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Flughafen-Demo: 200. Fluglärm-Demo: Unermüdlich gegen den Krach

Jeden Montag ziehen sie durch das Terminal 1 des Frankfurter Flughafens – ohne Reisegepäck, dafür mit Trillerpfeifen und Tröten. Lautstark protestieren die Bürgerinitiativen gegen Fluglärm. Heute steht ihre 200. „Montagsdemo“ an.
Unermüdlich protestieren jeden Montag Fluglärmgegner im Terminal 1 des Frankfurter Flughafens. Foto: Christian Christes Unermüdlich protestieren jeden Montag Fluglärmgegner im Terminal 1 des Frankfurter Flughafens.
Frankfurt. 

Seit November 2011 versammeln sich die Fluglärmgegner jeden Montag am Frankfurter Flughafen, schreien sich die Wut aus dem Leib. Am heutigen Montag erwartet Dirk Treber, einer der Initiatoren, zur 200. Montagsdemo bis zu 3000 Menschen. Üblicherweise versammeln sich nur 200 bis 300 Demonstranten. „Aber bisher war es immer so, dass auf den ,runden‘ Demos sehr viel mehr Leute da waren“, sagt er. „Es waren immer ein paar tausend Leute.“

Die Forderungen sind unverändert: Ausweitung des Nachtflugverbots am Frankfurter Flughafen von sechs auf acht Stunden, verbindliche Lärmobergrenzen, kein weiterer Flughafenausbau. Am liebsten hätten sie auch die Landebahn Nordwest verhindert. Von Resignation will Treber dennoch nichts wissen. „Der Protest geht weiter.“

„Natürlich bringen die Montagsdemonstrationen etwas“, sagt auch Thomas Scheffler, Sprecher des Bündnisses von etwa 80 Bürgerinitiativen. „Wir erinnern Politik und Fraport jeden Montag daran, dass der Ausbau ein Fehler ist. Die Region braucht keinen Flughafen, der hauptsächlich von Umsteigepassagieren lebt und dabei die Menschen mit unerträglichem Lärm überzieht.“

Die Fluglärmgegner fühlen sich von den Kommunen politisch gestärkt. So richtete die Stadt Frankfurt eine Stabstelle Fluglärm ein. Die Oberbürgermeister von Frankfurt, Offenbach und Mainz wollen die 200. Montagsdemo mit einem gemeinsamen Appell für Lärmverringerung würdigen.

Bernhard Braun, Fraktionsvorsitzender der rheinland-pfälzischen Grünen, erklärte bereits am Freitag: „Der lange Atem der Fluglärmgegner ist beeindruckend. Wir unterstützen den Protest, weil es nicht sein kann, dass bei der Interessenabwägung Lärmschutz im Vergleich zur Wirtschaftlichkeit dauerhaft den Kürzeren zieht.“ Der Flughafen Frankfurt ist einer der großen Arbeitgeber der Region.

(lhe)
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