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150 neue Tümpel in Nordhessen: Gelbbauchunke vermehrt sich wieder

Es gibt wieder mehr Gelbbauchunken. Foto: Peter Steffen/Archiv Es gibt wieder mehr Gelbbauchunken. Foto: Peter Steffen/Archiv
Kassel. 

Die selten gewordene Gelbbauchunke vermehrt sich in Nordhessen wieder. Forscher der Universität Kassel hatten seit 2011 vor allem im mittleren Fuldatal 150 Laichtümpel angelegt und auf einigen Weiden am Fluss den natürlichen Wasserhaushalt wiederhergestellt, so dass sie zeitweise überflutet sind. Zu Beginn des Projekts 2011 seien 34 ausgewachsene Gelbbauchunken gefunden worden, 2013 seien es 155 Tiere gewesen, teilte die Hochschule am Mittwoch mit.

«Da die Gelbbauchunke als sogenannte Leitart gilt, führt das gleichzeitig dazu, dass sich auch andere Arten hier wieder heimisch fühlen», sagte Projektkoordinator Claus Neubeck laut Mitteilung. Was für den kleinen Froschlurch gut sei, gefalle auch anderen bedrohten Arten, etwa Kreuzkröten oder Libellen. Vogelarten wie der Weißstorch und die Bekassine wiederum profitierten vom vermehrten Nahrungsangebot.

Gelbbauchunken leben in kleinen Tümpeln und Pfützen, vor allem in den Auen naturnaher Flüsse und Bäche. Die wenige Zentimeter großen Tiere waren nach Angaben der Forscher früher in Deutschland weit verbreitet. Weil aber immer mehr Feuchtgebiete trocken gelegt und den Fließgewässern ihre natürliche Dynamik genommen wurde, gelte die Art heute als stark gefährdet. In Nordhessen sei sie vom Aussterben bedroht.

(dpa)
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