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Benefizveranstaltung in Wiesbaden: "Ball des Sports": Tanz ums Olympiareck

Von Von Hallervorden bis Hambüchen: 1700 Gäste werden am Samstag im Kurhaus erwartet. Gefeiert wird auch das 50. Jahr des Bestehens der Deutschen Sporthilfe.
Foto: imago sportfotodienst (imago sportfotodienst)
Wiesbaden. 

Sie sind oft kaum wiederzuerkennen, die deutschen Spitzenathletinnen und -athleten, wenn sie sich alljährlich zum „Ball des Sports“ einfinden. Statt Trikot und Schwimmanzug tragen sie Smoking und Abendkleid und machen so auf dem Roten Teppich nicht nur wegen der gewonnenen Medaillen eine glänzende Figur.

Die große Benefizveranstaltung der Stiftung Deutsche Sporthilfe bringt die von ihr Geförderten am kommenden Samstag (Einlass um 17.30 Uhr) im Wiesbadener Kurhaus zum 47. Mal mit ihren Unterstützern zusammen. Mit dabei sind so auch neben knapp 30 Olympia- und Paralympicssiegern des vergangenen Jahres zahlreiche Vertreter aus Politik und Wirtschaft. Einige Gesichter aus anderen Bereichen, etwa Schauspieler Dieter Hallervorden, die Modedesigner Jette Joop und Otto Kern sowie Sängerin Dunja Rajter, ergänzen die etwa 1700 Namen umfassende Gästeliste.

Zum dritten Mal hintereinander findet der Ball im Kurhaus und in einem eigens davor errichteten weißen Zelt auf dem sogenannten Bowling Green statt. Die Rhein-Main-Hallen, in denen man sich in den sieben Jahren zuvor tummelte, wurden im Sommer 2014 abgerissen und sollen bis Anfang 2018 als Congress-Center wiederaufgebaut werden. Im Alternativquartier kommt man sich aufgrund des sehr begrenzten Raums noch etwas näher, auch wenn diesmal, anders als zuvor, der temporäre Ballsaal den ganzen Abend über in die Veranstaltung miteinbezogen werden soll.

Im sportlichen Programm, das auch zahlreiche Mitmachangebote vorsieht, spielt der Wetzlarer Kunstturner Fabian Hambüchen eine zentrale Rolle. An dem Reck, an dem er zum Abschluss seiner internationalen Karriere in Rio Olympiagold gewann und das nach einigen Komplikationen vor ein paar Tagen endlich in Deutschland eintraf, wird der 29-Jährige eine Kostprobe seines beeindruckenden Könnens abliefern. Weitere 100 Medaillengewinner internationaler Großereignisse der vergangenen 50 Jahre werden sich unter der Regie von „You can dance“-Choreograf Marvin Smith, der auch Helene Fischer regelmäßig den richtigen Schwung beibringt, beim Dinner dem Publikum präsentieren.

An dessen Ende könnten sich interessante Paare für den Eröffnungstanz zusammenfinden. So tritt womöglich die frühere Schwimmerin und heutige stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der Deutschen Sporthilfe, Franziska van Almsick, mit Bundesinnenminister Thomas de Maizière aufs Parkett, Fraport-Chef Stefan Schulte mit Fecht-Olympiasiegerin Britta Heidemann und der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier mit Ski-Star Maria Höfl-Riesch. Zu mitternächtlicher Stunde geben dann die Sportfreunde Stiller den Rhythmus vor.

Im 50. Jahr des Bestehens der Sporthilfe wollen die Organisatoren Aufbruchstimmung vermitteln. Wurden bislang rund 50 000 Sportler mit mehr als 400 Millionen Euro gefördert und gewannen sie zusammen 247 olympische und 338 paralympische Goldmedaillen, soll, parallel zur Reform des hiesigen Spitzensports, ein neues Konzept in Zukunft weitere Erfolge ermöglichen. Zu dessen Basis trägt der Ball bei, der als Europas erfolgreichste Charity-Gala zugunsten des Sports jährlich einen hohen sechsstelligen Betrag in die Kasse spült.

Dem Abend selbst ist ein Rollstuhlbasketball-Training für Schüler mit den Paralympicssiegerinnen Annabel Breuer und Annegrit Brießmann sowie dem früheren Skyliners-Spieler Pascal Roller in der Sporthalle Klarenthal vorgeschaltet. Zudem gibt es zur Einstimmung am Freitag bei Henkell in Biebrich eine Sektnacht, die Beachvolleyball-Olympiasieger Jonas Reckermann moderiert.

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