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Fäkalien: Bauern schimpfen über Hundekot auf Äckern und Wiesen

Hessens Bauern haben die Nase voll: Hundehalter ignorieren zu häufig die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner, wenn diese über Felder und Wiesen streunen. Hundekot könne eine Infektionsquelle für Krankheiten sein, warnen Experten.
Foto aus sittlichen Gründen gepixelt. (Original: dpa) Foto: Ralf Hirschberger (dpa-Zentralbild) Foto aus sittlichen Gründen gepixelt. (Original: dpa)
Friedrichsdorf. 

Hessens Landwirte beklagen, dass immer noch zu viele Hundehalter den Kot ihrer Tiere auf Feldern und Wiesen liegen lassen. «Die Haufen nicht zu entsorgen, gehört sich nicht. Das Problem besteht nach wie vor, und es besteht offenbar noch immer Aufklärungsbedarf», sagt der Sprecher des Hessischen Bauernverbands, Bernd Weber, in Friedrichsdorf. Viele Hundebesitzer ließen ihre Tiere über Äcker und Wiesen streifen und ihr Geschäft verrichten, obwohl dort Futter und Lebensmittel wie Gemüse, Beerenobst oder Kartoffeln angebaut würden, kritisiert Weber.

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Die tierischen Tretminen sind nicht nur eklig, sie stellen auch ein Hygiene-Problem dar, wie die Landwirte betonen. Futter- und Lebensmittel werden dadurch verunreinigt. Der Kot enthalte Keime, die Lebensmittel wie Obst und Gemüse belasten könnten. «Einfach widerlich», findet Weber.

Sorgen bereiten den Landwirten auch gefährliche Krankheitserreger, die durch Hundekot auf Heu oder Silage zu den Hoftieren gelangen können. Wenn sie ihre Wiesen mähten, um Futter zu gewinnen, bleibe der Kot zwischen den Halmen. Das könne für das Vieh gefährlich werden, weil manche Hunde von einem Parasiten befallen sind.

Im schlimmsten Fall fürchten Landwirte, dass Hundekot zu Totgeburten von Rindern führen kann. Diese Gefahr sehen auch Parasitologen beim Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), dem Bundesinstitut für Tiergesundheit, am Standort Braunschweig. Der Kot könne, wenn auch selten, Bakterien wie Salmonellen und auch Parasiten enthalten. Ein Erreger bereitet den Landwirten besondere Sorge: Neospora caninum werde durch den Hund übertragen und könne tatsächlich bei Rindern Totgeburten verursachen.

Foto: Boris Roessler/dpa
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Um auf das allgemeine Problem mit dem Hundekot aufmerksam zu machen und die Hundehalter zu sensibilisieren, appelliert der Verband immer wieder, mehr Vernunft und Rücksichtnahme walten zu lassen. Als eigentlich unübersehbare Hinweise wurden Schilder entworfen und landesweit verteilt. Auf einem steht: «Nicht vergessen: Hier wächst Ihr Essen! Bitte nicht mit Hundekot verschmutzen.» Abgebildet ist dazu eine Art Verbotszeichen mit einem Hund, der gerade ein Häufchen macht. Auf anderen Schildern steht: «Hier ist kein Hundeklo!»

Der Hessische Bauernverband muss seine Kreisverbände nach wie vor mit Hinweis- und Verbotsschildern versorgen. «Die Tatsache, dass wir immer neue Anfragen wegen der Schilder bekommen, zeigt die Problematik», sagt Weber. Nachfragen seien zuletzt etwa aus dem Kreis Gießen und dem Schwalm-Eder-Kreis gekommen.

Aber auch im Rhein-Main-Gebiet und rund um die größeren Städte in Hessen stinkt's den Bauern gewaltig. Dort gibt es mehr Menschen, somit auch mehr Hunde und größere Probleme mit den Hinterlassenschaften der Hunde. Die Bauern appellieren an die Hundehalter, insbesondere zur Erntezeit ihre Tiere anzuleinen und deren Häufchen auch im ländlichen Raum nicht liegen zu lassen.

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