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Ball des Sports: 1500 Gäste feierten mit Spitzenathleten

Von Gäste aus Sport, Politik und Wirtschaft kamen beim „Ball des Sports“ im neuen Rhein-Main-Congress-Centrum von Wiesbaden zusammen. Dabei gab der Ministerpräsident eine Zusage, ruderte aber wieder zurück.
Schwimmerin Franziska van Almsick (links), Gewichtheber Matthias Steiner und seine Frau Inge gehörten zu den Gästen beim Ball des Sports. Foto: Thomas Frey Schwimmerin Franziska van Almsick (links), Gewichtheber Matthias Steiner und seine Frau Inge gehörten zu den Gästen beim Ball des Sports.
Wiesbaden. 

In der Regel schauen Sportler nach vorne – auf die nächsten großen Aufgaben und Herausforderungen. Doch Franziska van Almsick, Deutschlands einst beliebtester Badenixe, war an diesem Abend des „Ball des Sports“, der für die Stiftung Deutsche Sporthilfe den wichtigsten im Jahr darstellt, nach anderem zumute. Sie wolle erst einmal nur „Danke“ sagen, betonte die mal wieder ein wenig gehetzt, weil zu spät zur Begrüßung am roten Teppich gekommene stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der Organisation, die seit mehr als 50 Jahren Athleten auf ihrem langen und oft steinigen Karriereweg unterstützt. Und zwar all den Förderern, ohne die diese Arbeit nicht möglich wäre und die in dem halben Jahrhundert mehr als 400 Millionen Euro zusammengetragen haben.

Heidemanns letztes Duell

Viele von diesen hatten sich am Samstag unter die etwa 1500 Gäste gemischt, die im offiziell noch nicht eröffneten neuen Rhein-Main-Congress-Center von Wiesbaden zusammen mit zahlreichen Topsportlern in die Morgenstunden hinein feierten und dabei beim einstündigen Mitternachtskonzert von „Revolverheld“ den Neubau zum bedenklichen Beben brachten. Fecht-Olympiasiegerin Britta Heidemann, die sich mit einem Showduell gegen ihren Trainer Manfred Kaspar offiziell von der Planche verabschiedete, wurde nicht müde, die Kulisse als ihre liebgewonnene große Sportfamilie zu rühmen. Verzichten muss die Verwandtschaft aber nicht auf die 35-Jährige, die sich für ihren „Entnabelungsprozess“ eineinhalb passive Jahre Zeit genommen hatte. Sie wolle ihren Sport mehr in der Gesellschaft etablieren, erklärte die Degenspezialistin. Denn dieser habe durchaus „Sexappeal“. Doch die fließend Mandarin sprechende Funktionärin wird sich als Mitglied der Athletenkommission des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), des Präsidiums des Deutschen Olympischen Sportbundes und des Aufsichtsrates des 1. FC Köln auch für andere Bereiche stark machen.

Annäherungsmöglichkeiten boten sich in den folgenden Stunden zuhauf. Denn da die große Halle des neuen Gebäudekomplexes, die die Sporthilfe ab 2019 wieder für ihre Belange nutzen will, noch nicht fertig ist und entsprechend weniger Raum als in den alten Rhein-Main-Hallen zur Verfügung stand, wurde es zwischen Cocktailbar, Johann-Lafer-Lounge und diversen Möglichkeiten zum sportlichen Selbstversuch beim Bogenschießen oder Bobanschieben immer wieder eng und kuschelig.

Auch an den Tischen beim Galadiner rückten Weltmeister und Unternehmer gerne zusammen, um, anders als in den vielen laufbahnlosen Stadien Deutschlands und wohl demnächst auch in Berlin, der Elite der Leichtathleten Platz zu schaffen.

In einer aufwendigen Inszenierung machten Speerwurf-Olympiasieger Thomas Röhler und seine Kollegen Lust auf die Heim-Europameisterschaft im August in der Hauptstadt. Die Turnerinnen um Weltmeisterin Pauline Schäfer demonstrierten, wie gut sie mittlerweile das ehemalige Angstgerät Schwebebalken beherrschen.

Finanzspritze ist sicher

Bundesinnenminister Thomas de Maizière, der wie der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (beide CDU) von Bundeskanzlerin Angela Merkel kurzzeitigen Freigang von den laufenden Koalitionsgesprächen erhalten hatte, inspirierte dies zu dem vollmundigen Versprechen, in Zukunft mehr Geld für den Spitzensport zur Verfügung stellen zu wollen. Allerdings ruderte der 64-Jährige noch vor seinem Eröffnungstanz mit Bahnrad-Olympiasiegerin Kristina Vogel wieder zurück und erklärte, dass dies keine leichtes Unterfangen sei.

Franziska van Almsick wird dennoch genau zugehört haben. Doch egal, welche Signale es in Zukunft aus der neuen Regierung geben wird – einer Finanzspritze darf sich die 39-Jährige schon jetzt sicher sein: Auch nach diesem „Ball des Sports“ sollte die Sporthilfe mal wieder um eine Dreiviertelmillion reicher sein.

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