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Adorno-Preisträgerin Butler ruft Kritiker zum Dialog auf

Die designierte Adorno-Preisträgerin Judith Butler (56) hat ihre jüdischen Kritiker zum Dialog aufgerufen. "Eine aufrichtige Diskussion (ist) gewiss der beste Weg, um innerjüdische Debatten produktiv
Berlin/Frankfurt. 

Die designierte Adorno-Preisträgerin Judith Butler (56) hat ihre jüdischen Kritiker zum Dialog aufgerufen. "Eine aufrichtige Diskussion (ist) gewiss der beste Weg, um innerjüdische Debatten produktiv werden zu lassen", schrieb die amerikanische Philosophin in einem Essay für die "Berliner Zeitung" und die "Frankfurter Rundschau" (Samstag). Butler, die selbst Jüdin ist, soll am 11. September in der Frankfurter Paulskirche mit dem Theodor-W.-Adorno-Preis geehrt werden.

Der Zentralrat der Juden hatte gegen diese Entscheidung protestiert. Es sei empörend, dass mit Butler ausgerechnet jemand ausgezeichnet werde, der zum Boykott gegen Israel aufrufe und Organisationen wie Hamas und Hisbollah als legitime soziale Bewegungen bezeichne, hatte Zentralrat-Generalsekretär Stephan J. Kramer erklärt.

Butler nannte diese Bemerkungen "Denunziationen". Ihre Haltung sei völlig verzerrt dargestellt worden. "Dennoch verstehe ich sehr wohl, warum viele Juden und insbesondere deutsche Juden sehr abwehrend auf jedwede Kritik am Staate Israel reagierten", schrieb sie. Sie lehne Gewalt strikt ab und habe weder Hamas noch Hisbollah jemals unterstützt. Ihr gehe es um die Frage nach der Legitimität der israelischen Besatzungspolitik und nach den ungleichen Rechten für in Israel lebende Palästinenser.

Vollständige Fassung des Textes

Adorno-Preis

(dpa)
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