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Koch-Institut:: 5300 Menschen in Hessen haben HIV

260 Menschen haben sich nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) im vergangenen Jahr in Hessen mit HIV angesteckt. Die Zahl der Neuinfektionen sei somit konstant geblieben, teilte die Gesundheitsbehörde auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.
Ein mit dem HI-Virus infizierter Mann hält am 22.11.2012 in den Räumen der Aids-Hilfe in Frankfurt am Main (Hessen) eine rote Schleife als Symbol der Solidarität mit HIV-Positiven und Aids-Kranken. Foto: dpa Foto: Arne Dedert (dpa) Ein mit dem HI-Virus infizierter Mann hält am 22.11.2012 in den Räumen der Aids-Hilfe in Frankfurt am Main (Hessen) eine rote Schleife als Symbol der Solidarität mit HIV-Positiven und Aids-Kranken. Foto: dpa

260 Menschen haben sich nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) im vergangenen Jahr in Hessen mit HIV angesteckt. Die Zahl der Neuinfektionen sei somit konstant geblieben, teilte die Gesundheitsbehörde auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. In Hessen leben nach Angaben des RKI insgesamt 5300 Menschen mit einer HIV-Diagnose.

Viele Fälle blieben allerdings lange Zeit unentdeckt. Dem RKI zufolge leben schätzungsweise 1100 Menschen in Hessen unwissentlich mit dem Virus, der zu der Immunschwächekrankheit Aids führen kann. «Angst vor schwerer Krankheit und Ablehnung, Verdrängung und fehlendes Risikobewusstsein sind die Hauptgründe für späte Diagnosen», erklärte Holger Wicht von der Deutschen AIDS-Hilfe. Außerdem würden viele Ärzte nicht oder zu spät an eine mögliche HIV-Infektion denken.

Mit dem Präventionsprojekt «Hessen ist geil» will der Landesverband mehr Bewusstsein für das Thema in Hessen schaffen. «Wichtig ist es, den Menschen deutlich zu machen, dass trotz positivem Testergebnis ein normales Leben möglich ist», sagte Florian Berger von der Aids-Hilfe Hessen. Insbesondere in den ländlichen Regionen sei HIV nach wie vor ein Tabuthema.

Die Angaben des RKI beruhen auf Modellrechnungen, denn HIV wird oft erst Jahre nach der Infektion festgestellt.

dpa

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