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Hessenmeisterschaften: So sehen Tennismeister aus

Der Tennisnachwuchs aus dem Main-Taunus-Kreis ist in der U 14 die Nummer eins in Hessen. Die Mannschaftstitel gingen erneut an Schwalbach und erstmals an Bad Soden.
<span></span> Foto: Hikmet Temizer
Main-Taunus. 

Die Paradejahrgänge 2003 bis 2005 im Tenniskreis Main-Taunus haben wieder zugeschlagen. Ein Jahr nach dem historischen zweifachen Erfolg des TC Schwalbach in der weiblichen und männlichen U 12 gab es in diesem Jahr bei den Hessischen Mannschaftsmeisterschaften erneut doppelten Grund zum Jubel: Die Mädchen des TC Schwalbach verteidigten in der U 14 ihren Titel, während die U14-Junioren des TC Blau-Weiß Bad Soden sich und ihrem Verein den ersten Triumph bei diesem Wettbewerb überhaupt bescherten.

Besonders spannend machten es in der zweiwöchigen Endausscheidung der sechs Bezirksmeister die Jungen aus Bad Soden. Schon die beiden Siege in der Vorrunde gegen SaFo Frankfurt und TEC Darmstadt fielen mit 4:2 knapp aus. Entscheidend war dabei bereits das erste Spiel gegen den insgesamt stärksten Gegner in Frankfurt, bei dem Einzel-Hessenmeister Julius Seifert an Nummer eins, der auch noch in der U 12 spielberechtigte Caan Grüneberg an Nummer zwei und auch das erste Doppel Seifert/Finn Hecken jeweils erst im Match-Tiebreak ihre Spiele gewannen. Geradezu Hitchcock-Charakter hatte das Doppel, bei dem die beiden Bad Sodener nach Satzgewinn mit 6:2 im zweiten Satz sieben Matchbälle vergaben (6:7), um dann im Entscheidungssatz ihrerseits einen Matchball abzuwehren, ehe sie den Gesamtsieg mit 13:11 unter Dach und Fach brachten.

<span></span> Bild-Zoom Foto: Hikmet Temizer

Das Heimspiel gegen Darmstadt war auch nur etwas leichter für die Schützlinge des Trainerteams um den Kronberger Regionalligaspieler Patrick Elias. Wieder gingen drei Spiele in den dritten Satz, in dem diesmal nur Mannschaftsführer Stefan Twietmeyer siegte. Drei der vier Punkte holten seine Teamkollegen in mehr oder weniger deutlichen Zweisatzsiegen.

Damit war die Tür offen zum Landesfinale im Leistungszentrum in Offenbach gegen den TV Buchschlag. Und warum sollte sich ausgerechnet dort in Sachen Spannung etwas ändern? Nach den Einzeln stand es 2:2, wobei wiederum die in der gesamten Saison ungeschlagenen Seifert auf der Spitzenposition und Hecken an Position 3 für die Punkte gesorgt hatten. Grüneberg und Twietmeyer ermöglichten durch Satzgewinne trotz ihrer Dreisatz-Niederlagen ihrem Team die Möglichkeit, über die Zahl der gewonnen Sätze auch bei einem 3:3 Hessenmeister zu werden.

Und so taktierte Bad Soden clever, stellte Seifert mit dem zwei Jahre jüngeren Benedikt Rachor (Jahrgang 2005) ins zweite Doppel. Der Plan ging auf: Während Grüneberg/Hecken gegen die stärksten Buchschlager Spieler 5:7, 1:6 unterlagen, spielten Seifert/Rachor ein cleveres Doppel mit guten Aktionen am Netz und brachten durch ein 6:2, 7:5 den Hessenmeistertitel unter Dach und Fach.

War der Erfolg für die Schwalbacher Juniorinnen um die mehrfache Hessenmeisterin Lilly Pauline Schultz im vergangenen Jahr in der U 12 ein logisches und erwartetes Ergebnis, so war der Erfolg in der U 14 in diesem Jahr zumindest eine kleine Überraschung. Immerhin gehören alle Spielerinnen dem jüngeren Jahrgang 2004 an, die an Nummer vier sehr souveräne Bulgarin Nikol Haralampieva sogar dem Jahrgang 2005.

Auch die Schwalbacherinnen mussten ihr schwerstes Vorrundenspiel gegen den Frankfurter Stadtbezirkmeister SC SaFo überstehen. Zwar war das Ergebnis von 4:2 auf dem Papier knapp, aber die drei Einzelpunkte und der des ersten Doppels Schultz/Rebecca von Schilling resultierten aus deutlichen Zweisatzsiegen. Pech hatte lediglich Alexandra Büchner, die zweimal nach Match-Tiebreak als Verliererin vom Platz musste. Das zweite Vorrundenspiel gegen den TC Ober-Roden wurde für das Team von Trainer Abdi Saleh mit 5:1 zu einer klaren Angelegenheit, der Finaleinzug war zu keiner Zeit gefährdet.

In diesem traf Schwalbach auf Rot-Weiß Gießen. Die in der gesamten Saison im Einzel ungeschlagenen Schultz, von Schilling und Haralampieva siegten jeweils in zwei Sätzen zur 3:1-Führung, so dass ein Doppel zum Gesamtsieg reichte. Und wer sonst als Lilly Pauline Schultz und Rebecca von Schilling hätten für diesen sorgen sollen? Doch die beiden stärksten Gegnerinnen machten ihnen das Gewinnen nicht leicht: Es wurde kurz vor 20 Uhr, ehe der Matchball zum 6:2, 6:4 und zum 4:2-Gesamterfolg verwandelt war.

Der TC Schwalbach, der in diesem Sommer auch zwei hessische Einzeltitel geholt hatte, kommt aus dem Feiern seiner starken Jugendlichen so schnell nicht raus.

(als)
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