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2. Tennis-Bundesliga: TC Bad Vilbel macht sein Meisterstück

Tennis (Symbolbild: dpa) Tennis (Symbolbild: dpa)
Bad Vilbel. 

Der Jubel in der Kurstadt war riesig. Als Neuling in der 2. Tennis-Bundesliga mit dem bescheidenen Ziel Klassenerhalt angetreten, feierten die Damen des TC Bad Vilbel am vorletzten Spieltag vorzeitig den Aufstieg in die 1. Bundesliga. Für Trainer Larry Cooper ist es die Rückkehr ins Oberhaus. 1994 erlebte er die Bundesliga mit dem TC RW Neu-Isenburg. Das Team um Meike Babel errang 1997 die Deutsche Vizemeisterschaft, bevor es aus finanziellen Gründen aus der Liga abgemeldet wurde. Um die Deutsche Meisterschaft wird Bad Vilbel sicher nicht mitspielen, finanziell soll aber der Aufstieg unter die sieben besten Mannschaften Deutschlands gesichert sein.

Sportlich steht dem Aufstieg seit Sonntag auch nichts im Wege. Als einzige ungeschlagene Mannschaft liegt der TC Bad Vilbel vor dem letzten Match gegen den Tabellenzweiten BW Dresden Blasewitz mit fünf Siegen uneinholbar vorne. Das starke Team aus der sächsischen Hauptstadt startete in die Runde ohne einige Leistungsträgerinnen und dadurch mit zwei Niederlagen.

Die Voraussetzungen für das Match bei BW Vaihingen waren alles andere als rosig. Spitzenspielerin Georgia Brescia meldete sich einen Tag nach ihrer Halbfinal-Niederlage beim 25 000-Dollar-Turnier in Padua krank, musste auch das ebenfalls mit 25 000 Dollar dotierte Turnier in Klosters (Schweiz) absagen. Zudem fehlte Mara Guth, an Position sechs sonst eine Bank. Die 14-Jährige spielte parallel das Junioren-Weltranglistenturnier in Offenbach, wo sie gegen 16- bis 18-jährige renommierte Gegnerinnen sensationell das Halbfinale erreichte.

Dafür feierten zwei Spielerinnen ihre Saisonpremiere: Jule Niemeier (18) und Zoe Schmidt (17). Schmidt brachte ihr Team gegen Vivien Kutacova mit druckvollen Schlägen souverän in Führung. Der Sieg war umso beachtlicher, als dass die junge Spielerin am Vorabend beim Abi-Ball feierte und ohne viel Schlaf schon früh mit der Mannschaft gen Stuttgart aufbrechen musste. Noch souveräner entledigte sich ihrer Aufgabe Julia Terzyiska.

Dann glich der Gegner dank der Siege ihrer Spitzenspielerinnen aus. Die an Position zwei zu hoch spielende 16-jährige Naomi Cheong fand viel zu spät heraus, was sie hätte tun müssen, um die starke Italienerin Corinna Dentoni zu gefährden. Chancenlos war auch die Bulgarin Isabella Shinikova gegen die routinierte Russin Alona Fomina. Niemeier machte mit Steffi Bachofer kurzen Prozess. „Sehr druckvoll und konzentriert“, lobte Cooper.

Mit Spannung wurde das letzte Match verfolgt. Die in Frankreich geborene, in Frankfurt aufgewachsene Inasse Hamouti, im letzten Jahr noch beim TC Bad Vilbel, hielt in den langen Ballwechseln gut mit, das bessere Ende hatte aber meistens Energiebündel Miriam Siljic, die ihrem Team die 4:2-Führung nach den Einzeln sicherte.

Dies ermöglichte Cooper eine taktische Aufstellung der Doppel. Cheong/Schmidt sorgten als drittes Paar schnell für den siegbringenden fünften Punkt. Als Zugabe gewannen Niemeier/Terzyiska noch den Thriller gegen Bachofer/Wörle-Scheller 6:7 (6:8), 6:4, 12:10. löf

BW Vaihingen/Rohr – TC Bad Vilbel 3:6. – Alona Fomina – Isabella Shinikova 6:0, 6:2, Corinna Dentoni – Naomi Cheong 6:1, 6:3, Steffi Bachofer – Jule Niemeier 2:6, 1:6, Kathrin Wörle-Scheller – Julia Terziyska 2:6, 3:6, Inasse Hamouti – Miriam Siljic 2:6, 3:6, Vivien Kutacova – Zoe Schmidt 4:6, 1:6, Fomina/Dentoni – Shinikova/Siljic 6:1, 6:1, Bachofer/Wörle-Scheller – Niemeier/Terziyska 7:6, 4:6, 10:12, Hamouti/Kutacova – Cheong/Schmidt 2:6, 4:6.

Weitere Ergebnisse: BW Dresden Blasewitz – TSC Mainz 5:4, TC Großhesselohe München – GW Luitpoldpark München 7:2. – Tabelle: 1. Bad Vilbel 10:0 Tabellenpunkte, 33:12 Matchpunkte, 2. Dresden 6:4, 27:18, 3. Luitpoldpark 6:4, 24:21, 4. Iphitos München 6:4, 21:24, 5. Mainz 4:6, 21:24, 6. Großhesselohe 2:8, 17:28, 7. Vaihingen 2:10, 19:35.

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