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Katastrophenwarnsystem: Alarm-App Katwarn sendet Probealarm

Zweimal im Jahr wird deutschlandweit das Katastrophenwarnsystem Katwarn getestet. In Hessen erstmalig am Mittwoch kurz nach 10 Uhr. Katwarn schickt im Katastrophenfall eine Nachricht mit Instruktionen aufs Handy – wenn man die App installiert hat.
Die Notfall-App „KATWARN” auf einem Display. Foto: Rolf Vennenbernd/Archiv Die Notfall-App „KATWARN” auf einem Display. Foto: Rolf Vennenbernd/Archiv
Limburg-Weilburg. 

Wenn am morgigen Mittwoch gegen 10 Uhr bei Nutzern des Handy-Warnsystems Katwarn die Mobiltelefone klingeln, gibt es keinen Grund zur Unruhe: Es ist lediglich ein Test. „Probealarme helfen, die Funktion des Systems zu prüfen. Außerdem halten sie bei den Nutzern das Bewusstsein für die App wach, so dass beim Wechsel des Smartphones Katwarn auch erneut installiert wird“, sagt Ralf Ackermann, Präsident des Landesfeuerwehrverbands Hessen.

Katwarn hat zwei Vorteile: Ist der „Schutzengel-Modus“ aktiviert, sendet es die Warnungen ortsgenau, also nur an die Nutzer, die wirklich betroffen sind. Dafür nutzt es eine spezielle Ortungsfunktion der Smartphones, die auch bei ausgeschalteter App im Hintergrund läuft. In welchem Radius und in welchen Katastrophenfällen der Alarm ausgelöst wird, entscheidet im Landkreis Limburg-Weilburg Kreisbrandinspektor Georg Hauch.

Außerdem schickt Katwarn, im Gegensatz zu einer Sirene, die nur Krach macht, Verhaltenshinweise mit. „Großbrand in der xyz-Straße. Schließen Sie Fenster und Türen und bleiben Sie in der Wohnung“, zum Beispiel. Auch besondere Wettersituationen sind dank des Deutschen Wetterdienstes mit im Warn-Repertoire. Andere Landkreise nutzen Katwarn zum Beispiel bereits, um Unterrichtsausfall wegen Glatteis bekannt zu machen.

Entwickelt wurde die App vom Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme. Betrieb und Finanzierung laufen über CombiRisk, eine Tochter der Sparkassenversicherung. Der Landkreis speist seit Anfang März dieses Jahres Informationen ein.

Die Anmeldung und Nutzung des Warnsystems mit dem Handy ist freiwillig und kostenlos. Nutzer können die App einfach über den App-Store herunterladen. Anfang März nutzten knapp 3500 Menschen aus dem Landkreis das System. nnp

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