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Frankfurter Flughafen: Bau verzögert sich: Terminal 3 erst 2023 fertig

Von Bislang wurde als Eröffnungstermin für das neue Terminal 3 am Frankfurter Flughafen das Jahr 2022 angegeben. Gestern gab Fraport jedoch bekannt, dass sich dieser Termin um ein Jahr verzögert – wegen einer verlängerten Planungsphase.
Nach den Planungen des Architekts Christoph Mäckler soll das Terminal 3 mal so aussehen, wenn es fertig ist. Illustration: Fraport
Frankfurt. 

Still und heimlich – fast hätte es niemand bemerkt – teilte der Flughafenbetreiber Fraport gestern Nachmittag mit, dass das umstrittene Terminal 3 ein Jahr später in Betrieb gehen wird als bislang geplant. In einer Pressemitteilung wies Fraport daraufhin, dass ab dem kommenden Jahr eine eigenständige Projekt-GmbH mit dem Namen „Fraport Ausbau Süd“ den Neubau des Terminals 3 verantworten wird und den Vorsitz der Geschäftsführung der Diplom-Ingenieur Wolfgang Lohde übernimmt (siehe Info-Box). Ganz zum Schluss, im letzten Satz hieß es dann erst von Fraport-Chef Stefan Schulte: „Wegen der verlängerten Planungsphase können wir voraussichtlich erst 2023 an den Markt gehen.“

Mehr Zeit nehmen

Bislang wurde als Eröffnungstermin für die dritte Passagierabfertigungshalle stets das Jahr 2022 anvisiert. Das soll sich nun also ändern. „Wir werden überaus sorgfältig vorgehen und uns die Zeit nehmen, die notwendig ist, um die Qualität der Planung zu erhöhen“, betonte Fraport-Chef Stefan Schulte. „Jeder Monat, der in diese Phase investiert wird, zahlt sich später doppelt und dreifach aus.“

Er ist der neue Mann für das Ausbauprojekt

Wolfgang Lohde, 55 Jahre alt, in Heiligenstadt geboren, ist ein ausgewiesener Hochbauexperte.

clearing

Derzeit wird im Süden des Flughafens am Tiefbau für das Terminal gearbeitet, nachdem im Mai der Trockenaushub abgeschlossen werden konnte. Auf Höhe des Intercity-Hotels wird momentan mit dem Bau der ersten Brückenelemente für die Betriebsstraßen begonnen, ebenso wie die Bauarbeiten für die Abfahrtsrampe und für die Zufahrtsrampe für die Vorfahrtsebene. Der Spezialtiefbau soll voraussichtlich Anfang 2017 starten. Parallel laufen die detaillierten Entwurfsplanungen des Terminals, bei denen auch tiefer in die sogenannte Konsolidierungs- und Kollisionsplanung eingestiegen wird. Dabei gilt es, die in den jeweiligen Einzelplanungen erzeugten Daten auf mögliche Widersprüche hin zu prüfen. Soll heißen: Es wird alles akribisch und genau geplant, damit am Ende alles passt und nicht plötzlich festgestellt wird, dass etwa die Rolltreppen zu kurz oder der Brandschutz nicht ausreichend ist. Man denke da nur mal an den Berliner Flughafen BER, dessen Eröffnung sich seit Jahren verzögert. Die Brandschutzanlage war fehlerhaft geplant.

Und so teilte Stefan Schulte mit: „Andere Großbauprojekte belegen, dass diese Phase für den weiteren Projektverlauf eminent wichtig ist.“. Weiter schrieb der Fraport-Chef: „Die ersten Prüfergebnisse bestätigen uns, dass wir uns hierfür mehr Zeit nehmen müssen, auch wenn sich dadurch der Abschluss der Detailplanungen wahrscheinlich bis Mitte 2017 ziehen wird.“

„Nicht dramatisch“

Dramatisch soll der spätere Eröffnungstermin laut eines Fraport-Sprechers aber nicht sein. „Das ist in so einer Phase nicht unüblich“, sagte er. „Es wäre viel schlimmer, wenn uns erst am Ende auffällt, dass irgendetwas nicht richtig funktioniert.“

Fraport investiert in den Bau des neuen Terminals 2,5 bis 3 Milliarden Euro. Entworfen hat das helle, lichtdurchflutete Gebäude der renommierte Frankfurter Architekt Christopher Mäckler. Zunächst sollen zwei von vier möglichen Flugsteigen realisiert werden. Sie sind für eine Kapazität von 14 Millionen Passagieren ausgelegt. Damit können am gesamten Flughafen rund 78 Millionen Passagiere im Jahr abgefertigt werden. Im Vollausbau könnten dann bis zu 88 Millionen Fluggäste von Frankfurt aus in die Welt fliegen.

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