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Schießsport: Schützen in Hofheim stellen sich neu auf

Für die Schützen in der Rhein-Main-Region hat eine neue Ära begonnen. In der Hofheimer Stadthalle wurde der Bezirk 31 Rhein-Main gegründet, dem 47 Vereine mit 5594 Mitgliedern angehören.
Der Vorstand des neuen Schützenbezirks Rhein-Main mit (vorne, von links) Kurt Gunkel, Stefan Schmidt, Ditmar Radu, Dieter Nehring, Ralf Siegel und Michael Sehorsch stellte sich mit dem Vizepräsidenten des Hessischen Schützenverbandes (hinten Bildmitte), Hartmut Pfnorr, nach der Wahl für das Gruppenfoto auf. Der Vorstand des neuen Schützenbezirks Rhein-Main mit (vorne, von links) Kurt Gunkel, Stefan Schmidt, Ditmar Radu, Dieter Nehring, Ralf Siegel und Michael Sehorsch stellte sich mit dem Vizepräsidenten des Hessischen Schützenverbandes (hinten Bildmitte), Hartmut Pfnorr, nach der Wahl für das Gruppenfoto auf.
Hofheim. 

Im Hessischen Schützenverband gab es eine Strukturreform. Aus bisher 47 Schützenkreisen und zehn Gauen wurde ein neues Organisationsgebilde mit 27 Bezirken gebildet. Dem neuen Bezirk 31, der in der Hofheimer Stadthalle aus der Taufe gehoben wurde, gehören die bisherigen Kreise Main-Taunus, Wiesbaden und Rheingau an.

Damit geht ein Erneuerungsprozess zu Ende, der fünf Jahre vorbereitet wurde. Der Grund für die Strukturreform waren sinkende Mitgliederzahlen, die beim Hessischen Schützenverband die Alarmglocken läuten ließen. Die Erkenntnis nach einer kritischen Analyse: Viele Schützen sind unzufrieden, weil sie sich über die Stationen Kreis, Gau und Land für die deutschen Meisterschaften qualifizieren müssen. Von der jetzt abgeschlossenen Straffung der Organisationsstrukturen erhoffen sich die Schützen wieder einen Aufwärtstrend.

Einstimmig gewählt

Während bei der Auflösung des Schützenkreises Main-Taunus am 31. Juli in Hochheim noch eine gehörige Portion Skepsis zu erkennen war, gab es nun in Hofheim keine kritischen Wortmeldungen. Im Gegenteil: Die neue Führungsmannschaft wurde einstimmig gewählt.

Bezirksschützenmeister ist der bisherige Vorsitzende des Schützenkreises Wiesbaden, Dieter Nehring. Zum Ersten Stellvertreter wurde Norbert Baumann aus dem früheren Schützenkreis Main-Taunus gewählt, zum Zweiten Stellvertreter Kurt Gunkel aus dem früheren Schützenkreis Rheingau. Baumann, der wegen einer Urlaubsreise in Abwesenheit gewählt wurde, gehört dem Schützenverein Hofheim an und ist Landesreferent für den Bereich Vorderlader.

Die wichtige Position des Bezirkssportleiters übernimmt der frühere Vorsitzende des Schützenkreises Main-Taunus, Michael Sehorsch aus Marxheim. Sehorsch, der als Gastgeber die Begrüßungsworte in der Stadthalle sprach, stand dreieinhalb Jahre an der Spitze des Schützenkreises Main-Taunus. Dem neuen Bezirksvorstand gehören weiter an: Ralf Siegel als Schatzmeister, Ditmar Radu als Schriftführer und Stefan Schmidt (alle Wiesbaden) als Jugendleiter. Schmidt ist gebürtiger Lorsbacher und war früher in Hofheim und Kriftel als Schütze aktiv.

Als Wahlleiter fungierte der Vizepräsident des Hessischen Schützenverbandes, Hartmut Pfnorr aus Wiesbaden, der die Neuerungen positiv bewertet und, wie auch Dieter Nehring, zum „Mut für Veränderungen“ aufruft. Zu dem mutigen Schritt gratulierte der Vorsitzende des Sportkreises Main-Taunus, Hans Böhl, der die Delegierten in einem Kreis begrüßte, „in dem Schützen Europameister, Weltmeister und Olympiasieger werden“.

Dabei hatte er den SV Kriftel im Blick, der mit 312 Mitglieder der drittgrößte Verein in dem neuen Bezirk hinter der Wiesbadener Schützengesellschaft (545) und dem Wurftauben-Club Wiesbaden (339) stellt. Der frühere Schützenkreis Main-Taunus bringt die meisten Schützen in den neuen Bezirk ein, knapp gefolgt von Wiesbaden.

Die größten Bedenken hatten die Kritiker an der Strukturreform wegen der längeren Anreisen zu den Wettkämpfen. Zum Beispiel von Lorch am Rhein nach Eschborn. Doch schon vor Beginn der Gründungsversammlung löste sich einiges in Wohlgefallen auf. „Die Leute aus dem Rheingau waren heute in einer halben Stunde hier“, sagte Dieter Nehring, der unterstrich, dass der Bereich des neuen Schützenbezirks links und rechts der Autobahn A 66 liegt. Der neue Bezirkssportleiter Michael Sehorsch will den Bedenken auch mit der Gestaltung der Terminpläne entgegentreten: „Dann müssen wir eben an Tagen schießen, an denen nicht zu viel Verkehr ist. Da muss auch der für viele heilige Sonntag mal herhalten.“

(mir)
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