E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 17°C

Fußball: Tsiakalos: „Woche für Woche Fortschritte“

Aller Anfang ist schwer. Was sich oftmals so leicht dahinsagen lässt, trifft im Fall des VfB Friedberg absolut zu. Für Trainer Tsiakalos allerdings keine Überraschung. Zumal er bei seinem Team aufsteigende Tendenz sieht.
Auch sein Name steht auf der Ausfallsliste von Antonios Tsiakalos: Tanyel Fedler (VfB Friedberg, li.). Foto: Christian Klein ( FotoKlein) Auch sein Name steht auf der Ausfallsliste von Antonios Tsiakalos: Tanyel Fedler (VfB Friedberg, li.).
Friedberg. 

Drei Spiele, null Punkte: Nach 180 abgewickelten Saisonminuten steht der VfB Friedberg in der Fußball-Kreisoberliga Friedberg auf einem Abstiegsrang – nur wenige Wochen, nachdem die Kreisstädter ja gerade erst in ihrem zweiten Jahr Zugehörigkeit zur Guppenliga Frankfurt/West das Klassenziel verfehlt hatten und in den sauren Apfel des Abstiegs beißen mussten.

Der schlechte Start ohne Punkte und mit erst zwei erzielten Toren kommt für VfB-Trainer Antonios Tsiakalos aber nicht unerwartet: „Schließlich ist uns mit Salih Yasaroglu und Waldemar Patzwald ein 80-Tore-Duo weggebrochen.“ Um ganz präzise zu sein, sind es 72 Treffer, die das zum Türk. SV Bad Nauheim (Yasaroglu) und SKV Beienheim (Patzwald) abgewanderte Knipser-Tandem für den VfB Friedberg in den zwei zurückliegenden Spielzeiten erzielt hat.

Torjäger reißen Lücke

Im ersten Gruppenliga-Jahr (Saison 2016/17) nach dem Aufstieg aus der KOL trafen Yasaroglu 23 und Patzwald 17 Mal – zusammengenommen 40 Treffer der insgesamt 59 erzielten Tore für den VfB, der die Runde dann auf einem ausgezeichneten sechsten Platz abschloss. Das zweite Gruppenliga-Jahr (2017/18) ging dann mit 19 Yasaroglu- und 13 Patzwald-Toren in die Statistik ein – allerdings auch mit insgesamt 57 erzielten Friedberger Toren und dem Abstieg in die Kreisoberliga.

„Die Mannschaft braucht natürlich Zeit, um die Abgänge der beiden in etwa zu kompensieren“, sagt Tsiakalos. Dominique Waré, seine neue und künftige Topspitze, habe zuletzt bei der 1:2-Niederlage in Ober-Wöllstadt „super gespielt, jedoch vier Hundertprozentige nicht verwerten können“, so der VfB-Coach. Mit David Meier verfüge noch ein weiterer Offensivmann über gute Ansätze, sei aber nach langer Pause wegen muskulärer Probleme noch am Aufholen – und weilt zur Zeit zudem in Urlaub.

Das zweite Problemfeld beschäftigt sich mit der Position zwischen den Pfosten. Dort beklagt Tsiakalos fehlende Konstanz. Gökhan Cirak, die etatmäßige Nummer eins, fällt wegen einer Hüftoperation noch länger aus. Tsiakalos’ Schätzungen tendieren in Richtung fünf, sechs Wochen. Marco Kaestle wiederum stehe beruflich bedingt – als selbstständiger Tennislehrer – kann ebenso nicht durchweg spielen. Und die ebenfalls mit Torwarthandschuhen ausgestatteten Christopher Jakobs sowie Ali Kheder müssen sich laut Tsiakalos „erst noch ans KOL-Niveau heranarbeiten“. Drum halte man bei den Burgfeldmannen, was die Positionen im Angriff und Tor betrifft, „weiterhin die Augen und Ohren offen“.

Der Saisoneinstieg mit drei Niederlagen habe sein Team „komplett verunsichert“, wie Tsiakalos sagt. „Dabei machen wir aber Woche für Woche Fortschritte. beim 0:3 in Nieder-Wöllstadt spielten wir eine super erste Halbzeit, beim 1:2 gegen die SG Rodheim begünstigten individuelle Fehler eine unnötige 1:2-Niederlage und in Ober-Wöllstadt hätten wir zur Pause 4:0 führen können, geraten aber durch einen Freistoß wie aus heiterem Himmel mit 0:1 in Rückstand.“

„Das leichteste Spiel“

Tsiakalos ist sich sicher: „Wir werden das schon in den Griff bekommen. Uns war klar, dass wir uns nach dem Abstieg und den damit einhergehenden Abgängen erst mal finden müssen und schwer starten würden. Zumal in unserem recht kleinen Kader jeder Ausfall wehtut.“ Am Saisonziel, den Spaß am Fußball zurückzugewinnen und mit dem Abstiegskampf möglichst nichts zu tun zu bekommen“, hält „Toni“ Tsiakalos unverändert fest.

Ob seine Mannschaft den Teufelskreis der Punktlosigkeit ausgerechnet am morgigen Freitag durchbrechen kann, bleibt abzuwarten. Schließlich gastiert um 20 Uhr mit dem FC Karben der Tabellenzweite und Titelfavorit schlechthin auf dem Friedberger Burgfeld. „Das wird für uns das leichteste Spiel der Saison“, sagt Tsiakalos, „gegen Karben haben wir überhaupt nichts zu verlieren.“

Tsiakalos’ Ausfallsliste hat sich gegenüber der Vorwoche allerdings noch um zwei Namen verlängert: Neben Gökhan Cirak, Tanyel Fedler, David Meier, Janos Schmidt, Ilja Tezkow und Yavuz Özisli fallen nun auch noch Michael Schäfer (Urlaub) und Maker Al Towaity (erkrankt) aus.

Antonios Tsiakalos gab für den anstehenden KOL-Spieltag folgende Tipps ab: TSV Ostheim – SV Nieder-Weisel (heute, 19 Uhr) 2:1, VfB Friedberg – FC Karben (Freitag, 20.00) 1:1, FC Ober-Rosbach – SV Bruchenbrücken (Freitag, 20.15) 2:0, FV Bad Vilbel II – SC Dortelweil II (Sonntag, 13.00) 0:2, SV Staden – SV Steinfurth 1:1, KSG 1920 Groß-Karben – Türk Gücü Friedberg II 0:2, SV Nieder-Wöllstadt – SG Rodheim 1:1, SV Gronau – TSG Ober-Wöllstadt (alle So., 15.00) 3:1. gg

Zur Startseite Mehr aus Wetterau/Main-Kinzig

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen