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Kreisoberliga Friedberg: 0:15 – Und Torwart Spiteler war noch der beste Kaichener

Dass der Tabellenführer gestern seine Führung weiter ausbauen konnte und ebenfalls seit gestern einen neuen Hauptverfolger hat, rückte angesichts des Ergebnisses in Karben in den Hintergrund.
Symbolbild Symbolbild
Friedberg. 

Durch einen 2:0-Erfolg bei Aufsteiger TSV Ostheim vergrößerte der Türk. SV Bad Nauheim seinen Vorsprung in der Fußball-Kreisoberliga Friedberg auf acht Punkte. Neuer Tabellenzweiter und damit erster Verfolger des Türkischen SV ist seit gestern der FC Olympia Fauerbach (5:1-Sieg bei TSG Ober-Wöllstadt), der ja im Sommer zusammen mit Bad Nauheim aus der Gruppenliga abgestiegen war. Schlusslicht FC Kaichen präsentierte sich beim FC Karben gestern wie ein sicherer Absteiger und ging mit 0:15 unter.

Abgesagt wegen Unbespielbarkeit des Platzes wurde die Partie SV Steinfurth – SV Nieder-Weisel. In Bruchenbrücken waren Gastgeber SVB und der SV Gronau bereits spielbereit, als der Referee den Platz für unbespielbar erklärte.

VfB Petterweil – SG Dorn-Assenheim/Weckesheim 4:2 (1:1): Der VfB setzte sich am Samstag dank eines spielerischen Plus in diesem Kellerduell verdientermaßen gegen kampfstarke Gäste durch. Gianluca Campagna hatte in der 39. Minute ein Zuspiel von Abdelkarim Laaroubi zum 1:0 verwertet. Nach einem zu kurz geratenen Befreiungsschlag des VfB glich allerdings schon kurz darauf Benjamin Lock – aus abseitsverdächtiger Position – zum 1:1 aus (43.). Per Doppelschlag zum 3:1 durch Benjamin Shakoory (55.) und Campagna (60.) schien der VfB die Siegweichen dann gestellt zu haben, aber Marcel Kempf machte es mit einem 30-m-Lupfer zum 3:2 (65.) wieder spannend – bis Eric Weber zum 4:2 (71.) traf. Gelb-Rot nach Handspiel sah VfB-Spielertrainer Christian Balzer (75.).

FV Bad Vilbel II – SV Staden 4:3 (2:2): Von einem hochverdienten Sieg sprach Bad Vilbels Trainer Kenan Kovacevic: „Zumal wir eigentlich noch einen Strafstoß nach Foul an Krystian Palcewski hätten zugesprochen bekommen müssen – der Pfiff blieb aber aus.“ Mann des Tages war Hakan Kilic, der mit drei Treffern zum Matchwinner des FV avancierte. Tore: 0:1 (3.) Marcel Pfaff, 1:1 (11.) Kilic (gütige Mithilfe von Stadens Keeper Kevin Langer), 2:1 (38.) H. Kilic, 2:2 (45.) Marcel Wörner, 3:2 (62.) H. Kilic, 3:3 (81.) Kevin Scheller, 4:3 (90.+3) Emir Kirci (der FV-Joker traf per 22-m-Freistoß genau in den Torwinkel).

SV Gronau – SV Nieder-Wöllstadt 1:2 (1:1): Am Sieg des Tabellenfünften gab es nichts zu deuteln – wenn auch die Gastgeber durch Gino Wirth die erste Tormöglichkeit der Partie hatten (10.), an Keeper Tim Zink jedoch scheiterten. Nach einem Fehler von Gronaus Schlussmann Hegenauer war Mevla Yigit zur Stelle und köpfte zum 0:1 (20.) ein. Aber nur drei Minuten später glich Francisco Morgese nach Freistoßvorlage von Kevin Müller zum 1:1 (23.) aus. Die frühzeitige Entscheidung führte für die Gäste in der 50. Minute Felix Wagner herbei, der nach Vorarbeit von Mario de Oliveira Neto mit einem von Christian Merten noch leicht abgefälschten Schuss zum 1:2-Endstand erfolgreich war.

FC Karben – FC Kaichen 15:0 (4:0): „Mit fehlen die Worte“, rang Kaichens Pressesprecher Boris Vetter nach dem Schlusspfiff um Fassung. Die vielen Personalsorgen wollte er für die Rekordschlappe aber nicht gelten lassen: „Da war wirklich jeder Schuss ein Treffer.“ Derweil meinte Javier Pato Otero, der zusammen mit Harez Habib das Karbener Trainergespann bildet: „Wir haben schon ganz gut gespielt, spätestens nach dem 4:0 war bei unserem gegner die Luft raus. Solche Tage gibt’s.“ Er selnst konnte sich zu seinen ehemaligen Kasseler Zeiten an einen 24:1-Sieg mit der B-Jugend des KSV Hessen Kassel erinnern.

„Wir haben einen Sahnetag erwischt, alles hat gepasst“, fügte Harez Habib hinzu. Ob Vetter, Pato Otero oder Habib: Einig waren sich die drei darin, dass sie Torwart Daniel Spiteler als besten Kaichener ausgemacht hatten. „Ohne ihn wären es mehr als 20 Tore geworden.“

Torfolge: 1:0 (6.) Erkan Gök (Vorarbeit Sven Schnierle), 2:0 (16.) Tim Hohn (per Kopf nach Gök-Flanke), 3:0 (17.) Schnierle (Zuspiel Gök), 4:0 (45.) Gök (per Volleyabnahme im Fallen nach Johns Kopfballvorlage), 5:0 (51.) Christian Scheel, 6:0 (54./FE) Gök (Foul an Scheel), 7:0 (59.) Moritz Feiler (nach doppeltem Doppelpass), 8:0 (62.) Gök (Zweimannsolo), 9:0 (68.) Harez Habib (aus 20 m), 10:0 (72.) Schnierle (Querpass Hohn), 11:0 (73.) Gök (Strafraum-Slalom), 12:0 (76./FE) Scheel, 13:0 (78.) Hohn (Lupfer), 14:0 (80.) Scheel, 15:0 (88.) Schnierle (per Freistoß).

TSG Ober-Wöllstadt – FC Olympia Fauerbach 1:5 (0:1): Die Gastgeber wurden gestern eiskalt erwischt und kassierten schon in der 7. Minute das 0:1 durch Tarik Tosunoglu, der nach einer Ecke mit dem Kopf zur Stelle war. Menzel und Schusterschitz vergaben vor der Pause den Ausgleich. Stattdessen erhöhte Tarik Tosunoglu mit einer exakten Kopie des 0:1 das 0:2 (57.). Damit war die Vorentscheidung zugunsten der Olympianer gefallen, die dann durch Andreas Baufeldt (60./82.) und Cristian Bodea (65.) auf 0:5 davonzogen. Erst in der 88. Minute gelang Lars Menzel aus 16 Metern der Wöllstädter Ehrentreffer.

TSV Ostheim – Türk. SV Bad Nauheim 0:2 (0:2): Michael Belke, Ostheims Fußballboss, brachte die Partie auf den Punkt: „Bad Nauheim hat einen Jake Hirst – wir nicht.“ In der Tat, wieder einmal entschied Hirst eine Partie ganz alleine, die laut Belke von etlichen Nickeligkeiten der Gäste geprägt war. Ostheims Henning Noll vergab die erste Chance im Spiel, als er einen Freistoß in der 15. Minute knapp vorbei setzte. Neun Minuten später wurde dann auf der Gegenseite eine Ecke von Arif Karakoc unzureichend abgewehrt. Karakoc kam erneut an den Ball, seine Flanke köpfte Hirst zum 0:1 ein. Auch das 0:2 (43.) war Hirsts Machwerk, der mit einem genau ins Dreieck gezirkelten Freistoß zugleich sein 30. Saisontor erzielte. Letzter Aufreger der Partie: die Ampelkarte für Gästespieler Ömer Yigit, der bei einer Diskussion mit Schiedsrichter Bingmer den Kürzeren zog. gg

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