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Bundeswehr-Skandal: Affäre Franco A.: Experte sieht "elementare Versäumnisse"

Wehrpflichtige stehen auf einem Truppenübungsplatz. Foto: Peter Steffen/Symbolbild Wehrpflichtige stehen auf einem Truppenübungsplatz. Foto: Peter Steffen/Symbolbild
Kassel. 

Der Terrorexperte Rolf Tophoven sieht „elementare Versäumnisse” in der Affäre um den terrorverdächtigen Bundeswehrsoldaten. „Wenn Franco A. eine Masterarbeit mit rassistischen Thesen geschrieben hat, wieso hat man da nicht sofort zugegriffen?”, sagte Tophoven im Vorfeld einer Terrorismus-Tagung im nordhessischen Hofgeismar. „Die Dienstaufsicht der Bundeswehr hat versagt.”

Er kritisierte auch Reaktionen aus Politik und Verteidigungsministerium auf die Affäre: „Jetzt von Terrorismus in der Bundeswehr zu sprechen, geht mir eindeutig zu weit.” Im Fall von Franco A. handele es sich „um rechtsextremistische Tendenzen, wie sie in allen Schichten vorkommen können. Dafür muss man nicht Bundeswehr in Haft nehmen”, meinte Tophoven. Der Offizier Franco A. hatte sich als syrischer Flüchtling ausgegeben. Er und weiterer Bundeswehr-Soldat stehen im Verdacht, einen Terroranschlag geplant zu haben.

Tophoven ist Direktor des Instituts für Krisenprävention in Essen. Er spricht an diesem Sonntag (21.) in der Evangelischen Akademie Hofgeismar nahe Kassel. Dort sollen Theologen und Gäste wie der frühere Präsident des Bundesverfassungsgerichts Hans-Jürgen Papier und der CDU-Politiker Wolfgang Bosbach (CDU) über Terrorismus diskutieren.

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