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16. HK-Kreisstadt-Lauf: Strahlender Sieger, viele Gewinner

Von Fast 1500 Läufer und knapp 200 Walker feiern beim 16. HK-Kreisstadt-Lauf. Darunter der Kenianer Elisha Rotich, der bei seiner Premiere in 33:08 Minuten nicht zu schlagen war.
Ein imposantes Bild: Das Feld der Läufer beim Anstieg auf der Elisabethenstraße. Foto: Reuß Ein imposantes Bild: Das Feld der Läufer beim Anstieg auf der Elisabethenstraße. Foto: Reuß
Höchst/Hofheim. 

Eigentlich kommen die Läufer aus Afrika auf Einladung von Manager Alexander Hempel stets nur zu Trainingszwecken in den Main-Taunus-Kreis, verleihen dem Lauf internationales Flair und spulen die zehn Kilometer mehr oder weniger schnell herunter, um dann wieder abzureisen. Der 24-jährige Kenianer Elisha Rotich hatte aber schon auf der Strecke von Hofheim bis auf den Höchster Schlossplatz sichtlich Spaß. Die gute Organisation, das Engagement der Läufer, Helfer und Sponsoren, das der Leberecht-Stiftung einen Erlös von mehr als 23 000 Euro bescherte, die zahlreichen Zuschauer und Fans des Laufs, die an der Strecke für Stimmung sorgten, und die gut gelaunten und fairen Mitläufer hatten den Afrikaner in ihren Bann gezogen.

Bilderstrecke Mehr als 1600 starteten beim Höchster Kreisstadtlauf
Die Laufbegeisterten hatte lange auf diesen Tag hin gefiebert: Am 29. Mai 2014 fiel der Startschuss für die 16. Auflage des Kreisstadtlaufs von Hofheim nach Höchst. Mehr als 1.600 Läuferinnen und Läufer gingen an den Start, um die 10-Kilometer-Strecke zu bewältigen. FNP.de zeigt Bilder von der Rennstrecke. Mit Fotos von Reuß (195) und Lorenz (49)1.603 Meldungen lagen für den Hauptlauf vor. Die Meldegebühren kommen der Leberecht-Stiftung zugute. Deutlich mehr als 20.000 Euro sind so zusammengekommen.

Gemeinsam mit fast 1500 anderen Teilnehmern war der Langstrecken-Spezialist am Hofheimer Untertor gestartet – und nach 33:08 Minuten schon wieder auf dem Schlossplatz angekommen. Auch seine Landsfrau Naomy Chebonei, wie Rotich für die BSG Autohaus Luft laufend, war im Ziel die Schnellste. Sie gewann die Frauenwertung in 38:21 Minuten mit 45 Sekunden Vorsprung vor Hanna Rühl von Spiridon Frankfurt.

 

Früh abgesetzt

 

Elisha Rotich wurde die Elisabethenstraße hinauf und auf der Zeilsheimer Straße in Richtung der Krifteler Erdbeerfelder von Patrick Raabe begleitet. Der Läufer aus Bargteheide bei Hamburg konnte dem Gast aus Afrika aber nur drei Kilometer lang folgen und wurde danach von Fabian Fiedler aus Bad Kreuznach, dem Wiesbadener Heiko Özaykut und dem jungen Lokalmatadoren Jasper Püschel aus Flörsheim eingeholt. Am Ende landete der Norddeutsche in genau 35 Minuten auf Platz neun.

Die anderen Verfolger hatten sich ihre Kräfte besser eingeteilt, wurden auf den letzten sechs Kilometern ihren eigenen Eindrücken zufolge aber trotzdem zum Spielball des überlegenen Kenianers. Während sich die zweit- und drittplatzierten Fabian Fiedler (33:15) und Heiko Özaykut (33:21) in Alt-Zeilsheim mühten, um an ihrem afrikanischen Kontrahenten dranzubleiben, rannte dieser den beiden wie selbstverständlich auf dem Feldweg zwischen Zeilsheim und Höchst davon, um seinen Vorsprung im Industriepark weiter auszubauen. „Es war eine schöne Strecke. Ein bisschen auf und ab. Das habe ich gerne“, kommentierte Elisha Rotich erfreut den Lauf.

 

„Habe auf sie gewartet“

 

Sieger Elisha Rotich Bild-Zoom
Sieger Elisha Rotich

Für Fiedler, der sich ab Kilometer sieben immer weiter von Özaykut absetzen konnte und als Zweiter nur sieben Sekunden nach Rotich auf dem Schlossplatz ankam, hatte es „die Strecke ganz schön in sich“. Die drei Bestplatzierten sammelten sich nach ihrer Ankunft an der Getränkeausgabe und besprachen bei bester Stimmung die Geschehnisse auf der Strecke. „Ich habe auf sie gewartet. Als sie aber nicht kamen, bin ich alleine ins Ziel gelaufen“, bestätigte Rotich die Eindrücke seiner Mitläufer. Was dem Kenianer aufgrund seiner ökonomischer arbeitenden Muskulatur wie ein Spiel vorkam, war für Fiedler und Özaykut harte Arbeit. „Wir sind einen Tag vor dem Lauf gemeinsam schon fünf Kilometer gerannt. Mein Ziel, unter 33 Minuten zu laufen, habe ich aber leider nicht geschafft“, bedauerte Özaykut.

 

Keine Wurst

 

Siegerin Naomy Chebonei Bild-Zoom
Siegerin Naomy Chebonei

Elisha Rotich war mit seiner Zeit von 33:08 Minuten zwar „zufrieden“, erklärte aber auch, dass er die zehn Kilometer wesentlich schneller laufen könne. „29 oder 28 Minuten sind eigentlich kein Problem“, meinte der 24-Jährige. Auch wenn ihn die ausgelassene Stimmung auf dem Höchster Schlossplatz beinahe dazu verleitet hätte, in guter Gesellschaft eine Wurst zu essen und ein Bierchen zu trinken, verzichtete der Langstreckenläufer dann doch lieber. „Das passt nicht in meinen Trainingsplan. Ich möchte ein Champion werden und muss dafür hart trainieren. In Kenia ist Laufen unser Leben. Ich laufe nicht nur für mich, sondern auch für meine Familie“, berichtete Rotich. Beim 16.HK-Kreisstadt-Lauf war der Kenianer der Sieger und durfte sich für seine Leistung in Höchst feiern lassen. Er lobte aber auch seine Mitkonkurrenten: „Hier waren schon einige gute Leute dabei,“

Landrat Michael Cyriax (links) und Reinhard Kuckert (Frankfurter Volksbank) gaben die Startschüsse. Bild-Zoom
Landrat Michael Cyriax (links) und Reinhard Kuckert (Frankfurter Volksbank) gaben die Startschüsse.

Neben Fiedler, Özaykut und dem Wiesbadener Fenner Collis (4./33:44 min.), durften sich aber auch der junge Jasper Püschel als bester Main-Taunus-Läufer, Tim Lipecki aus Hochheim oder auch Paolo und Sohn Claudio De Benedictis als Gewinner fühlen. Sie haben die Läufer aus dem Kreis ganz prima vertreten und zeigten vor allem nach dem Lauf beim Essen, Trinken und Feiern auf dem Höchster Schlossplatz im Vergleich zu den Kenianern die wesentlich bessere Ausdauer.

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Alle Artikel finden Sie in unserem Dossier zum HK-Kreisstadtlauf.

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