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7289 Flüchtlinge wurden 2013 auf dem Luftweg abgeschoben

Die Abschiebungen in Deutschland aus dem Jahr 2013 in Zahlen.
Ein Protest-Transparent hängt am 18.10.2013 in Hamburg bei einer Pressekonferenz der Flüchtlingsgruppe «Lampedusa in Hamburg» in einem Fenster. Foto: Christian Charisius/dpa Foto: Christian Charisius (dpa) Ein Protest-Transparent hängt am 18.10.2013 in Hamburg bei einer Pressekonferenz der Flüchtlingsgruppe «Lampedusa in Hamburg» in einem Fenster. Foto: Christian Charisius/dpa
Ausführliches Zahlenmaterial über Abschiebungen im Jahr 2013 bietet die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linken. Den 32 Seiten, die am 12. März dieses Jahres veröffentlicht wurden, sind folgende Details über Flugabschiebungen zu entnehmen:

- 7289 Abschiebungen wurden 2013 auf dem Luftweg vollzogen, 2908 auf dem Landweg, eine einzige auf dem Seeweg.

- Die meisten Flugpassagiere wurden von Frankfurt aus abgeschoben (2499), gefolgt von Düsseldorf (1158) und Berlin-Tegel (827).

- Den größten Anteil an den Zielen haben Serbien (1902), Mazedonien (625) und Kosovo (526).

- 4741 Mal wurden Flüchtlinge nach der Dublin-II-Verordnung in andere EU-Mitgliedstaaten abgeschoben, die meisten nach Polen (2234). Nach der Vereinbarung muss ein Flüchtling in dem Land Asyl beantragen, in das er zuerst eingereist ist.

- 93 Abschiebungen auf dem Luftweg wurden «aufgrund von Widerstandshandlungen» abgebrochen, am häufigsten in Frankfurt (36) gefolgt von Berlin-Tegel (30) und Hamburg (14).

- In 29 Fällen weigerte sich die Fluggesellschaft oder der Pilot, den Betroffenen zu transportieren, am häufigsten in Berlin (10), Düsseldorf (10) und Frankfurt (8).

- 1431 Abschiebungen auf dem Luftweg wurden von Polizisten begleitet.

- Die angegebenen Kosten für die Flüge variieren. Als Beispiele für Sammel-Abschiebungen wurden genannt: 62 Serben und 37 Beamte für 45 000 Euro; oder acht unbegleitete Georgier für 81 000 Euro. Für Flüge etwa nach Afrika wurden keine Kosten genannt.

Die Hand eines Asylbewerbers hält sich am 22.09.2010 am Außenzaun der Zentralen Aufnahmeeinrichtung des Landes für Flüchtlinge in Nostorf/Horst bei Boizenburg (Landkreis Ludwigslust) fest. Foto: Jens Büttner/dpa
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Vor 15 Jahren starb ein Sudanese während seiner Abschiebung in einem Flugzeug. Seither sei vieles besser geworden, sagt Pro Asyl. Aber immer noch werden fast 100 Flugabschiebungen pro Jahr wegen heftigen Widerstands abgebrochen.

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Jörg Handwerg, Sprecher der Pilotenvereinigung Cockpit, aufgenommen am 21.03.2014 während einer Pressekonferenz in Frankfurt am Main (Hessen). Handwerg kennt die Optionen die ein Pilot hat, wenn sich Flüchtlinge gegen ihre Abschiebung wehren. Foto: Boris Roessler/dpa
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Die Fluggesellschaften sind gesetzlich verpflichtet, Menschen mitzunehmen, die abgeschoben werden sollen. Unter bestimmten Bedingungen darf der Pilot die Beförderung dennoch verweigern.

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