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Tennis: Starker Einstand von Gina Feistel

Was für ein Debüt von Gina Feistel. Die erst 15-jährige Tennis-Hoffnung aus dem Main-Taunus-Kreis trug im ersten Spiel der Damen-Hessenliga einen nicht unerheblichen Teil zum 6:3-Auftaktsieg von Tennis 65 Eschborn bei.
Gina Feistel leistete ihren Beitrag zum Auftaktsieg der Eschborner in der Hessenliga. Foto: Marcel Lorenz Gina Feistel leistete ihren Beitrag zum Auftaktsieg der Eschborner in der Hessenliga.
Eschborn. 

„Sie hat ihre wesentlich erfahrenere Gegnerin mit mutigem und druckvollem Spiel in den Sätzen zwei und drei wirklich dominiert“, lobte Archibald Pflug das Tennis-Küken nach dem Erfolg gegen Eintracht Frankfurt.

In der ersten Einzelrunde musste der Trainer der Eschbornerinnen mehrere kritische Situationen coachen, ehe eine 2:1-Matchführung zu Buche stand. „Monika Stanikova rief mir schon früh im ersten Satz zu, dass etwas mit ihrem Handgelenk passiert sei“, berichtet Pflug von der Einschränkung seiner slowakischen Nummer vier. Gegen Anna Depenau biss Stanikova mit einem Tape-Verband auf die Zähne und siegte in zwei Sätzen mit 6:2, 7:5.

An Position zwei bekam es Eschborns Kasachin Alex Grinchishina mit Chayenne Ewijk zu tun. Die Niederländerin war in zwei Sätzen die leicht bessere Spielerin und setzte sich mit 6:4, 6:3 durch. „Nach der Verletzungsproblematik bei Monika ging es weiter mit Gina“, erklärte Pflug seine zeitliche Coaching-Abfolge. Die Teenager-Tochter der ehemaligen, polnischen Spitzenspielerin Magdalena Feistel lag in Satz eins mit 1:5 in Rückstand. „Ich habe ihr dann geraten, sich gegen Katharina Stratmann nicht auf lange Ballwechsel einzulassen“, berichtete der Tennis 65-Coach, „dafür ist diese Gegnerin zu erfahren. Gina sollte lieber mehr Risiko nehmen, weil die 31-Jährige an schnelle Bälle nicht so gut herankommt.“ Gesagt, getan, drehte die junge Feistel nach dem 1:6 im ersten Durchgang auf und gewann das Match mit 1:6, 6:3, 6:3. Auch Jil Engelmann hätte das Spitzeneinzel gegen die Russin Yana Sizikova nach einem 1:6-Rückstand durch eine taktische Umstellung fast noch gewonnen. In Durchgang zwei konzentrierte sich Engelmann gegen die aktuelle Nummer 376 der Damen-Weltrangliste mehr auf deren Vorhand. So brachte sie die 23-Jährige aus dem Rhythmus und gewann den zweiten Satz mit 6:4. „Im Dritten hätte sie dann beim Stand von 1:2 ein Break schaffen müssen. Nachdem sie das verpasst hatte, ging der Satz schnell weg“, beschrieb Pflug das 1:6, 6:4, 1:6.

Kurzer Prozess

Da aber der zuvor noch am Handgelenk verletzte Neuzugang Silvia Ambrosio mit Alina Nagel kurzen Prozess machte (6:3, 6:3 an Position drei) und auch Fabienne Gettwart gegen Julia Hacke deutlich triumphierte (6:2, 6:3 gegen Frankfurts Nummer fünf), stand es nach der zweiten Einzelrunde 4:2. Aus Eschborner Sicht fehlte also „nur“ noch ein erfolgreiches Doppel zum Gesamtsieg. „Es war abwechslungsreich und spannend bis zum Schluss und hätte durchaus auch 4:5 gegen uns ausgehen können“, fasste Pflug die entscheidenden drei Matches zusammen. Eschborn hatte auf die Doppel zwei und drei gesetzt und wurde genau an diesen Stellen auch belohnt. Allerdings gingen beide Matches nach gewonnenem ersten und verlorenem zweiten Sätzen erst im Champions-Tiebreaks mit 10:7 an die Hausherrinnen. Gegen die russische Doppel-Spezialistin Sizikova mit Depenau hatten Engelmann und Feistel im ersten Doppel kaum eine Chance – 0:6, 6:3, 6:10. Trotzdem durfte sich die 15-jährige Feistel mit ihren Teamkolleginnen über einen gelungenen Hessenliga-Auftakt freuen.

Die Eintracht hatte am Vortag schon das Frankfurter Derby gegen den SC SaFo II mit 7:2 für sich entschieden. Eschborn war spielfrei und fand gleich gut in die Saison. „Jetzt haben wir am kommenden Doppelspieltag zu Hause gegen Schlusslicht Viernheim erst einen Pflichtsieg vor uns“, blickte Archibald Pflug voraus. Dann fahren die Eschbornerinnen als aktueller Tabellendritter sonntags zum Siebten, TC Seeheim.

Ergebnisse Einzel: Jil Engelmann – Yana Sizikova 1:6, 6:4, 1:6; Alexandra Grinchishina – Chayenne Ewijk4:6, 3:6; Silvia Ambrosio – Alina Nagel 6:3, 6:3; Monika Stanikova – Anna Depenau 6:2, 7:5; Fabienne Gettwart – Julia Hacke 6:2, 6:3; Gina Feistel – Katharina Stratmann 1:6, 6:3, 6:3. Doppel: Engelmann/Feistel – Sizikova/Depenau 0:6, 6:3, 6:10; Grinchishina/Gettwart – Ewijk/Weigl 6:1, 1:6, 10:7; Ambrosio/Stanikova – Nagel/Reisel 7:5, 2:6, 10:7.

Außerdem spielten: Samstag: Eintracht Frankfurt – SC SaFo Ffm II 7:2, TC Bad Homburg – TC Viernheim 9:0, THC Hanau – Wiesbadener THC 3:6, TC Olympia Lorsch – TC Seeheim 6:3. Sonntag: Wiesbadener THC – TC Olympia Lorsch 5:4, SC SaFo Ffm II – TC Bad Homburg 3:6, TC Viernheim – THC Hanau 3:6.

Tabelle: 1. TC Bad Homburg 4:0 Punkte/15:3 Matches, 2. Wiesbadener THC 4:0/11:7; 3. Tennis 65 Eschborn 2:0/6:3; 4. Eintracht Frankfurt 2:2/10:8/24:18 Sätze, 5. TC Olympia Lorsch 2:2/10:8/22:18, 6. THC Hanau 2:2/9:9, 7. TC Seeheim 0:2/3:6, 8. SC SaFo Ffm II 0:4/5:13, 9. TC Viernheim 0:4/3:15.

(awo)

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