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TSG Eddersheim: Junges Team mit viel Potenzial

Zufrieden ist Trainer Tobias Fischer mit der Vorbereitung der Drittliga-Handballerinnen der TSG Eddersheim.
Es kann losgehen für die Eddersheimer Handballerinnen in der Dritten Liga Ost: Sie gehen bestens vorbereitet in die Saison. Foto: Marcel Lorenz Es kann losgehen für die Eddersheimer Handballerinnen in der Dritten Liga Ost: Sie gehen bestens vorbereitet in die Saison.
Eddersheim. 

Das erste Heimspiel der 3. Liga Ost kann kommen: Am Sonntag (15 Uhr, Eckel-Halle) erwarten die Damen der TSG Eddersheim die SG Bretzenheim. „Da schauen wir mal, wo wir stehen“, sagt Tobias Fischer, dessen Team anschließend beim Mittelhessen-Cup-Sieger TSV Herzogenaurach und in Leipzig antreten muss. Es gibt leichtere Auftakt-Programme. Fischer sagt dazu: „Ich weiß, dass wir gut vorbereitet in die Saison gehen. Deshalb bin ich auch entspannt, wenn uns der Saisonstart misslingt.“

„Ich gehe davon aus, dass wir mit zehn Feldspielerinnen und zwei Torhüterinnen antreten können. Das ist in Ordnung“, ist Fischer zufrieden, der nicht noch einmal so ein Spiel erleben möchte wie das 14:27 zu Jahresbeginn, als die Verletzungsmisere mit dem Muskelfaserriss von Lisa Brennigke begann. „Wir werden einiges investieren, damit es nicht so läuft“, sagt der Trainer, „man kennt sich. Da kommt nichts Überraschendes. Nur wenn es uns gelingt, den körperbetonten Abwehrblock in Bewegung zu bekommen, haben wir eine Chance“.

Zweieinhalb Neuzugänge

In die Vorbereitung ging Fischer mit zweieinhalb Neuzugängen. Torhüterin Melissa Kirchner ist nun fest in Eddersheim, neu dazu kamen Lilly König (FSG Vortaunus) und Anna Gempp, die studienbedingt aus Freiburg kam. Nach dem harten Auftakt der Vorbereitung in der ersten Phase, die die Mannschaft gut absolviert und wo sie die Grundlagen in der Athletik und im Ausdauerbereich gelegt hatte. „Das hat sich in unserem letzten Testspiel gegen Mainz 05 gezeigt, als wir mit neun Feldspielerinnen fitter waren als die Mainzerinnen mit kompletter Bank“, erklärte Fischer.

Diese dritte Phase war für den Eddersheimer Trainer interessant. „Es ist eine spannende Phase, wenn es in die Testspiele geht. Es ist immer die Frage: Wo steht man“, erläutert Fischer, der aber zu dem Schluss kommt: „Wir sind bei der Musik. Ich glaube, dass wir ein homogenes Team haben, dass sich vor niemandem verstecken muss.“ Als Zielsetzung hat sich die Mannschaft einen Platz im Mittelfeld gesetzt. „Wir waren Achter und würden gerne einen oder zwei Plätze hoch“, sagt Fischer, der in diese Kalkulation auch die derzeit verletzten Spielerinnen mit einbezieht: „Franziska Feick und Lisa Brennigke wollen in diesem Jahr wieder ins Training einsteigen, bei Lilly König müssen wir abwarten. Wir werden sie nicht unter Druck setzen, denn die Mädels, die da sind, werden Gas geben.“

Der Eddersheimer Trainer erwartet „eine spannende Saison“: „Das wird interessant und eine ganz andere Saison als die vorherige. Wir haben mit Bretzenheim, Leipzig, Kleenheim und Markranstätt vier Spitzenteams in der Liga. Drei von ihnen haben wir in der vergangenen Spielzeit geschlagen.“ Hinter diesen vier Teams erwartet Fischer ein breites Mittelfeld, in dem er auch seine Mannschaft sieht. Zwei bis vier Mannschaften könnten etwas abfallen, wobei der Trainer die Namen der Teams nicht nennen möchte. „Solche Ausreißer nach unten wie in der vergangenen Saison wird es aber nicht geben. Wir wollen in die Saison reingehen wie in eine Klausur. Wir haben gute Ergebnisse erzielt, sind gut vorbereitet und fit“, zieht Fischer einen passenden Vergleich. Er denkt auch an die starke Rückrunde seines Teams, in der die Mannschaft trotz einiger Ausfälle 14:4 Punkte geholt hatte. Daher hat er auch großes Vertrauen in sein Team, das in dieser Phase auch an seine körperlichen Grenzen ging – und teilweise auch darüber hinaus.

Fischer verhehlt aber nicht, dass er einen neuen Mittelblock einspielen muss. Stefanie Güter wird an der Seite von Lena Thoß und Anna Gempp dort spielen. „Ich habe Augenmerk darauf gelegt, dass sie harmonieren“, sagt der Trainer, der auch das Zusammenspiel zwischen Torhüterin Melissa Kirchner und der Abwehr forciert hat. Im Angriff hat sich nicht viel geändert: „Ich bleibe bei meiner Spielidee. Wir haben Auslöse-Handlungen, bei der jede Spielerinnen entscheidet, ob sie abschließt. Das mache ich seit Jahren so und halte daran fest.“

„Habe ein junges Team“

Eines verliert Tobias Fischer nicht aus den Augen: „Ich habe eine junge Mannschaft. Für mich geht es um die Weiterentwicklung, dass Spielerinnen Eigenverantwortung übernehmen und Ideen verinnerlichen. Jede Spielerin hat einen Schritt nach vorne gemacht, aber es gibt Wellentäler, denen die Spielerinnen und auch die Mannschaft ausgesetzt sind.“ So hat er eine Stefanie Güter mit 28 Jahren im rechten Rückraum, auf der anderen Seite stehen Alexa Flebbe (20) und Lilly König (17). In der Mitte steht Hanna Özer (21). Und am Kreis und auch im Rückraum agiert die Allrounderin Anna Gempp (19). „Meine Hauptaufgabe wird es sein, die Spielerinnen aus diesen Wellentälern, die zwangsläufig kommen werden, zu befreien. Aber ich glaube, dass sich die Mannschaft weiterentwickelt hat. Alle spielen mindestens ihr zweites Jahr in der dritten Liga“, erklärt Fischer, „dabei haben sie viel Erfahrung individuell und als Mannschaft gesammelt. Das hat auch Selbstbewusstsein gegeben“. Dieses Auftreten, unbeeindruckt in fremden Hallen die Spiele anzugehen, hat dem Trainer imponiert. Und er hofft darauf auch in der neuen Saison – auch am Sonntag im ersten Saisonspiel gegen Bretzenheim.

(vho)

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