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Staufel-Lauf: Veranstalter des Skiclubs Kelkheim kämpfen um Teilnehmer

Tolles Sommerwetter, eine landschaftlich wunderschöne anspruchsvolle Strecke, gute Organisation, zufriedene Sportler. Alles hat gepasst beim 3. Staufenlauf – nur die Zahl der Teilnehmer lässt zu wünschen übrig.
Sie trotzten der Wärme: Die Läufer gingen beim Staufenlauf auf die Strecken. Foto: Marcel Lorenz Sie trotzten der Wärme: Die Läufer gingen beim Staufenlauf auf die Strecken.
Kelkheim. 

Der Organisationschef des Kelkheimer Skiclubs, Michael Herrenleben, hatte mit 200 Läufern und Walkern beim 3. Staufenlauf gerechnet. Nur 138, 28 weniger als im vergangenen Jahr, waren gekommen, und Herrenleben meinte etwas ratlos: „Weit und breit keine Laufveranstaltung, bis auf den Mainz-Marathon. Und da können doch nicht alle hingerannt sein.“

Aber Herrenleben und sein rund 45 Personen starkes Helferteam wollen nicht aufgeben. Selbstbewusst sagt er: „Viele haben leider den schönsten Lauf in der Gegend verpasst. Irgendwann knacken wir die Teilnehmerzahl von 200.“

Als die Cracks, die sich die 22 Kilometer vorgenommen hatten, in die zweite Runde gingen, bilanzierten die Schnellsten über 11 Kilometer bereits ihr Rennen. Mit deutlichem Vorsprung gewann der 26 Jahre alte Bastian Dominic Stahl aus Oberursel, der im Trikot von „hbreaking1“ nach 43:29 Minuten ins Ziel oberhalb des Kelkheimer Schwimmbades kam. Er war erstmals dabei, lief von Anfang an vorne und lobte die Strecke „als echte Herausforderung“. Zweimal musste er anhalten, weil die Streckenmarkierung aus seiner Sicht nicht deutlich angebracht war.

Als mehr als drei Minuten später nach 46:20 Minuten der 51 Jahre alte Markus Reppert aus Wiesbaden, der für das Firmenteam Valentin startet, fragte der Sieger: „Wie geht es dir?“ „Schlechter als dir“, lautete Repperts Antwort, der bei den bisherigen drei Staufenläufen einmal Erster, einmal Zweiter und einmal Dritter war. „Jetzt kann ich eigentlich aufhören“, sagte er und fügte schmunzelnd hinzu: „Früher wussten die jungen Schnellen offenbar nicht, dass es diesen Lauf gibt.“

Dritter wurde Andreas Velte vom Team Optik Velte Liederbach in 48:25 Minuten, der in Fischbach wohnt und erstmals beim Staufenlauf dabei war. Er war genauso begeistert wie der Vierte Sebastian Meyer (49:02), der gerade aus Bayern nach Hofheim gezogen ist und sagte: „Eine geile Strecke, bergig wie daheim in Passau.“

Schnellste Frau über 11 Kilometer war bei ihrer Premiere Petra El Alami von der LG Bad Soden/Sulzbach/Neuenhain in 52:28 Minuten vor Tatjana Euler vom SC Hassia Dieburg (53:47) und Miriam Mattheus von der TSG Altenhain (59:49).

Die Siegerin Petra El Alami, die in Kelkheim wohnt, schwärmte „von der anspruchsvollen Strecke und den tollen Blicken, zum Beispiel vom Kaisertempel auf Eppstein“.

Sieger über 22 Kilometer wurde bei den Männern Yannik Engelhardt von „Passtschon98“ in 1:47:50 Stunden vor Pascal Adamec (TSG Eppstein/1:49:48) und Joachim Menz. Schnellste Frau über 22 Kilometer war Friederike Junge in 1:56:08 Stunden vor Wiebke Ruhm in 2:07:53 und Astrid Janz (Team SKC Deutsche Bank/2:07:59).

Für einen bunten Tupfer beim Staufenlauf sorgten die 17 Walkerinnen und Walker. Bei der Warm-UP-Gymnastik mit Anna Kaiser machten die Frauen eifrig mit, während die Männer aus einigen Metern Entfernung zuschauten. Als Erste ins Ziel kamen dann nach 10 Kilometern die Herren Bas Innemee (1:15:16 Stunden) und Edwin Schneider (1:15:56) und Hans Joachim Beer vom Skiclub Kelkheim (1:25:31).

Viel Spaß hatten die flotten Damen der privaten Freizeit-Sportgruppe „Zaggische Meedscher“ aus Kelkheim, die sich regelmäßig zum Training trifft und gerne beim Staufenlauf dabei ist. Constanza Reiss, Heidi Biemer, Katharina von Roy, Nicole Gellrich-Kühn und Christiane Horn kamen gemeinsam nach 1:38:18 Stunden quietschvergnügt ins Ziel und zeigten, dass der Begriff „zaggisch“ im Namen absolut richtig ist.

(mir)

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