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14. Mainuferlauf: Mosaiksteinchen auf dem Weg nach Mainz

Kaum als ganz einsamer Sieger mit mehr als siebeneinhalb Minuten Vorsprung im Ziel, richtet Demeke Wosene auch schon wieder den Blick nach vorn – zum 6. Mai.
Die Nummer 1: Demeke Wosene (LG Rüsselsheim). Bilder > Foto: Uwe Kramer Die Nummer 1: Demeke Wosene (LG Rüsselsheim).
Rüsselsheim. 

Bei besten Wetterbedingungen mit Sonnenschein und Temperaturen um die 20-Grad-Marke ging am Freitagabend die bereits 14. Auflage des Mainuferlaufs in Rüsselsheim über die Bühne. Wobei diese Aussage so nicht ganz zutrifft. Am Abend bildeten lediglich der 5- und 10-km-Lauf der Erwachsenen den krönenden Abschluss. Bereits im Tagesverlauf waren über 2000 Schüler in diversen Wettbewerben am Start gewesen.

Deutlich familiärer gestaltete sich dann schließlich das Teilnehmerfeld des 5- und 10-km-Laufs. 108 Sportler konnten die Organisatoren von der LG Rüsselsheim im Ziel begrüßen. „Mit der Resonanz sind wir sehr zufrieden. Es gab nochmals einige Nachmeldungen“, freute sich LG-Organisationsleiter Peter Schmit. „Dafür war bestimmt das gute Wetter verantwortlich“, schmunzelt er, der mit seinem Team von rund 70 Helfern wieder einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung sicherstellte.

Eigentlich schade, dass nicht mehr Läufer/innen den Kurs mit Start und Ziel am Festplatz in Angriff nahmen. Schaut man in der Historie etwas weiter zurück so waren im Jahr 2012 auch schon einmal über 250 Teilnehmer bei den Erwachsenenläufen am Abend am Start. Heuer waren es weniger als die Hälfte. „Wir hatten durch den Hessentag im vergangenen Jahr mit dem Mainuferlauf pausiert, da fällt der Wiedereinstieg vielleicht nun auch etwas schwieriger“, so Peter Schmit, der dennoch für die Zukunft nicht allzu schwarz sieht und am bewährten Konzept mit dem Streckenverlauf entlang des Mains gen Raunheim und wieder zurück zum Ausgangspunkt am Festplatz festhalten möchte.

„In den Anfangsjahren sind wir noch über die Mainbrücke nach Flörsheim gelaufen. Das war organisatorisch wesentlich schwieriger“, gibt Schmit diesbezüglich zu bedenken, der nun durch den deutlich vereinfachten Streckenverlauf mit nur acht Streckenposten auskommt.

Das alles dürfte Demeke Wosene wenig interessiert haben. Der 28-jährige Äthiopier eilte im Trikot der LG Rüsselsheim in flotten 31:40 Minuten souverän zum Sieg auf der 10-km-Distanz (wir berichteten aktuell). Dennoch hat Wosene gerade mit dem Mainuferlauf eine ganz besondere Verbindung. Nachdem er Ende 2015 als Flüchtling nach Deutschland und schließlich nach Rüsselsheim kam, war der Mainuferlauf im April 2016 sein erster Lauf für die LG Rüsselsheim. Seit nunmehr zweieinhalb Jahren ist Markus Dangmann sein Trainer und Mentor.

Am Freitagabend wies Wosene die Konkurrenz um mehr als siebeneinhalb Minuten (!) in die Schranken. Doch für den LG-Athleten war der Rüsselsheimer Lauf nur ein kleiner Mosaikstein bei seinem derzeit ambitionierten Vorhaben: Am 6. Mai möchte der gebürtige Äthiopier den Gutenberg Marathon in Mainz gewinnen. Sein Ziel: eine Zeit um 2:18 Stunden. Bis zu 200 Trainingskilometer in der Woche hat er zuletzt absolviert.

Bei den Frauen setzte sich auf der 10-km-Strecke ebenfalls eine Lokalmatadorin durch: Annette Neiß (TuS Rüsselsheim) in 43:52 Minuten. Flott ging es auch an der Spitze des 5-km-Laufs zu: Bztihun Tsagaw – ebenfalls ein hoffnungsvolles Talent der LG Rüsselsheim – gewann in 16:33 Minuten. Bei den Frauen sicherte sich Pauline Seitz vom TV Waldstraße Wiesbaden in 21:04 min. den Sieg.

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