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Fußball: Blau-Gelb Friedberg provoziert Spielabbruch

Im Schmiergeld- und Wettskandal des chinesischen Fußballs sind vier bekannte Schiedsrichter zu hohen Haftstrafen verurteilt worden (Symbolbild). Im Schmiergeld- und Wettskandal des chinesischen Fußballs sind vier bekannte Schiedsrichter zu hohen Haftstrafen verurteilt worden (Symbolbild).
Friedberg. 

An dieses Spiel wird sich Fußball-Schiedsrichterin Natalie Busse (Florstadt) gewiss noch lange erinnern. Und für Blau-Gelb Friedberg dürfte es vor dem Rechtsausschuss noch zu einem Nachspiel mit unliebsamen Folgen kommen. Was war geschehen?

Im Spiel der Kreisliga C Friedberg Süd waren am Sonntag zwischen dem Tabellenzehnten PSV Blau-Gelb und Spitzenreiter SG Dorn-Assenheim/Weckesheim II 86 Minuten gespielt. Zu diesem Zeitpunkt lagen die „Buntigen“, wie die Spieler von Blau-Gelb genannt werden, überraschend mit 2:1 (1:1) vorne. Aus dem 0:1 (15.) durch Benjamin Krätschmer hatten Patrik Stranczyk (19.) und Qorane Hassan Abdi (81.) eine 2:1-Führung für die Friedberger gemacht.

Die 86. Minute lief auf dem Friedberger Burgfeld, als ein Dorn-Assenheim/Weckesheimer Freistoß in den Friedberger Strafraum segelte. Patrik Stranczyk (Friedberg) und Gästespieler Lars Kempf (Dorn-Assenheim/Weckesheim) stiegen zum Kopfball hoch. Dabei habe, so Klaus Hofmann, Vorstandsmitglied des KSV Weckesheim, Stranczyk Gegenspieler Kempf mit dem Ellenbogen am Hinterkopf getroffen. Kempf ging daraufhin im Strafraum zu Boden und Schiedsrichterin Natalie Busse entschied – unter energischen Protesten seitens Blau-Gelb – auf Elfmeter.

Benjamin Krätschmer schnappte sich den Ball und platzierte ihn auf den Elfmeterpunkt. Zum Anlaufen, geschweige denn zur Ausführung des Strafstoßes kam er jedoch nicht. Ein Spieler des PSV Blau-Gelb war zum Ball gelaufen und trat ihn vom Elfmeterpunkt weg. Derweil sich im Blau-Gelb-Lager die Beschimpfungen auf die Unparteiische kaprizierten, einen zunehmend rüderen Ton erhielten und bald nicht mehr in den druckreifen Bereich fielen. „Bis Blau-Gelb-Trainer Reiner Grau seine Mannschaft geschlossen vom Platz holte“, erlebte Klaus Hofmann als Augenzeuge mit. Der Elfmeter konnte somit nicht mehr ausgeführt werden.

Daraufhin beendete Schiedsrichterin Natalie Busse, die brisanterweise vor einigen Jahren noch als Spielleiterin für Blau-Gelb Friedberg aktiv war, die Partie – Spielabbruch! Dass dann am Abend im Ergebnisportal „fussball.de“ zunächst für einige Zeit bei der Partie Blau-Gelb Friedberg – SG Dorn-Assenheim/Weckesheim II an der betreffenden Stelle 2:1 zu lesen war und nicht „Abbruch“, lag daran, dass man Schiedsrichterin Busse im Anschluss an die Partie keinen Zugang zum entsprechenden Computer gewährt hatte.

Obendrein sei ihre Schiedsrichter-Quittung zerknüllt in einen Papierkorb geworfen worden – und Einsatzspesen habe man der Spielleiterin obendrein auch noch verweigert. Natalie Busse kündigte ob des von Blau-Gelb Friedberg verursachten Spielabbruchs einen Sonderbericht an. Arbeit für den Rechtsausschuss . . . gg

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