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Svenja Greunke setzt aus

Die 23-jährige Führungsspielerin bei den Rhein-Main Baskets plagt sich immer noch mit ihrer Fußverletzung, die sie sich vor einem halben Jahr bei der Natio- nalmannschaft zugezogen hatte. Trotzdem absolvierte sie sechs Bundesliga-Spiele in der Hinrunde. Dabei half sie ihrem Team mit 32 Punkten und 29 Re- bounds, zumindest die wichtigen Spiele zu gewinnen, um nicht in die Abstiegszone zu rutschen.
Svenja Greunke hat sich in den Dienst der Mannschaft gestellt, aber nun hilft ihr nur noch eine Pause.	Foto: Postl Svenja Greunke hat sich in den Dienst der Mannschaft gestellt, aber nun hilft ihr nur noch eine Pause. Foto: Postl
Main-Taunus. 

Beim 71:69-Sieg in Freiburg absolvierte Svenja Greunke ihr letztes Spiel in diesem Jahr für die Mannschaft von Trainer Steffen Brockmann und wird eine sechswöchige Reha-Pause beginnen. Vor dem Heimspiel in der Hofheimer Brühlwiesenhalle gegen die BV Wölfenbüttel Wildcats (Sonntag, 15.30 Uhr) unterhielt sich Kreisblatt-Mitarbeiter Alexander Wolf mit der Flügelspielerin über die Gesamtsituation bei der Spielgemeinschaft aus Langen und Hofheim.

Erklären Sie uns bitte den Stand der Dinge, was Ihre Verletzung angeht, und den ungewöhnlichen Zeitpunkt zwei Spieltage vor der Winterpause, zu dem Ihre Reha-Pause beginnt.

SVENJA GREUNKE: Ich habe schon vor vier bis fünf Wochen mit den Ärzten über meinen Fuß gesprochen. Die haben damals von einer sofortigen Pause gesprochen. Deswegen haben wir nun gesagt, dass ich den November noch spiele und ab Dezember pausiere, wenn nur das Heimspiel gegen Wolfenbüttel und die Partie gegen Wasserburg anstehen, in denen wir sowieso keine Punkte eingeplant haben. Generell war das mit meinem Fuß nie richtig gut in der bisherigen Saison. Ich habe es zwar immer wieder probiert, sinnvoll ist nun aber nur die Pause. Wir versuchen es noch mal ohne Operation. Bei den sechs Wochen Pause weiß man aber trotzdem nicht, ob das die Lösung ist. Es steht für mich nun erstmal viel Physiotherapie – bestimmt zwei bis drei Mal die Woche – an. Dabei will ich Stabilität und Kraft aufbauen. Beim Basketball hat man oft Fehlbelastungen, da muss man gegenarbeiten. Außerdem werde ich schwimmen für die Ausdauer. In der Halle habe ich bis auf die Spiele ja sowieso nicht wirklich gestanden. Dass ich in der bisherigen Saison nur zu den Spielen auf dem Parkett stand, war nur eine Kompromiss-, aber keine Dauerlösung.

Trotz Ihrer und auch der Anstrengungen Ihrer Mitspielerinnen liefen die bisherigen neun Spiele nicht berauschend. Wie können Sie den Saisonverlauf erklären?

GREUNKE: Ein großer Teil der Begründung ist sicherlich unser Verletzungspech (Neben Greunke plagten oder plagen sich auch Francis Pieczynski und Nelli Dietrich mit langwierigen Verletzungen herum; Anm. d. Red.). Wenn wir schon in der Vorbereitung komplett gewesen wären, hätte es so ähnlich oder sogar besser laufen können als in der letzten Saison. Vom Potenzial her hat es die Mannschaft auf jeden Fall drauf. Es ist aber natürlich einfacher, wenn keiner etwas von dir erwartet. In diesem Jahr war das schon schwerer. Wir haben aber alle genug Erfahrung, um nach einer mittelmäßigen Hinrunde in der zweiten Hälfte der Saison wieder so erfolgreich zu spielen, wie es im letzten Jahr passiert ist.

Zurück zu Ihrem persönlichen Karriereverlauf. Haben Sie sich schon über Ihre Ambitionen bei der Nationalmannschaft Gedanken gemacht?

GREUNKE: Im Prinzip habe ich mich auch in den Jahren vorher, in denen ich in die Nationalmannschaft berufen wurde, während der Saison nicht mit dem Thema beschäftigt. Du spielst einfach deine Saison und wirst vom Bundestrainer angerufen oder nicht. Im Sommer gilt es außerdem immer noch, die organisatorischen Sachen wie Uni usw. zu regeln. Im Moment hängt auch diesbezüglich alles von meinem Fuß ab. Ich hoffe, dass es bis zum Sommer reicht, weiß aber auch, dass, wenn man ein halbes Jahr weg war, es seine Zeit dauert, bis man wieder die Alte ist.

Nun kommt am kommenden Sonntag Wölfenbüttel in die Hofheimer Brühlwiesenhalle. Was können Sie über diesen Gegner sagen?

GREUNKE: Sie sind letztes Jahr Deutscher Meister geworden und haben sich personell, sagen wir mal, nicht verschlechtert. Dieses Jahr verlief für sie trotzdem durchwachsen. Nach dem Sieg gegen Wasserburg muss man aber sagen, dass sie wohl in der Saison angekommen sind.

Wie werden und können Sie Ihr Team ab 15.30 Uhr unterstützen?

GREUNKE: Mehr könnte ich die Mädels natürlich unterstützen, wenn ich auf dem Parkett stehen könnte. Das würde der Mannschaft mehr helfen und mir natürlich auch mehr Spaß machen. Trotzdem gibt es auch Dinge, die man von draußen besser sieht, die kann ich dann von der Bank aus ansprechen. Es geht um positive Stimmung. Es hilft ja keinem, wenn verletzte Spielerinnen draußen sitzen und beleidigt sind. Das Team geht vor. Wie gesagt: Wichtig ist auch am Sonntag die positive Stimmung in der Mannschaft.

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