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Eishocky: EC Bad Nauheim macht im Heimspiel auf das Thema Brustkrebs aufmerksam

Erst der Meister, dann der Aufsteiger. Kontrastreicher könnte das Wochenend-Programm des EC Bad Nauheim in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) 2 kaum sein.
Bad Nauheims Goalie Hendrik Hane stand beim Erfolg in Frankfurt oft im Blickpunkt. Das dürfte heute Abend in Bietigheim wohl nicht anders sein. Foto: pressehaus/kessler (bild pressehaus) Bad Nauheims Goalie Hendrik Hane stand beim Erfolg in Frankfurt oft im Blickpunkt. Das dürfte heute Abend in Bietigheim wohl nicht anders sein.
Bad Nauheim. 

Am heutigen Freitag (20 Uhr) gastiert die Mannschaft von Trainer Christof Kreutzer bei den Bietigheim Steelers, am Sonntag (18.30 Uhr) kommt der Deggendorfer SC ins Colonel-Knight-Stadion. Das Heimspiel gegen den Aufsteiger steht unter dem Motto „Pink Racket Game“. Im Rahmen des Brustkrebsmonats Oktober wollen die Roten Teufel auf diese Erkrankung aufmerksam machen.

Wie ist die Ausgangslage bei den Roten Teufeln? Nach fünf Spielen in neun Tagen bis zum letzten Sonntag wurde in dieser Woche etwas kürzer getreten, um die kleineren Wehwehchen auszukurieren. Am Donnerstagmittag fehlte dann lediglich Torwart Jan Guryca (krank). Dafür war Hendrik Hane aus Düsseldorf angereist. Der 18-jährige Förderlizenzspieler hatte am Dienstag das Tor der U20-Nationalmannschaft beim 5:2 im Testspiel beim Oberligisten Essen gehütet und dürfte zumindest am Freitag das Spiel in Bietigheim bestreiten. Auf Grund der Herbstferien in Nordrhein-Westfalen soll Hane den Roten Teufeln in den kommenden beiden Wochen zur Verfügung stehen. Kein Thema in den nächsten drei Wochen ist hingegen ein Einsatz von Johannes Huß. Der Förderlizenz-Verteidiger hat sich eine Muskelverletzung zugezogen.

„Man darf jetzt nicht den Fehler machen, nach Siegen gegen Frankfurt und Ravensburg alle anderen Klubs als Fallobst zu betrachten. Wir können nur Erfolg haben, wenn wir in jedem Spiel unsere beste Leistung abrufen; Woche für Wochen, in jedem Spiel“, sagt Matthias Baldys, der Sportliche Leiter, mit Blick auf das Wochenende.

Warum wird die Charity-Aktion gezielt mit Verteidiger Jannik Woidtke beworben? Woidtke hat im familiären Umfeld Erfahrungen mit der Erkrankung gemacht. „Meine Tante hat Brustkrebs. Und auch bei zwei sehr guten Freunden wurde eine Krebserkrankung diagnostiziert“, erklärt der 27-Jährige. „Ich bin sehr froh, was wir einen Spieltag zu diesem Thema gestalten und hoffentlich große Aufmerksamkeit erzeugen können.“ Der Erlös aus Tombola sowie der Versteigerung der Trikots kommt dem Verein Brustkrebs Deutschland sowie dem Brustzentrum Bad Nauheim zugute. Jährlich erkranken rund 70 000 Menschen an Brustkrebs, darunter auch rund ein Prozent Männer.

Wiedersehen mit Proske

Bietigheim – und das Wiedersehen mit Florian Proske: In der Vorwoche hatte Florian Proske noch in der Kabine des EC Bad Nauheim gesessen. Heute steht er im Aufgebot von Gegner Bietigheim. Die Steelers kompensieren mit dem Förderlizenzkeeper aus Nürnberg den Ausfall von Ilya Sharipov. Ob Proske spielt oder als Stellvertreter von Sinisa Martinovic auf der Bank sitzt, ist offen. Die Steelers, Zweitliga-Meister der Jahre 2009, 2013, 2015 und 2018, haben sich nach missglücktem Start und zwischenzeitlich vier Niederlagen in Serie erholt. Mit einem Sechs-Punkte-Wochenende gegen Bad Tölz und Heilbronn wurde der aufkommenden Diskussion um Trainer Hugo Boisvert (erste Chefcoach-Station) etwas die Schärfe genommen. Trotz des angekündigten Umbruchs wurde ein Großteil der Meistermannschaft gehalten, darunter Topstars wie Matt McKnight, Frederik Cabana oder Marcus Sommerfeld.

Viele DEL-Einsätze

Deggendorf – Aufsteiger mit Erfahrung aus fast 1500 DEL-Spielen: Ein Aufsteiger gilt traditionell als Außenseiter. Allerdings: Der Schlittschuhclub aus Niederbayern kommt mit der Erfahrung von fast 1500 DEL-Einsätzen (zum Vergleich: Bad Nauheim 1235 Spiele). Rene Röthke (729 Partien) und Christoph Gawlik (500 Spiele) vereinen hier den Großteil der Spiele. Ein knüppelhartes Auftaktprogramm, unter anderem mit Spielen gegen Bietigheim, Frankfurt, Ravensburg, Kassel und die Überraschungsmannschaft aus der Lausitz, hat den Neuling schnell ans Tabellenende gespült. Zuletzt wurden in den Spielen gegen Bayreuth und in Freiburg aber die ersten Zähler eingefahren. Kurz vor Saisonbeginn hat der DSC mit der Verpflichtung von Justin Kelly, dem einstigen DEL 2-Spieler des Jahres, auf sich aufmerksam gemacht.

(mn)

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