Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Titelbild Mainova Marathon Laufsport - alles rund um den Mainova IRONMAN Frankfurt 2017 Frankfurt am Main 23°C

Hessische Polizei: Achtung Gefahr! - Hessens Polizei warnt künftig per Smartphone-App

Bei Gefahr klingelt das Smartphone - auf dem Display erscheinen Hinweise der Polizei. Um die Bevölkerung zu warnen, geht Hessen neue Wege. Eine wichtige Rolle spielt dabei auch die «Deutungshoheit» über Informationen.
Das neue Warnsystem Katwarn wird am 18.07.2017 in Wiesbaden (Hessen) symbolisch mit einem Druck auf den roten Knopf gestartet. Bei einem Terroranschlag oder anderen Gefahren warnt die hessische Polizei die Bevölkerung künftig zusätzlich per Smartphone-App Katwarn. Foto: Andreas Arnold (dpa) Das neue Warnsystem Katwarn wird am 18.07.2017 in Wiesbaden (Hessen) symbolisch mit einem Druck auf den roten Knopf gestartet. Bei einem Terroranschlag oder anderen Gefahren warnt die hessische Polizei die Bevölkerung künftig zusätzlich per Smartphone-App Katwarn.
Wiesbaden. 

Bei Terroranschlägen, Amokläufen oder anderen dramatischen Gefahren warnt die hessische Polizei die Bürger künftig mit einer Handy-App. Die Software «Katwarn» kann sich jeder kostenlos auf sein Smartphone oder Tablet laden. «Es ist eine schnelle und verlässliche Ergänzung zu den vorhandenen Warnsystemen», sagte Innenminister Peter Beuth (CDU) am Dienstag in Wiesbaden. «Ich rufe die Menschen auf, diese App zu installieren.» Am (morgigen) Mittwoch wolle die Polizei um 12.00 Uhr einen ersten Probealarm in Hessen auslösen.

«Katwarn» meldet sich bei seinen Nutzer beispielsweise auch bei Unwettern, Bombenfunden, Großbränden oder Chemieunfällen. In Hessen nutzen bislang bereits 17 Landkreise den Service für den Katastrophenschutz. Für Menschen ohne Smartphone gibt es die Möglichkeit, sich per SMS aufs Handy warnen zu lassen.

Bislang habe die Polizei die Menschen unter anderem mit Sirenen, Durchsagen aus einem Polizeiwagen vor Ort oder über das Radio gewarnt, sagte Landespolizeipräsident Udo Münch. Auch die Internet-Plattform Twitter werde von den Beamten zunehmend genutzt. Im Kampf gegen Falschmeldungen und Panikmache in sozialen Netzwerken sei es wichtig, dass die Polizei die «Deutungshoheit» in der Kommunikation behalte, betonte Münch. «Wir müssen bei der Geschwindigkeit auf Ballhöhe bleiben.» Hier sei «Katwarn» sehr nützlich.

Entwickelt wurde das System vom Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme (Fokus), im Auftrag der öffentlichen Versicherer Deutschlands. Es ist seit 2011 im Einsatz. Inzwischen gebe es deutschlandweit mehrere Millionen Nutzer, gut 100 Behörden und Sicherheitseinrichtungen seien angeschlossen, sagte Ortwin Neuschwander vom Fokus.

(dpa)
Zur Startseite Mehr aus Rhein-Main & Hessen

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse