E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 22°C

Arzneihersteller Stada steigert Gewinn deutlich

Ein Schild mit dem Firmenlogo steht am Firmensitz des Arzneimittelherstellers Stada. Foto: Frank Rumpenhorst/Archiv Ein Schild mit dem Firmenlogo steht am Firmensitz des Arzneimittelherstellers Stada.
Bad Vilbel. 

Eine solide Nachfrage nach Arzneien, höhere Margen und niedrigere Steuern nach der Übernahme durch Finanzinvestoren haben dem Pharmakonzern Stada mehr Gewinn gebracht. Im zweiten Quartal sank der Umsatz mit gut 579 Millionen Euro gemessen am Vorjahreszeitraum zwar leicht. Indes wurden Erlöse aus einer früheren Gemeinschaftsfirma in Vietnam nicht mehr berücksichtigt und Währungseffekte belasteten. Bereinigt stand ein Umsatzplus von 6 Prozent. Da vor allem Nachahmermedikamente dem Grippostad-Hersteller mehr einbrachten, stieg das Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen um 26 Prozent auf 142 Millionen Euro, wie Stada am Donnerstag in Bad Vilbel erklärte.

Stada kamen dabei Kosteneinsparungen im wichtigen Geschäft mit Nachahmermedikamenten - Kopien von Arzneien, deren Patentschutz abgelaufen ist - zugute: Dort blieb mehr vom Umsatz als Ergebnis hängen. Die Programme zur Optimierung von Einkauf und Prozessen kämen voran, sagte Finanzchef Mark Keatly. Die Marge bei rezeptfreien Markenprodukten sank hingegen.

Im gesamten ersten Halbjahr stand ein Betriebsergebnis von knapp 261 Millionen Euro - 18 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Unterm Strich blieb ein Gewinn von gut 165 Millionen Euro (plus 83 Prozent). Jedoch waren im Vorjahreszeitraum hohe Kosten für die Übernahme durch die Finanzinvestoren Bain und Cinven angefallen, was den Vergleich erleichtert. Auch konnte Stada nach dem Deal die Steuerquote senken. „Wir sind weiter auf einem guten Weg, unsere für 2018 gesetzten Ziele zu erreichen”, sagte Chef Claudio Albrecht.

Er richtet Stada auf Nachahmermedikamente, rezeptfreie Markenprodukte und Spezialpharmazeutika etwa gegen Krebs, Diabetes und in der Augenheilkunde aus. Albrecht, der im September vom Novartis-Manager Peter Goldschmidt abgelöst wird, hatte jüngst die Markenrechte für die Sonnenmilch Ladival zurückgekauft und auch den Vertrieb des umsatzstarken Parkinsonmedikaments APO-Go ins eigene Haus geholt.

(dpa)
Zur Startseite Mehr aus Rhein-Main & Hessen

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen