E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 25°C

Handball, Oberliga: Schwerer Weg für Münster

Am Samstag erwarten die Oberliga-Handballer der TSG Münster den TV Kirchzell. Es könnte vorerst das letzte Heimspiel in dieser Liga für den Verein sein.
Als Trainer Thorsten Schmid (links) vor drei Jahren ging, war dies für die TSG Münster mit Stefan Dobhan die letzte ruhige Saison. Foto: Marcel Lorenz (Marcel Lorenz) Als Trainer Thorsten Schmid (links) vor drei Jahren ging, war dies für die TSG Münster mit Stefan Dobhan die letzte ruhige Saison.
Münster. 

Stefan Dobhan hält als Abteilungsleiter schon lange die Fäden in der Hand, allerdings auch oft als Einzelkämpfer mit zu wenig Unterstützung. Keiner kennt besser die Gründe als er, dass es bei der TSG Münster nicht gut läuft. „Wir haben in den vergangenen Jahren viel Substanz verloren. Es ist schwierig, unsere Lage an Neuzugänge zu verkaufen, wenn wir bis zum Saisonende um den Klassenverbleib kämpfen müssen“, berichtet der Abteilungsleiter aus leidvoller Erfahrung, „Spieler würden für die Oberliga zusagen, aber nicht darunter. Zudem werden hohe Aufwandsentschädigungen bezahlt“.

Daher werde der Verein laut Dobhan auf Talente der Region oder den eigenen Nachwuchs setzen, wie es zuletzt bei Jonas Höllebrand und Lars Nickel der Fall war. Beim eigenen Nachwuchs gab es zuletzt eine Lücke. Daher sieht Dobhan eine Chance mit der A-Jugend, die sehr stark besetzt ist und am Wochenende die erste Runde der Bundesliga-Qualifikation spielt. Doch hofft Dobhan auf die Erste Mannschaft, die das Aushängeschild des Vereins ist: „Die Erste Mannschaft harmoniert als Team, aber uns fehlt ein Kopf, wie wir ihn mit Jonas Ulshöfer hatten. Uns war klar, dass es nach dem späten Abgang von ihm eine schwere Saison werden würde.“

Zudem hält Stefan Dobhan an Jens Illner als Trainer fest. „Wir wollen mit ihm weiter zusammenarbeiten, und zwar unabhängig von der Liga“, erklärt der Abteilungsleiter, der natürlich auch weiß, unter welchen Bedingungen der Trainer arbeiten musste. „Ich bin schon lange dabei, aber ich kann mich nicht erinnern, dass einmal in einer Mannschaft zwei wichtige Spieler während einer Saison wegen Blinddarm-Operationen ausgefallen sind“, erklärte Dobhan, „wenn ich dann noch die zwei schweren Verletzungen von Jonas Höllebrand dazu nehme, der sich zu einer echten Verstärkung für die Mannschaft entwickelt hat, und die vielen weiteren Ausfälle, die es gab, dann muss ich schon sagen, dass es uns in dieser Spielzeit besonders hart getroffen hat“.

So blickt Dobhan erst einmal auf den Samstag. „Wir haben in dieser Saison gezeigt, dass wir gegen jeden Gegner mithalten können“, lobt er vor allem die Einstellung der Mannschaft, „daher sehe ich auch die Möglichkeit, dass wir Kirchzell schlagen können. Sicherlich haben wir die Unsicherheit, dass wir nicht wissen, wie motiviert die Gegner unserer Mitkonkurrenten auftreten. Zum Beispiel spielt der TV Hüttenberg am Wochenende gegen den Hünfelder SV. Wenn die Hüttenberger das gewinnen, sind sie gerettet. Da stellt sich die Frage: Wie motiviert sind sie dann noch gegen den TSV Vellmar ?“

Doch er sieht noch einen Trumpf für seine Mannschaft. „Noch ist der Verbleib in der Oberliga realistisch für uns. Wir haben es in der eigenen Hand, vor Vellmar zu bleiben. Doch müssen wir dann hoffen, dass keine hessische Mannschaft aus der 3. Liga absteigen wird. Und auch das kann sich ja noch verzögern, wenn ein hessischer Vertreter als Drittletzter in die Relegation gegen den Abstieg gehen muss“, erläutert Stefan Dobhan.

Auf den Abteilungsleiter und sein Vorstandsteam kommen auch nach der Saison schwere Wochen zu, egal wie die Saison ausgeht. So würde der Abteilung die Saison einer A-Jugend-Bundesliga-Mannschaft etwa 10 000 Euro extra kosten. „Der Verein wird in einer breiteren Öffentlichkeit präsent. Das wollen wir nutzen, um weitere Sponsoren für unsere Handballer zu gewinnen und gleichzeitig unsere Basis weiter zu verbessern. Und man soll außen wieder den Eindruck gewinnen, dass in Münster wieder etwas passiert“, hofft Dobhan.

(vho)

Zur Startseite Mehr aus Main-Taunus-Kreis

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen