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Prozess: Beifahrerin nach Unfall querschnittsgelähmt: Geldstrafe

Eine Bronzestatue der römischen Göttin der Gerechtigkeit, Justitia. Foto: Arne Dedert/Archiv Eine Bronzestatue der römischen Göttin der Gerechtigkeit, Justitia.
Bad Hersfeld. 

Nach einem schweren Verkehrsunfall ist ein 48 Jahre alter Autofahrer am Dienstag vom Amtsgericht Bad Hersfeld wegen fahrlässiger Körperverletzung mit einer Geldstrafe von 1350 Euro (90 Tagessätze à 15 Euro) auf Bewährung verwarnt worden. Bei einem von ihm verursachten Unfall im vergangenen Juni auf der Autobahn 4 bei Kirchheim (Kreis Hersfeld-Rotenburg) waren er und seine Beifahrerin schwer verletzt worden. Die Frau (38) erlitt eine chronische komplette Querschnittslähmung vom Hals abwärts. Sie lebt inzwischen in einem Pflegeheim.

Das Auto war auf der A4 nach heftigen Regenschauern auf nasser Fahrbahn mit überalterten Reifen ins Schleudern geraten und hatte sich überschlagen. Der nicht angeschnallte Autofahrer war herausgeschleudert worden. Die Beifahrerin wurde im Fahrzeug eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden. Da der Unfallverursacher aufgrund seiner eigenen schweren Verletzungen nach Aussage seines Verteidigers noch immer nicht verhandlungsfähig ist, war er nicht persönlich vor Gericht erschienen. Das Gericht stellte den Strafbefehl trotzdem aus.

(dpa)

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