohl ich eigentlich um die Ecke wohne“, meinte der Liederbacher, der in Köln Sport studiert. Dass der Marathon-Spezialist mit einer Top-10-Kilometer Zeit von 36:02 Minuten gleich auf Rang vier seine Premiere feierte, überraschte ihn selbst ein wenig: „Ich bin den Lauf eigentlich sehr kontrolliert angegangen. Als ich dann nach dem ersten Anstieg in Hofheim plötzlich einziger Verfolger des Äthiopiers war, wollte ich mein Tempo halten.“ Erst am Ende ging dem jungen Mann die Luft aus: „Meine Schwerpunkte im Studium sind ,Sport und Leistung’. Da kann ich die Trainingsprinzipien an mir selbst ausprobieren. Am liebsten möchte ich jedes Jahr ein Stück schneller laufen.“

Was sich wie eine Kampfansage anhörte, war nur das Versprechen, auch bei der 20. Auflage des HK-Laufs wieder dabei zu sein. Auch der Schwanheimer Christian Frankenbach (36:22 min.) als Fünfter sowie Paolo De Benedictis von DJK Hattersheim (Neunter in 37:40 min.) landeten als Main-Taunus-Läufer in den Top-Ten. Auch die beste Frau Irina Haub vertrat als Flörsheimerin den hiesigen Kreis blendend.

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