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Eishockey: Bad Nauheims Rote Teufel sind in labiler Verfassung

Drei Gegentore binnen 5:39 Minuten zu Beginn des zweiten Abschnitts konnten die Roten Teufel gegen Kaufbeuren nicht mehr wettmachen.
Symbolisch: Bad Nauheims Nico Kolb am Boden, Kaufbeurens Markus Lillich obenauf. Foto: A. Chuc (https://chuc.de) Symbolisch: Bad Nauheims Nico Kolb am Boden, Kaufbeurens Markus Lillich obenauf.
Bad Nauheim. 

Der EC Bad Nauheim lebt sich im Tabellenkeller der Deutschen Eishockey-Liga 2 offenbar so langsam ein. Mit 3:5 (2:1, 0:3, 1:1) unterlagen die Roten Teufel am Dienstagabend vor 1488 Zuschauern im Colonel-Knight-Stadion dem ESV Kaufbeuren und mussten sich im Anschluss erstmals vereinzelte Pfiffe gefallen lassen.

Das grundsätzliche Engagement mag man der Mannschaft von Trainer Christof Kreutzer nicht einmal absprechen, doch zeigten das Aufbaupass-Fehlpass-Festival vor allem im Schlussabschnitt sowie die schnellen Gegentore zu Drittelbeginn in welch labiler Verfassung sich die Hessen nach dem Fehlstart mental befinden. Einzig die späten Powerplay-Situationen (teils doppelte Überzahl) brachten überraschend noch einmal Spannung in eine von Kaufbeuren ab dem zweiten Abschnitt kontrollierte Partie.

„Wir haben viel investiert und nie aufgegeben. Unterm Strich hätten wir mehr aus unseren Möglichkeiten – gerade im ersten Abschnitt – machen müssen“, resümierte Kreutzer nach der fünften Niederlage im siebten Spiel und erinnerte an die wirklich guten ersten 20 Minuten, in denen Bad Nauheim nach der 2:1-Führung einfach nicht hatte nachlegen können. Sein Kollege Andreas Brockmann sprach von einem „verdienten Rückstand zur ersten Pause, da wollten wir nach früher Führung zu viel verwalten.“ Dann aber „hat jeder gesehen, was wir uns vorgenommen haben.“

Die Allgäuer hatten gleich ein Quartett zu ersetzen (Schütz, Billich, Schäffler, Oppolzer), Bad Nauheim wiederum begann mit acht Verteidigern (leicht veränderte Pärchen) und zwölf Stürmern, wobei früh auf drei Angriffreihen und am Ende sieben Defender umgestellt wurde. Die zuletzt kritisierten Leistungsträger sollten so in die Verantwortung gedrängt werden, und letztlich trafen die Sylvester-Brüder Dustin und Cody sowie Andrej Bires, also die komplette erste Reihe. Dafür blieben anderen Reihen diesmal blass, konnten nicht unterstützen. Auf der Gegenseite überzeugten der zweifache Torschütze Branden Gracel und Sami Blomquist. Zudem traf Florin Ketterer für den ESVK.

Der Tag der Roten Teufel passte irgendwie zur derzeitigen sportlichen Situation. Zunächst meldete sich Förderlizenzkeeper Florian Proske krankheitsbedingt ab, so dass am Nachmittag eilig Hendrik Hane als Mann für die Bank aus Düsseldorf geholt wurde. Dann führte gleich der erste Zweikampf zu einer Hinausstellung (13 Sekunden) und der erste und obendrein abgefälschte Schuss zum frühen Rückstand (38 Sekunden). Den konnte Bad Nauheim erstaunlich gut wegstecken und drehte sogar die Partie (2:1/12.).

Für den Aufreger sorgt das Unparteiischen-Duo Sascha Westrich/Markus Brill beim Stand von 2:3 aus Sicht der Gastgeber. Bad Nauheim spielte in Unterzahl als Dustin Sylvester abseits des Spielgeschehens mit einem Blind-Side-Hit aus dem Spiel genommen wurde und Kaufbeuren die anschließende Konfusion nutzte, um auf den Vorsprung auszubauen (25.). Die Einsicht, das rüde Einsteigen übersehen zu haben, kam seitens der Referee im Anschluss zu spät. Kaufbeuren hatte damit zwei seiner ersten vier Powerplay-Situationen wegweisend genutzt.

Bad Nauheim gelang bei allem Bemühungen nun erschreckend wenig, bekam durch drei Hinausstellungen der Gäste in den letzten sieben Minuten aber eine letzte Chance, vielleicht doch die Partie wenden zu können. Schon vier Minuten vor Schluss nahm Kreutzer zeitweise den Torwart zugunsten eines Feldspielers zum Eis. Letztlich fiel der Treffer zum 3:4 aber zu spät (58:03).

Tore: 0:1 (1.) Gracel (5-4), 1:1 (7.) Bires (Woidtke, Dustin Sylvester), 2:1 (12.) Dustin Sylvester (Bires, Cody Sylvester), 2:2 (21.) Gracel, 2:3 (25.) Blomquist (Saarinen), 2:4 (26.) Ketterer (Eichinger, Laaksonen – 5-4), 3:4 (59.) Cody Sylvester (Bires, Krestan – 5-4), 3:5 (60.) Laaksonen (Saarinen, Blomquist – Empty-Net). – Schiedsrichter: Westrich/Brill. – Strafminuten: Bad Nauheim: 10, Kaufbeuren 10. – Zuschauer: 1488.

(mn)

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