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Woher kommen die Sozialarbeiter?: 700 neue Sozialpädagogen sollen an Hessens Schulen - wie, ist noch offen

Das hessische Kultusministerium will die Schulen im nächsten Jahr mit 700 neuen Sozialpädagogen unterstützen. Ob diese Stellen auch besetzt werden können, bleibt abzuwarten.
Symbolbild / dpa Symbolbild / dpa
Wiesbaden. 

700 neue Sozialpädagogen sollen bis zu Beginn des Schuljahres 2018/19 an Hessens Schulen eingestellt werden. Das hat die Landesregierung am Montag bekannt gegeben. Das Beispiel der Grundschullehrer zeigt jedoch: Stellen sind oft einfacher geschaffen als besetzt.

Das Kultusministerium gibt sich optimistisch: „Wir gehen davon aus, dass wir den ersten Teil der Stellen zum Februar 2018 besetzen können“, erklärt Philipp Bender, Sprecher des Ministeriums. „Die Situation auf dem Arbeitsmarkt ist nicht so schwierig wie bei den Grundschullehrern.“

Laut Bundesagentur für Arbeit ist der Bedarf an Sozialpädagogen in den vergangenen Jahren stark angestiegen. Das geht aus dem Arbeitsmarktbericht vom Juli hervor. Demnach waren 2016 bundesweit 326 000 sozialversicherungspflichtig in der sozialen Arbeit beschäftigt, sechs Prozent mehr als im Vorjahr. Gleichzeitig wuchs im Jahr 2015 jedoch auch die Zahl von eingeschriebenen Studierenden und Absolventen um jeweils vier Prozent. Der Arbeitsmarkt habe sich für Sozialpädagogen enorm verbessert, einen Engpass an Fachkräften sieht die Bundesagentur für Arbeit jedoch nicht.

Karola Stötzel von der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft warnt dennoch, dass es grundsätzlich schwierig sei, sozialpädagogische Fachkräfte zu finden. Ein Vorteil sei jedoch, dass „das Land als Arbeitgeber im Vergleich zu vielen freien Trägern attraktiv ist“, so Stötzel. „Es kommt also auf die Bedingungen an, zu denen diese Stellen angeboten werden.“

Diese Bedingungen stehen jedoch bisher nicht fest, dasselbe gilt für das Anforderungsprofil. „Wir wollen die Hürde nicht so hoch setzen“, erklärt Bender. Die Sozialpädagogen müssten nicht unbedingt studiert haben. Auch Menschen, die vorher in anderer Weise sozialpädagogisch tätig waren, könnten diese Stellen besetzen. Die genauen Details würden noch verhandelt und sollen ab nächster Woche bekanntgegeben werden.

Eines jedoch ist bereits jetzt klar: „Unser Fokus liegt auf den Grundschulen, weil die im Moment die Hauptlast tragen“ erklärt Bender. Ob zu Beginn des nächsten Schuljahres 700 neue Sozialpädagogen gefunden sind, bleibt indes ungewiss. „Man kann nie garantieren, dass alle Stellen pünktlich besetzt werden. Das kann manchmal noch Wochen dauern“, so Bender.

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