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Ju-Jutsu: Stark „gekämpft“ bei den Deutschen Meisterschaften

„Hajime!“ hieß es Mitte Juni für die Ju-Jutsu-Fighter des JC Hofheim bei den Deutschen Meisterschaften in der Nähe von Berlin.
Die Hofheimer Kämpfer durften stolz auf ihre Leistungen bei der DM sein. Die Hofheimer Kämpfer durften stolz auf ihre Leistungen bei der DM sein.
Bernau. 

Dieser Ausruf wird „Haschime“ gesprochen und bedeutet in der japanischen Selbstverteidigungssportart „kämpft“. Und das taten die vier Athleten aus dem Main-Taunus-Kreis auf beeindruckende Art und Weise.

Gelungener Start

Mit einer Gold-, einer Silber-, und einer Bronze-Medaille, sowie Platz sechs in der Teamwertung konnten die Trainer Ernst Golla und Marvin Langheim mehr als zufrieden sein. „Das waren wieder einmal Top-Leistungen von unseren Jungs“, lobte das Übungsleiter-Duo seine Schützlinge Felix Adelsberger, Adrian Mustafa, Robin Teichmann und Henry Schwerdtner.

Das Hofheimer Quartett hatte sich über die Westdeutschen-Meisterschaften für die nationale Endrunde in Bernau qualifiziert. „Direkt zu Beginn des Tages startete die Gewichtsklasse bis 85 Kilogramm“, berichteten Golla und Langheim. Hier traten mit Adelsberger und Mustafa gleich zwei Kämpfer aus dem hiesigen Kreis an. Beide standen sich schon bei den Westdeutschen-Meisterschaften im Finale gegenüber. „Deswegen waren die Hoffnungen auf Hofheimer Medaillen gleich zu Beginn berechtigt“, meinten die Trainer. Beide Main-Taunus-Athleten waren in Topform in die Nähe der deutschen Hauptstadt gereist und stellten ihre Klasse auch auf höchster, nationaler Ebene unter Beweis. Adelsberger, der im vergangenen Jahr noch Deutscher Meister in der Gewichtsklasse -94 kg geworden war, bekam es im ersten Kampf mit dem ehemaligen Bundeskaderathleten Lars Sowa aus Raststatt zu tun. Trotz des schweren Loses gewann er am Ende sehr überzeugend mit 23:13.

Auch seinem Vereinskameraden Mustafa gelang ein überzeugender Einstieg ins Turnier. Er gewann deutlich mit 13:5 gegen Felix Gitter von der KSG Zeitz. Somit zogen beide Hofheimer souverän in die zweite Runde ein, in der sich beide dann schwerer taten. Adelsberger bekam es mit einem sehr guten Bodenkämpfer zu tun, dennoch gewann der im Schlag- und Trittbereich überlegene Adelsberger nach Punkten mit 10:5 und zog ins die Vorschlussrunde ein. Auch Mustafa schaffte das Halbfinale. Bei ihm ging es gegen Phelan Göhrmann noch knapper zu – 8:6. Vor allem ein spektakulärer Konterwurf, mit dem er sein Gegenüber satt auf dem Rücken werfen konnte, blieb im Gedächtnis.

Traumfinale geplatzt

Ein Traumfinale aus Hofheimer Sicht schien nun also auch bei den deutschen Meisterschaften möglich. Allerdings gelang nur Adelsberger der Einzug in den Endkampf. Trotz Schulterverletzung aus dem Halbfinale ließ er sich nicht vom Ziel abbringen und gewann mit 10:5. Mustafa hatte es mit dem sehr erfahrenen Alexander Germer vom JJV Schönebeck zu tun. Dieser spielte seine Routine aus und gewann gegen den beherzt und stark kämpfenden Hofheimer.

Das MTS-Finale war zwar geplatzt. Mustafa konnte aber trotzdem zufrieden sein. Schließlich gewann er in seinem ersten Jahr als Senior im Kampf um Platz drei die Bronze-Medaille. „Klasse, wie Adrian sich präsentiert hat und für seinen hohen Trainingsaufwand endlich mit einer Medaille auf nationaler Ebene belohnt hat“, freuten sich Golla und Langheim.

So konnte Mustafa guten Gewissens den Finalkampf seines Kollegen Adelsberger verfolgen. Dieser hatte mit seiner Schulterverletzung und Gegner Germer vom 1. JJV Schönebeck schwer zu kämpfen, lag wegen Passivität stets zurück und traf mit einer tollen Schlagkombination buchstäblich in letzter Sekunde ins Schwarze – beziehungsweise ins „Goldene“.

Nach diesem tollen Start rückten die U 21-Athleten Teichmann und Schwerdtner in den Fokus. Ersterer konnte sich in der Gewichtsklasse -77 kg nicht auf das Podest vorkämpfen und wurde am Ende Siebter. „Für ihn wäre mehr möglich gewesen, aber leider konnte er seine Klasse in den entscheidenden Kämpfen nicht vollends auf die Matte bringen“, analysierten die Trainer.

Besser lief es dann für Schwerdtner in seinem ersten Jahr in der Altersklasse U 21. Seine Gewichtsklasse -94 kg wurde in einem Poolsystem gekämpft, bei dem er nacheinander gegen alle Kontrahenten antreten musste. Und der Deutsche U 18-Meister aus dem Jahr 2017 ließ mit einer Silbermedaille aufhorchen. Nun habe sich das Hofheimer Ju-Jutsu-Team erst Mal eine kleine Pause verdient, meinten die Trainer. „Im Oktober heißt es dann bei den German Open wieder: ’Hajime’.“

(awo)

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