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18 Projekte bis Jahresende: 30 neue Autobahn-Baustellen

Von der A 3 bis zur A 661: Auf vielen Autobahnkilometern haben auch 2016 Bagger statt Pkw das Sagen. Damit es dennoch rund läuft, setzt Hessens Straßenverkehrsbehörde unter anderem auf schlaue Wegweiser.
Autobahn-Baustelle Foto: Arne Dedert (dpa) Wie auf diesem Foto aus dem vergangenen Sommer auf der A 5 bei Ober-Mörlen werden auch in diesem Jahr viele Bagger auf Hessens Autobahnen zu sehen sein.
Wiesbaden. 

Auf Hessens Autobahnen wird auch im neuen Jahr kräftig gebaut. Für rund 30 größere Baustellen steht 2016 voraussichtlich der Spatenstich an, wie die Straßenverkehrsbehörde Hessen Mobil in Wiesbaden berichtete. 18 Projekte davon sollen noch im Jahresverlauf fertig werden. Neben der Instandsetzung von Bauwerken geht es bei den Arbeiten vor allem um turnusmäßige Fahrbahnerneuerungen.

„Der obere Belag hält in der Regel nicht länger als 15, 20 Jahre“, erläuterte Alexander Pilz von Hessen Mobil. „Bei Brücken haben wir derzeit die Situation, dass viele in den 1960er und 1970er Jahren gebaut worden sind, und es nun einen sehr hohen Bedarf gibt, diese Bauwerke zu erneuern oder zu ersetzen.“

Neue Fahrbahndecke

Zu den größten anstehenden Maßnahmen zählen nach derzeitiger Planung Arbeiten auf der A 5: Zwischen Weiterstadt und Pfungstadt ist in Fahrtrichtung Norden auf rund 10,6 Kilometern die „grundhafte Erneuerung“ geplant. Auf der A 49 bei Neuental soll auf acht Kilometern die Fahrbahndecke erneuert werden. Bauarbeiten auf insgesamt sieben Kilometern sind auf der A 66 zwischen dem Autobahndreieck Eschborn und Kelkheim vorgesehen. Zudem soll im ersten Quartal 2016 der Umbau des Kirchheimer Dreiecks auf der A 7 beginnen.

Erneuert oder ausgebaut wird den derzeitigen Planungen zufolge auch auf den Autobahnen 3, 44, 45, 67, 480, 485 und 661. Die Kosten für die Projekte bewegen sich alle in einem Rahmen von zwei Millionen Euro aufwärts, wie die Straßenverkehrsbehörde weiter berichtete.

Hinzu kommen bereits bestehende Baustellen, von denen einige aber 2016 fertig werden sollen. Das betrifft nach Angaben von Hessen Mobil voraussichtlich die Arbeiten auf der A 5 am Hattenbacher Dreieck oder auf der A 7 bei Hünfeld. Dagegen ist im kommenden Jahr kein Ende in Sicht an den Baustellen der neuen Lahntalbrücke bei Limburg auf der A 3 oder an der Schiersteiner Brücke auf der A 643.

Damit es zu keinen größeren Behinderungen kommt, betreibt Hessen Mobil ein „Baustellenmanagement“. Damit nehme die Behörde eine Vorreiterrolle ein, sagte Alexander Pilz, der bei Hessen Mobil als regionaler Bevollmächtigter für den Bereich Rhein-Main zuständig ist. „In unseren Baustellen bleiben alle Fahrstreifen erhalten, wenn auch verengt. Gerade im Rhein-Main-Gebiet nutzen wir zudem moderne Verkehrsleittechnik. Und wir achten beim Planen darauf, dass wir auf Alternativrouten keine Baustelle gleichzeitig haben.“ Kommt es in einer Baustelle zu einer Panne oder Unfall, werden dynamische Wegweiser genutzt, die über den Stau und Ausweichstrecken informieren.

Gefühlte Unsicherheit

Baustellen führen nach Erkenntnissen der Unfallforschung der Versicherer (UDV) nicht nur immer wieder zu Behinderungen, sondern auch zu Unfällen – aber nur in bestimmten Bereichen. „Subjektiv fühlt man sich in einer Autobahnbaustelle unsicherer“, sagt UDV-Leiter Siegfried Brockmann. Doch wegen der geringen Geschwindigkeit krache es innerhalb einer Baustelle weniger schwer als auf anderen Autobahnabschnitten. „Es kommt meist nur zu Blechschäden.“

Anders sieht es nach Angaben der UDV zu Beginn und am Ende von Baustellen aus: Gerade an den Überleitungen und Fahrbahn-Verschwenkungen sowie an Behelfs-Ausfahrten komme es häufiger zu Crashs als auf baustellenfreien Autobahnstrecken. Unfallträchtig seien gerade auch die Bereiche nach einer Baustelle, wo das Tempolimit aufgehoben ist.

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