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SV Kriftel: Rückkehr in die sportliche Heimat

Von Der Olympiasieger von Rio freut sich auf seinen Start im Bundesliga-Heimkampf der Luftpistolenschützen in der Krifteler Schwarzbachhalle. Einige aus dem Umfeld des Vereins trifft er nur ein Mal im Jahr.
Seit Jahren nicht nur beim SV Kriftel ein perfektes Team: Christian Reitz (rechts) und sein Trainer Detlef Glenz. Foto: Marcel Lorenz Seit Jahren nicht nur beim SV Kriftel ein perfektes Team: Christian Reitz (rechts) und sein Trainer Detlef Glenz.
Kriftel. 

Die besinnliche Zeit des Jahreswechsels: Auch für einen Spitzensportler wie Christian Reitz ergibt sich dann einmal die Gelegenheit, einen Blick zurück und auch nach vorne zu werfen. Und auch auf die ganz nahe Zukunft, denn am Wochenende ist Christian Reitz einmal wieder für seinen Verein SV Kriftel in der heimischen Schwarzbachhalle am Start.

„Ich freue mich schon drauf“, sagt der 30-Jährige in seiner ruhigen Art. Dabei merkt man, dass das nicht einfach dahingesagt ist, wie man es so oft hört. „Ich habe hier eine lange Zeit verbracht. Jetzt bin ich immer mal wieder bei Lehrgängen in Wiesbaden, aber Kriftel ist schon eine sportliche Heimat für mich“, erläutert Reitz, der inzwischen mit seiner Frau in Regensburg zu Hause ist, „die Schützen wie Aaron Sauter und Oliver Geis sehe ich häufiger, aber einige aus dem Umfeld des Vereins sehe ich nur dieses eine Mal im Jahr“.

Zufrieden mit 2017

Blickt Christian Reitz auf 2017 zurück, so war der Jahresauftakt mit dem Europameisterschafts-Titel mit der Luftpistole in Maribor schon optimal. „Ich war ja schon vorher gut drauf und hatte gehofft, dass es für das Finale reicht“, erklärt Reitz, der eine tadellose Bundesliga-Saison hinter sich gebracht hatte, „aber dass es für Gold reicht, hätte ich nicht erwartet“.

Anschließend stellte er auf die Schnellfeuerpistole um – ebenfalls mit positivem Resultat. „Es war meine beste Saison in den Vorkämpfen“, berichtet der Olympiasieger, „ich bin bei allen Wettkämpfen ins Finale eingezogen“. Bei den Europameisterschaften in Baku reichte es mit seiner Spezialwaffe für den dritten Platz, wobei er zu Beginn des Finals Probleme hatte. „Schön war, dass wir mit der Mannschaft wieder Gold gewonnen haben“, freute sich Reitz, der anschließend seinen Medaillensatz noch komplettierte. Mit der Standard- und der Zentralfeuerpistole holte er im Einzel Silber, ein weiterer zweiter Platz folgte mit der Mannschaft mit der Zentralfeuerpistole. „Die Ergebnisse waren nicht so gut wie 2015, aber auf dem Stand in Baku waren die Verhältnisse nicht gerade leicht“, wusste Reitz, wie er seine Schießleistungen einordnen konnte, „insgesamt sollte man aber mit sechs Medaillen bei Europameisterschaften aber zufrieden sein“. In Neu-Delhi beim Weltcup-Finale erreichte er zwar mit guter Leistung das Finale, hatte dort aber Probleme mit seiner Waffe und wurde Sechster.

Der Blick nach vorne

Da die Weltcup-Saison in Guadalajara in Mexiko in diesem Jahr früh beginnt – Anfang März – befindet sich Reitz bereits in der Vorbereitung auf die Schnellfeuerpistolen-Saison. „Wir wollen das testen, denn im nächsten Jahr werden bei den Weltcups die Quotenplätze für Olympia vergeben, und auch dann beginnen die Weltcups früher“. Im Mai geht es weiter nach Südkorea nach Changwon, wo im September die Weltmeisterschaften stattfinden werden. „Sie haben dort ihren Stand umgebaut“, erklärt der Olympiasieger, „deshalb werden wir mit unseren Weltmeisterschafts-Teilnehmern auch dort die Weltcup-Plätze besetzen“.

Der SV Kriftel will vor eigenem Publikum einen ...

Am Wochenende haben die Luftpistolenschützen des SV Kriftel wieder ihren Heim-Wettkampf in der 1. Bundesliga Nord mit einem Doppel-Schießtag.

clearing

Dort gibt es auch die ersten Quotenplätze für die Olympischen Spiele in Tokio 2020. „Wenn wir dort etwas holen würden, wären wir im kommenden Jahr in einer entspannteren Position“, gibt Christian Reitz die Zielsetzung für den Saisonhöhepunkt vor.

Später tritt Reitz noch im Juni bei dem Heim-Weltcup auf den olympischen Schießständen in München an, ehe die Vorbereitung auf die Weltmeisterschaften beginnt. Also steht dem 30-Jährigen wieder ein ereignisreiches Jahr bevor. „Das ist schon so, aber so wie es aussieht, ist in diesem Jahr ein längerer Urlaub am Stück wieder drin“, kennt Reitz bereits die Planungen.

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