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Fußball-Kreisoberliga: Schiedsrichter Bagdatli im Kreuzfeuer der Kritik

Es war das allererste KOL-Derby zwischen dem SV Dersim und dem VfR – zu Ende war die Rüsselsheimer Auseinandersetzung erst nach 112 Minuten.
Achtung, Hintermann: Can Celikkol (VfR Rüsselsheim, li.) spürt den Atem des heranstürmenden Ilias Benazza (Dersim Rüsselsheim). Foto: Uwe Kramer Achtung, Hintermann: Can Celikkol (VfR Rüsselsheim, li.) spürt den Atem des heranstürmenden Ilias Benazza (Dersim Rüsselsheim).
Rüsselsheim. 

Das war knapp: Mit 3:2 (0:0) setzte sich im Rüsselsheimer Nachbarschaftsduell Titelaspirant SV Dersim mit 3:2 (0:0) gegen Neuling VfR durch. „Der Sieg geht dennoch in Ordnung“, bilanzierte Theo Simeonakis, Sportlicher Leiter des ehemaligen Gruppenligisten.

Im Mittelpunkt der Partie stand Schiedsrichter Kadir Bagdatli (Wiesbaden). „Der mit Abstand schlechteste Akteur der Begegnung“ fand Simeonakis deutliche Worte. Wenig begeistert äußerte sich ebenso wenig VfR-Coach Oliver Süss: „Er hat das Spiel entschieden.“

Die Verantwortlichen des Aufsteigers sahen sich vom Leiter der Partie spielentscheidend benachteiligt. Vor allem, dass viele Fouls der Hausherren ungeahndet geblieben seien, ärgerten Süss – auch dass der Referee keinen Mut für unpopuläre Maßnahmen aufgebracht habe.

In einer nur mäßigen ersten Halbzeit vor nur 200 Zuschauern verpasste Ilias Benazza (40.) das 1:0 der Hausherren. Süss dagegen trauerte einer Großchance für Serdar Erdinc (23.) nach, die zum 0:1 hätte führen können. Obwohl die Rasenspieler noch ersatzgeplagt waren, zeigten sie einen guten Spielaufbau.

Da bei Dersim Oktay Bulut (kurzfristig beruflich bedingt in New York) und Antonio Pascali ausfielen, fehlten der Mannschaft von Ecevit Balaban die Ideengeber, so dass die Mannschaft meist mit langen Bällen operierte. Unterschiedlich bewerteten beide Seiten den Spielausgang. Während die Gastgeber ihren Erfolg (nach 112 Minuten!) als ungefährdet ansahen, hätte Süss ein Remis als gerechter empfunden.

SV Dersim Rüsselsheim: Savic – Takiya, Arici, Yildirim, Lombardo, Frenkos, Benazza (46. Büyükyildirim), Schäfer, Eren, Steingötter, Penz. – VfR Rüsselsheim: Pino, Karabulut, Demir, Güven, Demirel, Celebi, Bouhlou, Erdinc, Can Celikkol (80. Arrouj), Tezcan (65. Yüksel), Göretas.

Tore: 1:0 Arici (54.), 1:1 Göretas (56.), 2:1 Frenkos (67.), 3:1 Schäfer (75.), 3:2 Karabulut (90+6.). – SR: Bagdatli (Wiesbaden), – Zuschauer: 200.

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