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Songtext in der Kritik: Bildungsstätte Anne Frank: Kollegah-Song als Fallbeispiel

Meron Mendel, Leiter der Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt. Foto: Daniel Reinhardt/Archiv Meron Mendel, Leiter der Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt.
Frankfurt. 

Mit einem als antisemitisch kritisierten Songtext sorgten die Rapper Kollegah und Farid Bang für einen Eklat. Meron Mendel, Leiter der Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt, hat die Texte der beiden Musiker nun als „hervorragendes Fallbeispiel” für Bildungsarbeit bezeichnet - gewissermaßen als Beispiel für „So nicht”. Auf Grundlage der Songtexte „können wir gemeinsam mit Jugendlichen diskutieren, was an Zeilen wie 'Mein Körper ist definierter als von Auschwitzinsassen' oder 'Diese Syrer vergewaltigen dein Mädel, Bitch' problematisch ist”, sagte Mendel am Freitag.

Gleichzeitig teilte er die Kritik an den Texten und die Sorgen um ihre Breitenwirkung: „Wenn Jugendidole wie Kollegah und Farid Bang antisemitische Texte rappen, hat das selbstverständlich eine besondere Kraft und Wirkung auf Jugendliche”, erklärte Mendel. Gleiches gelte für sexistische oder homosexuellenfeindliche Texte.

Die Diskussion im Zusammenhang mit der „Echo”-Verleihung biete eine Möglichkeit, mit Jugendlichen über Meinungs- und Kunstfreiheit, Provokation und demokratische Gegenrede zu diskutieren, sagte Mendel. „Wir laden Jugendliche dazu ein auszuhandeln, wo Provokation und Kontroversen in der Kunst produktiv sind - und wo die Grenzen zu Antisemitismus, Rassismus und Homosexuellenfeindlichkeit überschritten werden.”

(dpa)

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