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Wintersportler freuen sich: 18 Zentimeter Pulverschnee

Von Zum Abfahren: Der Schneefall der vergangenen Tage verspricht in den hessischen Wintersport-Regionen regen Besucherandrang. Und das am letzten Ferien-Wochenende.
Foto: Pieren In Oberreifenberg bevölkern hunderte Wintersportler, vornehmlich Rodler, den Pechberg samt wiedereröffnetem Skilift.
Frankfurt. 

Ein Blick aus der Rhein-Main-Ebene hinauf zum Frankfurter Hausberg genügt: der Große Feldberg trägt deutlich sichtbar eine weiße Pudelmütze. Die Niederschläge bei knackigen Frostgraden haben aber nicht nur dem Taunus ordentliche bis gute Wintersport-Bedingungen beschert.

Auf dem Feldberg-Plateau tummelten sich bereits in der Woche hunderte Erholungssuchende und nutzten die zehn Zentimeter dicke Pulverschneeschicht für Rodelspaß. Alle Parkplätze auf dem Gipfel waren schnell belegt. Auch am Wochenende wird sich ein Fußmarsch von den Parkplätzen entlang der L 3024 zwischen Sandplacken und Rotem Kreuz nicht vermeiden lassen.

Bilderstrecke Schneezauber und Schlittenspaß auf dem Großen Feldberg
Väterchen Frost hat das Hessenland fest im Griff. Unterdessen zeigt sich der Winter auf dem Großen Feldberg im Taunus von seiner charmantesten Seite: Er verzaubert die Landschaft in ein Schneeparadies für Groß und Klein. Wir haben die Fotos!

<br><br>Bunte Farbtupfer im Schnee: Nelly, Lea, Lea und Alina hatten ihren Spaß.So einen SnowScooter wie Bruder Fynn will Lucie aus Frankfurt auch bald haben.Tourenski im Taunus: Rita und Dirk Schmiedel aus Steinfischbach haben von Niederreifenberg aus auf Skiern den Feldberg erklommen.

Noch besser ist die Fahrt mit dem Feldberg-Bus der Linie 57, der auch an der Rodelwiese am Pechberg (Haltestelle Siegfriedsiedlung) hält. Dieser Bus fährt am Wochenende stündlich ab der Endhaltestelle der U 3 in Oberursel-Hohemark und hält auch am Sandplacken. Skispaß ist aber nur am Pechberg möglich, wo der Skilift in Betrieb ist. Nähere Informationen gibt es im Internet unter www.taunus.info.

Mit dem Zug zu erreichen

Das hessische Wintersport Eldorado in Willingen ist seit vergangenem Jahr wieder von Frankfurt aus mit dem Zug erreichbar. In drei Stunden erreicht man mit Regionalbahnen und einmaligem Umsteigen in Marburg alle zwei Stunden den hessischen Wintersportort im Hessischen Upland.

Vierzehn Liftanlagen – darunter auch die Gondelbahn hinauf zum Ettelsberg – sind geöffnet. Dank Schneekanonen sind auf allen Pisten bis zu 30 Zentimeter gebundener Neuschnee garantiert.

Mit weiterem Neuschnee könnten am Wochenende alle Lifte in Betrieb sein. „In Willingen bieten wir sogar täglich jeweils von 18.30 bis 21.45 Uhr Skifahren bei Flutlicht an“, sagt Jörg Wilke, der Sprecher der Skiliftgemeinschaft.

Am gestrigen Freitag war zwar nur eine der 17 Loipen gespurt. Doch das kann sich am Wochenende durch den angekündigten Neuschnee schnell ändern. Aktuelle Infos und auch zahlreiche Webcams gibt’s im Internet unter www.willingen.de. Am Samstagabend und in der Nacht zum Sonntag muss mit neuen Schneefällen gerechnet werden. Ab Dienstag werde es dann nasskalt in Hessen, wie der Wetterdienst in Offenbach vorhersagt.

Wintersport ist natürlich auch in der traumhaften Naturlandschaft der Rhön möglich. Wegen der laufenden Ferien und des Feiertags in Bayern herrschte auf der Wasserkuppe, Hessens höchstem Berg, schon gestern Hochbetrieb, wie Roland Frormann vom Rhön Info Zentrum sagte. Bereits am Vormittag waren alle Parkkapazitäten mit rund 700 Stellplätzen restlos erschöpft. „Wer heute hochfährt, braucht etwas Geduld. Es ist teilweise etwas chaotisch“, sagte Frormann. Im Skigebiet lagen 18 Zentimeter Schnee. Auch die Lifte am Zuckerberg, Simmelsberg und am Arnsberg in der bayerischen Rhön liefen.

Langlauf-Touren

Zwar tummeln sich auf den Abfahrtspisten rund um die Wasserkuppe am Wochenende gewiss auch tausende Wintersportler. Doch genießen viele im Winter das Natursphärenreservat Rhön bei weitaus einsameren Langlauf-Touren oder Winterwanderungen durch die stille Schneelandschaft. Ob und welche Winterwanderwege geräumt, welche Loipen gespurt und welche Liftanlagen in Betrieb sind erfährt man aktuell unter www.rhoen.de/wintersport. „Auch Snowkiten, Rodeln oder Schneeschuhwandern sind bei uns möglich“, verspricht der Tourismusverband. Skisport war am Freitag im Odenwald zwar nicht möglich, doch tunnelten sich auch auf den Höhenzügen zwischen Main und Neckar überall Rodelfreunde und Naherholungssuchende auf den weißen Winterwanderwegen. Einzig die sieben Kilometer lange Loipe in Mudau-Reisenbach war gespurt. Auch hier gilt jedoch, dass Neuschnee jederzeit die Wintersport-Lage ändern kann. Aktuelles erfährt man am Schneetelefon Odenwald unter (0 60 61) 9 65 97 25 oder im Internet unter der Adresse www.odenwald.de.

Vereinzelt Unfälle

Die Zahl der Glätteunfälle in Hessen hielt sich bislang noch in Grenzen: In Nordhessen etwa sei die Nacht und der Morgen kalt gewesen, die Verkehrssituation aber sehr ruhig geblieben, sagte ein Polizeisprecher in Kassel gestern. Es habe bis zum Morgen kaum witterungsbedingte Zwischenfälle gegeben. Bei einem Unfall in Sachsenhausen (Kreis Waldeck Frankenberg) habe es einen Sachschaden, aber keine Verletzten gegeben. Tags zuvor hatte es in Nordhessen noch rund ein Dutzend mal gekracht. Auch in Mittelhessen und dem Main-Kinzig-Kreis berichtete die Polizei von keinen auffällig häufigen Glätteunfällen.

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