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Verbandsliga-Derby: Schwanheim siegt für Pelayo

Von Nach einem kuriosem Spiel fertigt Germania Schwanheim den FC Eddersheim im Verbandsliga-Derby mit 7:4 (6:2) ab.
Symbolbild Symbolbild

Es gibt einfach Fußballspiele, die sprachlos machen. Das Derby zwischen Germania Schwanheim und dem FC Eddersheim gehörte sicherlich dazu. Mit elf Toren, von denen gleich sieben im ersten Durchgang fielen, gab es an der Schwanheimer Bahnstraße eine Partie zu bestaunen, die ihr Eintrittsgeld wirklich wert gewesen war.

„Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll“, zeigte sich Eddersheims Kapitän Thomas Lindner ratlos nach dem Abpfiff. „In der ersten Halbzeit hatten wir überhaupt keine Ordnung – weder vorne, noch hinten, noch im Mittelfeld. Wir haben als Mannschaft versagt.“

Damit traf der Abwehrchef den Nagel auf dem Kopf. Die wenigen Zuschauer, die es mit den Gästen gehalten hatten, waren wirklich nicht zu beneiden. Nicht nur mussten sie dem Regen trotzen, sondern bekamen zusätzlich von ihrem Team eine Vorstellung geboten, die schon in die Kategorie „unterirdisch“ fiel.

Das muntere Toreschießen begann in der siebten Minute, als dem FC-Kapitän gleich ein doppelter Fauxpas unterlief: Erst schrieb er einen langen Ball schon ab, den Danyal Tekin noch erlief, dann ließ er sich von ihm an der Torauslinie düpieren. Tekin fand anschließend Vladimir Bogdanovic am langen Pfosten – 1:0 aus Sicht der Gastgeber. Beim 2:0 war es umgekehrt: Noch bevor Eddersheim sich schütteln konnte, bediente Bogdanovic diesmal Tekin in der Mitte (8.). Bahri Eyuep schlenzte mit viel Gefühl den Ball zum 3:0 ins lange Eck (13.). Der Distanzschuss von Hendrik Dechert war Ausdruck der Eddersheimer Hilflosigkeit (15.). Und es kam noch schlimmer: Eyuep zirkelte einen Freistoß genau unter die Latte – 4:0 (18.), Tekin erhöhte kurz darauf auf 5:0 (21.). Einzig Niklas Rottenau zeigte mit seinem Tor ein Lebenszeichen der Gäste (27.). Doch mit dem Anstoß erzielte Schwanheim das 6:1 mit einem tollen Spielzug – veredelt von Bogdanovic (28.). Turgay Akbulut bescherte den 2:6-Halbzeitstand (44.).

Akbulut war es auch, der mit seinen schnellem Doppelschlag kurz nach der Halbzeit (53:, 56.) dem Spiel Spannung zurückgegeben hatte. „Das Tempo auch mal rauszunehmen, können wir noch nicht“, sagte Schwanheims Keeper Fabio Begher, der seiner jungen Mannschaft ein absoluter Rückhalt war. Doch nach dem 6:4 sah der Kapitän die richtige Reaktion seiner Vorderleute. Denn Fabian Pfeifer bewies mit seinem traumhaften Freistoßtor nicht nur einmal mehr seine Stärke am ruhendem Ball (76.), sondern zog damit auch einen Strich unter den wichtigen Heimsieg; und letztlich auch dem Klassenverbleib. „Wir haben für unseren Coach gespielt“, sagte Begher über Tomas Pelayo, der nach seiner Sperre aus dem Wörsdorf Spiel wieder lediglich Zaungast sein durfte.

Während Schwanheim den Klassenverbleib feierte, richtete Eddersheim schon den Blick gen naher Zukunft: „In zwei Wochen haben wir ja die Chance auf Revanche“, sagte Lindner über das anstehende Kreispokalfinale.

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