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Anklage nach Auftragsmord vor Wettbüro erhoben

Verhandlungssaal im Frankfurter Landgericht. Foto: Fredrik von Erichsen/Archiv Verhandlungssaal im Frankfurter Landgericht. Foto: Fredrik von Erichsen/Archiv
Frankfurt/Main. 

Nach einem Auftragsmord vor einem Frankfurter Wettbüro hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt Anklage gegen den mutmaßlichen Killer erhoben. Der 45-Jährige werde sich voraussichtlich wegen heimtückischen Mordes aus Habgier vor dem Landgericht Frankfurt zu verantworten haben, sagte Oberstaatsanwältin Nadja Niesen am Freitag. Am 3. Januar 2014 war der damals 50 Jahre alte Inhaber des Wettbüros vor seinem Geschäft mit drei Schüssen aus einer Maschinenpistole getötet worden. Der Angeschuldigte hat sich deshalb voraussichtlich auch wegen eines mutmaßlichen Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz vor Gericht zu verantworten.

Auftraggeber für die Tat soll ein 49 Jahre alter früherer Geschäftspartner des Opfers sein, der bereits im Dezember 2013 mit unbekanntem Ziel Deutschland verlassen hat. Die beiden Geschäftsleute hatten sich offenbar im Streit getrennt. „Der Auftraggeber machte dabei das Opfer für sein berufliches Scheitern verantwortlich”, sagte Niesen. Von dem ausgereisten Mann fehlt bislang jede Spur. Der Killer war laut Anklage noch am Abend des Tattages in Neu-Isenburg mit falschen Papieren festgenommen worden. Mittlerweile sitzt er in Haft, nachdem er in Berlin wegen einer anderen Gewalttat zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt worden war. 

(dpa)
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