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Kommentar: Mein Einwurf

Der Pokal des Handball-Bezirks Wiesbaden/Frankfurt fällt flach. Es fanden sich nicht mehr genug Vereine, die Interesse an der Teilnahme hatten. Es fehlt einfach der Anreiz.
Volker Hofbur Volker Hofbur

Der Pokal des Handball-Bezirks Wiesbaden/Frankfurt fällt flach. Es fanden sich nicht mehr genug Vereine, die Interesse an der Teilnahme hatten. Der Reiz fehlt einfach: Für die unterklassigen Vereine war es ein Event, wenn sie mal einen Landes- oder Oberligisten in einem Spiel zu Gast hatten. Doch woher sollen die Oberligisten die Motivation nehmen, wenn sie keine Chance mehr haben, ihrerseits mal einen höherklassigen Gegner zu bekommen? Die HBL hatte als Liga-Verband der Bundesligisten verfügt, dass nur noch Mannschaften aus den ersten drei Ligen im DHB-Pokal zugelassen sind. Sie will die Amateurteams mit einem Amateurpokalfinale abspeisen, das im Rahmen des Final-Four-Turniers am Sonntagmittag in Hamburg stattfindet. Dort ist kein Mensch außer den Mannschaften – und einigen Angehörigen – in der Halle. Im DHB-Pokal verhindert der Turnier-Modus, dass es wirklich mal zu großen Überraschungen kommt. Auch in dieser Saison setzten sich nur die Favoriten in den Finals durch. Die HBL wäre in dieser Hinsicht besser beraten, sich ein Beispiel an den Fußballern zu nehmen. Dort schaffen 26 Vereine aus der 3. Liga und den Amateurligen den Sprung in die erste Pokal-Hauptrunde und erleben dort immer wieder tolle Spiele. Die Fußballer, die nun noch finanzstärker sind, haben die Amateure nicht ausgeschlossen.

Genau da liegt das Problem bei den Handballern: Wenn nicht bald ein Umdenken erfolgt, werden alle Landesverbände ihren Pokal verbrennen. Denn wer hat noch Interesse, an einem Wettbewerb teilzunehmen, der keinen sportlichen Wert mehr hat ?

Und den Verantwortlichen von der HBL sei gesagt: Es ist wie im wirklichen Leben. Wer abhebt und die Basis dabei nicht mitnimmt, wird irgendwann auf den Boden der Tatsachen landen – und das sehr hart.

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