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Keine Neuauflage: Befürworter der Odenwaldschule geben auf

Nach dem Verkauf der Odenwaldschule geben die Befürworter einer Neuauflage des reformpädagogischen Konzeptes auf.
Die Odenwaldschule (ODS) bei Heppenheim in Hessen. Foto: Boris Roessler/Archiv Die Odenwaldschule (ODS) bei Heppenheim in Hessen. Foto: Boris Roessler/Archiv
Heppenheim. 

Nach dem Verkauf der Odenwaldschule geben die Befürworter einer Neuauflage des reformpädagogischen Konzeptes auf. „Wir haben die Sache zu den Akten gelegt”, sagte eine Sprecherin der Initiative am Donnerstag. „Es bleibt uns nichts anderes übrig, es ist alles zerschlagen.” Die Klage vor dem Verwaltungsgericht Darmstadt gegen den Ablehnungsbescheid der Aufsichtsbehörden sei zurückgenommen worden. Eltern und Sponsoren hatten vor, die Privatschule in Heppenheim in kleinerer Form fortzusetzen und ihr den Namen „Schuldorf Lindenstein” zu geben.

Einen Großteil der Schule hat die Unternehmerfamilie Schaller aus Mannheim gekauft. Zu ihr gehört auch die Werbeagentur Schaller & Partner. Das Ensemble der Schule soll in enger Abstimmung mit den Denkmalschutzbehörden erhalten werden. Einzelheiten sind noch nicht bekannt.

An der Odenwaldschule waren 2010 kurz vor deren 100-jährigem Bestehen lange zurückliegende sexuelle Übergriffe auf Schüler bekannt geworden. Ein Abschlussbericht sprach von mindestens 132 Opfern, es wird auch von deutlich mehr ausgegangen. Die Reformschule geriet in finanzielle Schieflage und musste Insolvenz anmelden. Behörden lehnten ein Konzept zur Weiterführung ab.

(dpa)
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