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Neue Aufgabe in der Weltkirche: Bischof Tebartz-van-Elst hat in Deutschland keine Zukunft mehr

Für den Limburger Skandalbischof Tebartz-van Elst wird es in Deutschland keine Zukunft geben - er soll eine neue Aufgabe in der Weltkirche übernehmen. Das berichtet diese Zeitung in ihrer Freitagsausgabe.
Keine Zukunft mehr in Deutschland: Der ehemalige Limburger Bischof Tebartz-van Elst. Foto: Boris Roessler/ArchivFoto: Boris Roessler/Archiv Keine Zukunft mehr in Deutschland: Der ehemalige Limburger Bischof Tebartz-van Elst. Foto: Boris Roessler/ArchivFoto: Boris Roessler/Archiv
Limburg.  Für den emeritierten Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst wird es keine berufliche Zukunft im deutschsprachigen Raum geben. Die Bischofskongregation in Rom suche für ihn intensiv eine neue Aufgabe in der Weltkirche, sagte Bistumsleiter Wolfgang Rösch dieser Zeitung (Freitagsausgabe). „Die neue Aufgabe wird wohl nicht im deutschsprachigen Raum sein“, sagte Rösch. Hier könne es keinen unbefangenen Neubeginn geben. 
 
Seit Wochen sitzt Tebartz-van-Elst wie ein Gefangener in seiner millionenteuren Residenz; geht noch nicht einmal zum Brötchenholen vor die Tür. Dass der emeritierte Bischof keine Miete, sondern nur die Nebenkosten zahlen muss, bringt das Kirchenvolk jedoch zunehmend in Aufruhr. „Wir können und wir werden ihn aber nicht vor die Tür setzen“, sagt der Bistumsleiter. Bis zum Amtsantritt des neuen Oberhirten werde es keine umfassende Entscheidung für die künftige Nutzung des 31 Millionen Euro teuren Diözesanen Zentrums geben. „Der neue Bischof wird auch die Freiheit haben, seinen Wohnsitz festzulegen“, sagte Rösch.  Es werde von Seiten des Bistums weder den Wunsch geben, dass er in die Wohnung im Diözesanen Zentrum einziehe, noch die Aufforderung, aus moralischen Gründen darauf zu verzichten.   
 
Seinen Platz räumen muss der engste Vertraute von Franz-Peter Tebartz-van Elst: Der Fahrer und Zeremoniar hilft dem alten Chef noch bis Ende Mai dabei, den Umzug vorzubereiten. Die Räume der weltweit bekanntgewordenen Residenz gegenüber dem Dom werden künftig für Tagungen der Kirche genutzt, kündigte Rösch an. Für bestimmte Anlässe werde auch die Bischofskapelle geöffnet.
 
Der Bischof war wegen der Luxus-Ausstattung seiner Residenz sowie der Verschleierung der Kosten von rund 31 Millionen Euro in die Schlagzeilen geraten. Dies führte dazu, dass Tebartz-van Elst am 26. März des Jahres auf Drängen Roms sein Amt aufgab.
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