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Anklage gegen Arzt wegen Betrugs von rund 3000 Patienten

Eine Statue der Justitia. Foto: David Ebener/Archiv Eine Statue der Justitia. Foto: David Ebener/Archiv
Frankfurt/Darmstadt. 

Ein Darmstädter Arzt soll rund 3000 Patienten um zusammen mehr als 125 000 Euro geprellt haben. Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt/Main erhob gegen 59-Jährigen Anklage wegen gewerbsmäßigen Betruges, wie die Behörde am Donnerstag mitteilte. Der Prozess soll am Landgericht Darmstadt stattfinden.

Dem Facharzt für Innere Medizin wird vorgeworfen, bei Magen- und Darmspiegelungen in 3174 Fällen für ein Narkosemittel jeweils 40,00 Euro privat vom Patienten selbst verlangt zu haben, obwohl er das Medikament mit den Krankenkassen abrechnete. Der den Patienten entstandene Schaden beläuft sich laut Anklage auf insgesamt 126 960 Euro. Betrogen haben soll der Mann in den Jahren 2009 bis 2012.

Die Ermittlungen gegen den Arzt waren im Februar 2011 in Gang gekommen, nachdem ein Mediziner Hinweise auf die Abrechnungspraxis seines Kollegen gegeben hatte. Die Praxisräume wurden laut Generalstaatsanwaltschaft im Oktober 2012 durchsucht.

(dpa)
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