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Migrationshintergrund: Ausländische Wurzeln bei knapp jedem dritten Hessen

Der Anteil der Menschen mit ausländischen Wurzeln steigt in Hessen. Auch wenn einige Unterschiede zum Rest der Bevölkerung in zentralen Lebensbereichen kleiner werden, klaffen immer noch große Lücken.
Eine nach Deutschland geflüchtete Frau schreibt am während des Deutschunterrichts im Mädchenbüro in ihr Vokabelheft. Foto: Alexander Heinl (dpa) Eine nach Deutschland geflüchtete Frau schreibt am während des Deutschunterrichts im Mädchenbüro in ihr Vokabelheft.
Wiesbaden. 

Knapp jeder dritte Hesse hat einen Migrationshintergrund. Rund zwei Drittel dieser Menschen sei zugewandert und ein Drittel in Hessen geboren, sagte Sozialstaatssekretär Kai Klose (Grüne) bei der Präsentation der Ergebnisse des vierten Hessischen Integrationsmonitors am Mittwoch in Wiesbaden. Etwa die Hälfte der Menschen mit ausländischen Wurzeln besitze die deutsche Staatsangehörigkeit. Im Jahr 2005 hatte der Anteil der Hessen mit Migrationshintergrund noch bei knapp 24 Prozent gelegen.

Die Unterschiede zwischen der hessischen Bevölkerung mit und ohne ausländische Wurzeln nähmen ab, erklärte Klose und nannte als Beispiel die Betreuungsquote von kleinen Kindern. Bei den Schulabschlüssen gebe es trotz einer positiven Tendenz aber immer noch ein deutliches Gefälle. Auch bei der Erwerbstätigkeit von zugewanderten Frauen seien die Unterschiede noch sehr groß.

Kai Klose. Bild-Zoom Foto: Fabian Sommer/Archiv
Kai Klose.

Der Zuzug von Flüchtlingen nach Hessen hält derweil an. Von Januar bis April 2018 kamen nach Angaben des Sozialministeriums 3746 Asylsuchende ins Land. In den hessischen Erstaufnahmeeinrichtungen und deren Außenstellen befinden sich 2200 Menschen. Im Gesamtjahr 2017 kamen 12 073 Flüchtlinge nach Hessen. Im Jahr 2016 hatte das Land noch insgesamt 24 615 Schutzsuchende aufgenommen.

Entscheidend sei, dass alle in Hessen lebenden Menschen die gleichen Chancen auf die Teilhabe an allen zentralen Lebensbereichen haben, betonte Klose. Niemand dürfe ausgegrenzt werden. An der Beseitigung von Zugangsbarrieren werde weiter gearbeitet.

Mit dem Integrationsmonitor wurden insgesamt 17 Themenfelder untersucht. Der analysierte Zeitraum erstreckt sich auf die Jahre 2005 bis 2015, geht teilweise auch bis in die Jahre 2016 und 2017.

(dpa)

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